Wir stellen vor: Die Stadt Aachen

Aachen ist eine Stadt im Regierungsbezirk Köln im Bundesland Nordrhein Westfalen. Sie wird als sogenannte kreisfreie Großstadt bezeichnet. Sie ist auch von Köln sehr gut aus zu erreichen, zum Beispiel mit dem Regionalexpress von Köln Deutz aus, bei unseren Ferienwohnungen! Durch das Aachen-Gesetz, wurde sie mit Datum 21. Oktober 2009 zum Verwaltungssitz für die Städteregion Aachen erklärt. Sie ist Mitglied des sogenannten Landschaftverband Rheinland und war früher eine Reichsstadt. Sie wird als Großstadt definiert, da sie bereits im Jahre 1890 die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritt. Aachen ist direkter Nachbar von Belgien und den Niederlanden.

Die Stadt Aachen verfügt auch über eine der traditionsreichsten und sogar größten technischen Universitäten von Europa! Die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule (RWTH) ist hier ein tolles Aushängeschild für die Stadt. Seit 2007 wird sie sogar durch die Exzellenzinitiative gefördert.

Ein weiteres Aushängeschild der Stadt ist natürlich der berühmte Aachener Dom. Karl der Große gründete die Aachener Königspfalz mit ihrer Pfalzkapelle, welche als eines der Meisterwerke der karolingischen Baukunst gilt. Im Jahre 1978 wurde der Aachener Dom und der Domschatz zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt! Und das sogar als erstes deutsches Kulturdenkmal.

Das Bistum Aachen hat dort seinen Bischofssitz und ebenfalls findet dort alljährlich ein sehr großes, internationales Reitturnier statt. Dabei handelt es sich um das „CHIO Aachen“. Was aus Aachen ist noch besonders bekannt? Nun, die Aachener Printen sind sicherlich landesweit bekannt und dürfen genannt werden, ebenfalls die Tatsache, das Aachen ein sehr wichtiger Standort für die deutsche Süßwarenindustrie ist.

Durch die direkte Grenzlage zu Belgien und Holland finden sich dort auch sehr viele architektonische und kulturelle Einflüsse aus den Nachbarländern bzw. aus den Nachbarregionen. Dies war vermutlich auch der Grund dafür, warum Karl der Große (Pater Europae „Vater Europas“) die Stadt Aachen zu seinem kulturellen, spirituellen und auch politischen Zentrum seines Wirkungskreises gemacht hat. Die Vielfältigkeit empfand er als besonders inspirierend. Diese Geschichte als Grundlage nehmend, wird deshalb auch in Aachen jährlich (und dies schon seit 1950) der „Internationale Karlspreis“ verliehen, welcher an wichtige Persönlichkeiten verliehen wird, die sich um den Einigungsprozess innnerhalb von Europas verdient gemacht haben.

Weiterhin ist Aachen sogar als staatliches Heilbad anerkannt, welches man auch an seinem alten Namen „Bad Aachen“ noch erkennen kann. In den Kurbereichen Burtscheid und Monheimsallee finden sich heilende Thermalquellen. Der Tourismusverband weist natürlich in seinen Werbeanzeigen explizit auf diese Thermalquellen hin und verwendet auch heute noch gerne die Bezeichnung „Bad Aachen“. Sozusagen als ein Prädikat.

Eine eindeutige Überlieferung bzw. Herleitung für den Städtenamen findet sich nicht. Man geht aber davon aus, dass die lateinische Übersetzung für das Wort „aqua“ (Wasser) einen Einfluss auf den Namensursprung gehabt haben wird. Schließlich hat Karl der Große sein Imperium ja auf den Resten der römischen Bäder aufgebaut! Genau deshalb wird der Ort im Mittelalter gerne auch mal als Aquisgrani, Aquis oder Aquae bezeichnet. Der Antike Name könnte Aquae Granni gelautet haben und deshalb vermutet man auch eine Namensgebung, die sich an einer geweihten Quelle orientiert haben könnte. Die Quelle wurde nach dem keltischen Gott Grannus benannt.

Es gibt mehrere Theorien, für die Namensentstehung. Eine vermutet, dass die Namensgebung „Aquisgrani“ erst im Fränkischen Reich im 8. Jahrhundert zu Stande gekommen ist. Begründet in der damaligen lateinischen Kanzleisprache. Die französische Begrifflichkeit für Aachen (es wird Aix-la-Chapelle genannt) enthält genau, wie alle anderen Städtenamen im französischen den Zusatz „Aix“ für „aqua“ (also Wasser).

Merkwürdigerweise wird die Stadt Aachen in diversen Ländern und Sprachen immer wieder anders genannt. Folgende Begrifflichkeiten werden verwendet: Ахен im russischen, in Italien sagt man Aquisgrana, in Spanien Aquisgrán, in Luxemburg sagt man Oochen, in Holland sagt man Aken und in Polen Akwizgran.

Aachen ist eine in Deutschland anerkannte, staatliche Kurstadt und darf deshalb auch den Zusatz „Bad“ im Namen führen.

Die Lage und die Geografie

Wie bereits weiter oben erwähnt, liegt die Stadt Aachen im sogenannten „Drei Ländereck“. Die angrenzenden Länder sind Belgien und Holland, als die Niederlande. Angrenzende Landschaft und Gebirge sind zum Beispiel: das Rheinische Schiefergebirge, die Eifel, das Hohe Venn, die berühmten Ardennen oder Gebiete zwischen dem Niedermaas und dem Niederrhein. Die größten Städte in der Nähe sind: Heerlen, Roermond und Maastricht in den Niederlanden, die Stadt Lüttich in Belgien und die deutschen Städte Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Duisburg, Bonn, Düsseldorf und natürlich Köln! Neben diesen Städten grenzt Aachen auch noch an: Alsdorf, Übach-Palenberg, Baesweiler, Würselen, Eschweiler, Stolberg und Herzogenrath.

Der höchste Punkt von Aachen liegt bei 410 Meter über Normalnull und befindet sich im Süden bzw. Südosten der Stadt. Im Norden finden wir dann den tiefsten Punkt der Stadt, welcher bei 125 Metern über Normalnull liegt. Die Stadtgrenze hat eine Länge von ca. 88 Kilometern und davon sind sogar 23,8 Kilometer Landesgrenze zu Belgien und nochmals 21,8 Kilometer Grenze zum Nachbarland Niederlande.

Die Stadtgliederung der Kaiserstadt

In Aachen gibt es genau sieben Stadtbezirke, welche hier kurz aufgelistet werden: Richterich, Laurensberg, Kornelimünster/Walheim, Haaren, Eilendorf, Brand und natürlich Aachen-Mitte. Diese Stadtbezirke werden von einer Bezirksvertretung, einem Bezirksvorsteher und einem Bezirksamt verwaltet. Bei den Kommunalwahlen wählen die Bürger die Bezirksvertretung für den jeweiligen Stadtbezirk. Neben diesen amtlichen Bezeichnungen und Eingliederungen, gibt es für die Viertel, Siedlungen und Ortschaften noch viele weitere Ortsbezeichnungen.

Wie ist das Klima in Aachen?

Die Kaiserstadt liegt in einer sogenannten gemäßigten Klimazone. Es herrscht ozeanisches Klima, mit ausgeglichenen Temperaturen, einem verhältnismäßigen milden Winter und feuchtem Wetter. Die Westwetterlage und die Lage an dem Hohen Venn und der Eifel, führen zu einer höheren Niederschlagsmenge, als zum Beispiel in anderen Städten in Nordrhein Westfalen. In Aachen sind dies im Schnitt 805 mm/Jahr und in Bonn zum Beispiel 669 mm/Jahr. Weiterhin wird das Wetter auch durch das Auftreten eines Föhn beeinflusst, welcher durch südliche Luftströmungen verursacht wird.

Die Stadt Aachen befindet sich außerdem in einer sogenannten Kessellage, welche zu Inversionswetterlagen führen kann. Besonders problematisch ist die Situation um den notwendigen Austausch von belasteter Luft. Durch die ungünstige Lage von Aachen, kann es in bestimmten Bereichen zu einer lufthygienisch sehr problematischen Situation kommen. Wen nämlich eine neutrale Witterung vorliegt (also eine austauscharme Wetterlage) in der es durch schwache Winde zu einer sehr schlechten bzw. nur zu einem mittleren Austauschverhältnis der Luft kommt, dann ist die Zufuhr von Frischluft zu gering.

In Aachen gibt es eine Wettervorhersage mitten in der Stadt. Diese befindet sich direkt am Hauptbahnhof. Die Aachener Wettersäule befindet sich auf dem Haus Grenzwacht und ist eine ca. 11 Meter hohe Leuchtsäule.

Aachen

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Die Geologie

Die Stadt Aachen steht auf einem recht heterogen aufgebauten Boden. So findet man dort zum Beispiel: Kalksteine, Grauwacke, Tonsteine und devonische oder auch karbonische Sandsteine. Wo kommen diese Kreide- oder Tonsteine her? Nun, das liegt daran, dass sich die Nordsee in der Kreidezeit bis an die Gebirge von Aachen ausgedehnt hat und dort viele Sande, Kreidesedimente und auch Tone abgelagert hat. Dies ist auch der Grund, warum sich in Raeren (nahe Aachen) auch eine sehr bedeutende Töpferindustrie entwickeln konnte. Dort und auch in dem sogenannten Talkkessel in Aachen, lagerten sich die Tone ab. Auf dem Lousberg, den Höhen im Aachener Wald oder auf dem Schneeberg finden sich jedoch die oberkreidezeitlichen Kreide- und Sandablagerungen. Sedimente von jüngerem Alter findet man im Osten und im Norden von Aachen und sie weisen auf tertiäre oder quartäre Wind- und Flussablagerungen hin. Der Untergrund bzw. der Boden von Aachen ist immer noch von sehr vielen und auch noch aktiven tektonischen Störungen und Verschiebungen betroffen. Dies resultieren aus Störungen des Rurgrabens. Dadurch kam es in der gesamten Kölner Bucht und in Aachen immer wieder bemerkbaren Erdbeben. Bedeutende Erdbeben wurden in den Jahre 823, 1756 (Düren) und 1992 in Roermond gemessen.

Die Bevölkerung von Aachen

Die Stadt hat nicht so viele Einwohner wie zum Beispiel Köln (mit über einer Millionen), schafft es aber die Grenze von mehr als 250.000 Einwohnern zu brechen. Die Verteilung der Geschlechter liegt hier bei ca. 52 Prozent männlicher Anteil und 48 Prozent weiblicher Anteil. Im Jahre 2012 wurde eine Arbeitslosenqoute von fast 10 Prozent festgestellt. Bedingt durch den hohen Anteil an ausländischen Studierenden, liegt der Ausländeranteil von Aachen bei fast 14 Prozent.

Historisch gesehen, entwickelte sich aus der kleinen Stadt Aachen (etwas mehr als 50.000 Einwohner im Jahre 1855) relativ schnell eine deutlich größere Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern (dies geschah schon im Jahre 1890!). Durch viele Eingemeindungen und stetige Erweiterung der Verwaltungsgrenzen (die Kreisstadt Burtscheid wurde integriert, für den Sitz für die zuständigen Kreisverwaltung wurde Aachen gewählt) wuchs die Stadt immer weiter und erlebte in den folgenden Jahren einen starken Anstieg der Bevölkerung. Besonders stark geschah dies im Jahre 1972 und führte zu einem Anstieg von mehr als 63.000 neuen Einwohnern. Bereits 2005 wurde die Grenze von 250.000 Einwohnern erreicht.

Insgesamt gesehen und im Vergleich mit anderen Großstädten, hat die Stadt Aachen aber eher einen relativen niedrigen Zuwachs, welcher bei ca. 0,67 Prozent liegt. Statistische Berechnungen haben ergeben, dass die Bevölkerung bis zum Jahre 2025 auf über 282.000 Einwohnern ansteigen wird.

Bei dem Zensus im Jahre 2011 wurden merkwürdigerweise viel weniger Einwohner ermittelt. Bei dieser Auswertung kam man nämlich nur auf knapp 236.000 Einwohner. Da die Stadt mit dieser Zahl jedoch nicht einverstanden war, hat sie Rechtsmittel dagegen eingelegt. Vermutlich geht es hier wieder um Geld. Das Gerichtsverfahren, welches mittlerweile sogar schon beim Bundesverfassungsgericht gelandet ist, ist im Ganzen aber auf ruhend gestellt worden.

Die Geschichte der Stadt

Die Gegend und natürlich auch die Stadt Aachen ist sehr bekannt für ihre interessante Geschichte, welche mit vielen architektonischen, archäologischen und kulturellen Erben verbunden ist. Die römischen Besatzer verwandelten die einstige keltische Siedlung in einen wunderbaren Thermenbezirk, welcher mit vielen Thermalbädern ausgestattet wurde und schon in der Antike mit einem sehr hohen Lebensstandard überzeugen konnte. Die Badekultur vor Ort war bereits in dieser frühen Zeit außerordentlich hoch.

Im 5. Jahrhundert wurde die Gegend dann von den Franken übernommen und germanisiert. Die karolingische und vorher noch merowingische Herrschaft verwandelte sich im Laufe der Zeit immer mehr in eine fränkische Regierung. Die karolingische Pfalzanlage wurde zum 9. Jahrhundert hin fertiggestellt und damit wurde Aachen als Hauptresidenz von Karl dem Großen festgelegt. Kaiser Friedrich I. Barbarossa verlieh Aachen sogar das Stadtrecht und nutzte dazu das sogenannte Karlsprivileg. Der Standort wurde zur Reichsstadt und wurde vom Mittelalter an bis hin zur Reformation zum festlichen Krönungsort von vielen römisch-deutschen Königen und Kaisern!

Von der Jungsteinzeit bis hin zur Antike

Die erste Besiedelung von Aachen erfolgte in der Zeit von 3000 bis 2500 vor Christus. Die Bewohner waren Bauern. Durch Ausgrabungen im Aachener Elisengarten, wurde die Vermutung einer Besiedelung bestätigt. Die gefundenen Hügelgräber aus dem Aachener Wald und ebenfalls getätigte Ausgrabungen am Aachener Elisengarten, lassen auf eine Besiedelung von Aachen in der frühen Eisenzeit und in der Bronzezeit durch die Kelten vermuten.

Die Römer kamen dann nach den oben erwähnten Kelten und siedelten um die warmen Quellen herum. Es gibt sogar einen Beleg für ein römisches Heilbad für das 1. Jahrhundert! Es gibt vermutlich schon seit der Geburt Christi eine Stadtbebauung in der Gegend des heutigen Aachens. Damals wurde diese ca. 25 Hektar große Bebauung noch Aquae Granni bezeichnet. Der Betrieb der römischen Bäder ging weiter bis in die Spätantike hinein.

In der Frankenzeit

Im Elisengarten hat man in den Jahren 2008 und 2009 Anzeichen dafür gefunden, dass in der Gegend auch noch nach dem 4. Jahrhundert bis in das Jahr 700 eine Besiedelung vorlag. Auch nachdem die Römer die Gegend bereits verlassen hatten. Es gibt fränkische Gräber, welche auf das 7. Jahrhundert hin datiert sind. Diese sind also Beweis einer auf später noch vorhandenen Besiedelung. In Aachen wurde ein Hof gebaut, der dem fränkischen König Pippin der Jüngere zugeordnet werden kann. Die erste Erwähnung dieses Hofes fand im Jahre 765 statt, in Form einer schriftlichen Übermittlung mit dem Namen „Aquis villa“.

Die karolingerische Zeit von Aachen ist nicht ausreichend belegt. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass sämtliche Keramik noch nach römischer Tradition hergestellt wurde und deshalb immer (fälschlicherweise) dieser Zeit zugeordnet wird. Ebenfalls gibt es auch keine Nachweise für Wohnhäuser aus dieser karolinger Zeit.

Der König Pippin hat einen Sohn mit dem Namen Karl gehabt. Dieser ging später in die Geschichte ein, unter dem Namen „Karl der Große“. Er erbte das Fränkische Reich von seinem Vater und damit verbunden natürlich auch den Aachener Hof. Seinen ersten Winter verbrachte Karl der Große in den Jahren 768 bis 769 dort. Karl der Große liebte die Stadt Aachen sehr und verbrachte in den folgenden Jahren immer mehr Zeit dort. Er baute den Standort sogar zu einer Kaiserpfalz aus. Es wurde eine Palast gebaut und die sogenannte Pfalzkapelle. Dort wo früher der kaiserliche Palast stand, findet sich heute das Rathaus der Stadt Aachen wieder. Und die berühmte Kapelle wurde in den Aachener Dom umgewandelt bzw. umgebaut.

Der Sohn von Karl wurde im Jahre 813 in dieser Pfalzkapelle zum sogenannten Mitkaiser gekrönt. Karl der Große war zugegen und sicherlich sehr stolz in diesem feierlichen Moment. Der Kaiser Karl der Große wurde im Vorhof der Kapelle beerdigt. Die Beisetzung fand am 28.01. im Jahre 814 statt.

Im 9. Jahrhundert wurde erneut ein Kaiser in der Aachener Pfalzkapelle gekrönt. Dabei handelte es sich um den ältesten Enkel von Karl dem Großen, nämlich Lothar der I. Arnulf und auch Karl der III. können in der Gegend von Aachen nicht mehr nachgewiesen werden. Weitere Aktivitäten in der Pfalz können erst wieder ab Otto I. nachgewiesen werden.

Zum Heiligen Römischen Reich

Im Jahre 936 wurde Otto I. in der schönen Stadt Aachen zum ostfränkischen König berufen bzw. gekrönt. Auch für die nächsten 600 Jahre war die Stadt somit weiterhin der Krönungsort für die deutschen Könige (sedes regia)! Im heutigen Dom und somit dem damaligen Aachener Münster wurden bis in das Jahr 1531 hinein insgesamt 30 neue deutsche Könige gekrönt! Der letzte König war Ferdinand der erste. Paps Paschalis III. hat Karl den Großen im Jahre 1165 sogar heilig gesprochen! Darauf erhielt Aachen am 08.01.1166 die Stadtrechte und sogar die Münz- und Marktrechte zugesprochen und wurde Reichsstadt! Die Bezeichnung war auch „Haupt der Städte“ (caput civitatum) und „Haupt und Sitz des Deutschen Königreiches“ (caput et sedes regni) und wurde durch den Kaiser Friedrich Barbarossa in Form eines ausgestellten Freiheitsbriefes (Karlsprivileg) dokumentiert.

Die Aachener waren von der sogenannten Lehenshörigkeit befreit. Der Reichsadler im Stadtwappen lässt sich darauf zurückführen. Auch Kaiser Friedrich der II. bestätigt nochmals alle Rechte die die Stadt von Karl dem Großen verliehen bekommen hat. Dies war am 29.07.1215.

Der damalige Kaiser Barbarossa lies die innere Stadtmauer von Aachen erbauen und deshalb trägt sie auch heute noch den Namen „Barbarossamauer“. Der Bau der Mauer wurde im Jahre 1171 gestartet. Der heutige Grabenring zeichnet noch ungefähr den Verlauf dieser Mauer nach. Wilhelm von Holland griff die Stadt an und belagerte sie sogar sechs Monate lang! Im Jahre 1248 konnte er sie dann erobern und wurde dort dann zum König gekrönt.

Im Jahre 1257 wurde ein gewisser Richard von Cornwall gekrönt und dieser förderte den Ausbau eines äußeren Mauerringes. Die Bauzeit von diesem Mauerring betrug aber sagenhafte 100 Jahre! Dieser Mauerring hatte insgesamt elf Stadttore und verfügte über 22 Wachtürme. Im Jahre 1841 gab es dann die ersten Wohnhäuser, welche sich außerhalb der Mauern befanden und in der heutigen Altstadt, also im Bahnhofsviertel und der Theaterstraße, lagen.

Es war der Kaiser Ludwig der IV., welcher der Stadt Aachen erneut die Stadtrechte zusprach bzw. diese wieder bestätigte. Die Stadtrechte wurden dann sogar noch auf das Gebiet des Aachener Reichs ausgeweitet. Es waren dann nicht nur die Bereiche mehr, welche innerhalb der Barbarossamauer lagen, sondern auch die Quartiere, welche außerhalb der Mauern zu finden waren. Dazu zählten: der Reichswald, der Stadtbusch und die Aachener Heide. In diesen Bereichen wurde besonders die Forst- und die Landwirtschaft betrieben. Sie diente natürlich der Versorgung der Stadtbevölkerung und musste natürlich auch in irgendeiner Form vor Diebstahl geschützt werden. Aus diesem Grunde wurde der sogenannte Aachener Landgraben gebaut.

Die erste Wirtschaft, die in Aachen betrieben wurde, war die Tuchfabrikation. Die Tuchwalker wurden erstmals im Jahre 1258 erwähnt bzw. dokumentiert. Diese waren in den folgenden Jahrhunderten der hauptsächliche Wirtschaftsfaktor des Standortes.

Neben der Tuchfabrikation, wurde in Aachen auch die Messingindustrie und die Kupferindustrie betrieben. Durch die Erzvorkommen, welche reichhaltig vorkommen, konnte zum Beispiel Galmei (also Zinkerz) gefunden werden (besonders in Stolberg oder Kelmis). Dieses geschah besonders in der Zeit des 16. Jahrhunderts. In der Reformationszeit gab es einige religiöse Unruhen in der Stadt und dies führte dazu, dass ein Großteil der Kupferschläger einfach die Stadt verließen und in Stolberg oder Vaals eine neue Heimat fanden. Im Jahre 1349 wurde auf den Überresten einer schon sehr baufälligen Königshalle (welche zu der sogenannten Kaiserpfalz gehörte) das Rathaus von Aachen gebaut, wie man es in seiner heutigen Form noch kennt. Verantwortlich war hier der damalige Bürgermeister Gerhard Chorus und die Aachener Bürgerschaft.

Die Funktion des Rathauses lag vorher bei dem Grashaus, was dann noch bis in das 18. Jahrhundert hin, für Gerichtsversammlungen oder ähnliche Veranstaltungen genutzt wurde. Im Jahre 1903 wurde sogar ein zweites Rathaus errichtet und in Betrieb genommen. Es trug den Namen „Pützer Bau“. Dieser wurde dann in den Wirren des Zweiten Weltkrieges fast zerstört und deshalb dann auch in den 50er Jahre komplett abgerissen. Heute findet sich dort ein Verwaltungsgebäude der Stadt.

In der Zeit des 16. Jahrhunderts verlor die Stadt Aachen immer mehr an Bedeutung. Die Stadt Frankfurt übernahm sogar die Rolle der Krönungsstadt! Fortan gab es auch religiöse Unruhen während der Reformation zwischen den Protestanten und den Katholiken.

Die Neuzeit beginnt

Durch eine Volkszählung im Jahre 1601 wurde eine Einwohneranzahl von 14171 Einwohnern ermittelt. Von diesen hatten aber nur 2829 das sogenannte Bürgerrecht. Im Jahre 1656 kam es zu einer großen Tragödie in der Stadt. Am 2. Mai brach bei dem Bäcker Peter Maw ein Feuer aus, welches auf die Nachbarschaft übergriff, rund 4664 Häuser und einen Großteil des gotischen Aachens zerstörte. Bei dem Brand kamen 7 Menschen ums Leben!

Nun kam es zu einer wunderbaren Entwicklung, die sich mit einem Satz gut ausdrücken lässt: „Was das Feuer zerstört hat, das Baut das Wasser wieder auf!“ Denn ein Badearzt mit dem Namen Francois Blondel (aus Lüttich stammend) verwandelte die Stadt Aachen in einen der modernsten Badestandorte in ganz Europa! Neben dem normalen Kurbetrieb gab es noch ein Casino, diverse Ballsäle oder andere Dinge zum Vergnügen.

Der Ruf des Bades war gut und deshalb gab es prominenten Besuch: Friedrich der Große (preußischer König), Zar Peter der erste von Russland oder der bekannte Komponist Georg Friedrich Händel waren hier gerne zu Gast!

Auch in Sachen Vermittlung und Diplomatie war Aachen immer sehr wichtig. Denn dort wurde zum Beispiel auch im Jahre 1668 der Devolutionskrieg zwischen den Ländern Frankreich und Spanien beendet und es wurde Frieden geschlossen. Dies wurde Aachener Frieden genannt.

Im Jahre 1794 fiel Aachen dann leider wieder an die Franzosen und gehörte fortan zu Frankreich. Dies war nach der Französischen Revolution. Leider wurde die Stadt vieler Kulturgüter beraubt, welche sich heute in Paris befinden. Im Jahre 1798 wurde die Stadt zum Verwaltungssitz für das Departement de la Roer. Das Verwaltungsgebäude befand sich in der Kleinkölnstraße 18 (der Londoner Hof).

In den Jahre 1802 bis zum Jahr 1825 war die Stadt sogar offiziell Bischofssitz. Im Jahre 1930 wurde es mit dem Preußenkonkordat erneut errichtet. In der Folge wurde es als Suffraganbistum dem Erzbistum Köln nachgeordnet.

Vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart

Im Jahre 1815 wurde die Stadt Aachen dem Königreich Preußen zugeordnet. Dies wurde so auf dem Wiener Kongress beschlossen. Im Jahre 1816 wurde die Stadt Aachen zu einem Stadtkreis, gehörte aber noch zu der Provinz Großherzogtum Niederrhein. Ab dem Jahre 1822 wurde Aachen dann komplett mit Regierungsbezirk zu einer sogenannten Rheinprovinz.

Die Tuchindustrie wurde durch den technischen Fortschritt sehr verändert. Die Dampfkraft, die neuen Geräte und die Mechanisierung brachten große Arbeitslosigkeit und führte zu sehr niedrigen Löhnen bei Frauen und Kindern. Die Unruhen, welche man eher als Beschwerden der Bürger bezeichnen sollte, wurden durch Soldaten und bezahlte, bewaffnete Bürger niedergeschlagen. Man hat also das Volk niedergeprügelt.

Die Kölner bauten ihr Eisenbahnnetz immer weiter aus und so konnte man bereits ab dem Jahre 1841 von Köln aus nach Aachen mit der Eisenbahn fahren. Die Stadt Köln baute schon seit dem Jahre 1837 eine Eisenbahnstrecke (die Rheinische Eisenbahn) Richtung Belgien aus. Im Jahre 1843 kam man damit dann am belgischen Bahnhof Herbesthal an.

Im Ersten Weltkrieg gingen die deutschen Truppen in der Nähe von Aachen einfach über die Grenze und betraten das Gebiet von Belgien. Dies war der Grund und auch die Möglichkeit für Großbritanien und Frankreich, ebenfalls offiziell in den Krieg einzutreten.

Als der Erste Weltkrieg vorbei war, ging ein großer Teil des Hinterlandes von Aachen mit dem Kreis Eupen und sogar einzelne Teile von Schleiden und Monschau an das Land Belgien. Dies war im Jahre 1918.

Die Stadt Aachen wurde fortan für lange elf Jahre von den Belgiern besetzt. In dieser Zeit gab es auch viele blutige Auseinandersetzungen und sogar einen Putschversuch. Aachener Separatisten und die normale Aachener Bevölkerung lieferten sich zahlreiche Auseinandersetzungen, die von den belgischen Truppen beendet wurden.

Diese ganzen Kriegszeiten (besonders der Ruhrkampf oder der Separatistenaufstand) führten natürlich zu großen wirtschaftlichen Problemen in der Stadt. Es kam sogar zu einer Verschiebung der alten Zollgrenze. Dies alles fand um das Jahr 1923 statt und fand seinen negativen Höhepunkt in der Weltwirtschaftskrise ab dem Jahre 1929.

Im Jahre 1933 kamen Mitglieder der NSDAP an die Macht. Sie lösten die Stadtverordnetenversammlung auf und ersetzten alle staatlichen und städtischen Beamten. Im Jahre 1937 fand dort die Heiligtumsfahrt statt. Sie wird als leise Demonstration gegen das NS Regime gedeutet.

Im Jahre 1938 wurden in Aachen leider sehr viele jüdische Wohnungen und Geschäfte geplündert und verwüstet (Novemberpogrome). Die Aachner Synagoge wurde durch einen Brand zerstört. Über 500 Juden, die in Aachen lebten, wurden ermordet.

Die Stadt Aachen hat durch den Zweiten Weltkrieg großen Schaden erlitten. Mehr als 65 Prozent aller Wohnungen und Häuser wurden zerstört oder unbewohnbar gemacht. Die Stadt wurde ab dem Jahre 1941 durch insgesamt fünf Luftangriffe zerstört.

1944 wurde Aachen Zwangsevakuiert und dann im Oktober des Jahres von den Alliierten übernommen. Franz Oppenhoff wurde von den Amerikanern als neuer Bürgermeister eingesetzt. Dieser war genau fünf Monate im Amt, bevor er dann ermordet wurde. In Aachen wurde die Oppenhoffallee nach ihm benannt. Die Alliierten leiteten die Besatzung in folgender Reihenfolge: Amerika, Großbritanien und dann Belgien.

Im Jahre 1946 stieg die Einwohneranzahl von Aachen wieder auf über 100.000 Menschen. Im August 1946 wurde der nördliche Teil der alten Rheinprovinz (also auch Aachen) ein Teil des Bundeslandes Nordrhein Westfalen. Dieses Bundesland wurde neu gegründet. Der im Westen gelegene Ortsteil Bildchen war in der Zeit vom April 1949 bis zum August 1958 ein Annexionsgebiet von Belgien.

Im Jahre 1950 erhielt die Stadt Aachen den Internationalen Karlspreis für besondere Aktivitäten und Frieden in Europa.

Durch die Gebietsreform aus dem Jahre 1972 (das erste Aachener Gesetz) wurde die Stadt Aachen und Ihr Stadtgebiet immer größer und hatte dann die dreifache Flächengröße.Die Einwohneranzahl überstieg sogar die Grenze von mehr als 237.000!

Im weiteren Verlauf, wurde der Regierungsbezirk Aachen dann aufgelöst und wird nun durch den Regierungsbezirk Köln verwaltet. Das Klinikum Aachen feierte im Jahre 1985 sein Richtfest und wurde von Johannes Rau (damaliger Ministerpräsident) an die RWTH Aachen übergeben.

Im Jahre 1995 wurde in Aachen eine neue Synagoge eröffnet. Es waren internationale Gäste vor Ort. Im Mai 2009 verleiht die Bundesregierung der Stadt Aachen den Titel „Ort der Vielfalt“.

Das Wappen der Stadt

Aachen hat die Stadtfarben Schwarz/Gold bzw. Schwarz/Gelb gewählt. Auf dem Wappen ist ein schwarzer Adler zu sehen.

Die Partnerstädte

Die Partnerstädte sind: Montebourg (Frankreich), Sariver (Türkei), Naumburg (Sachsen Anhalt), Kostroma (Russische Förderation), Ningbo (China), Kaptstadt (Südafrika), Toledo (Spanien), Halifax/Calderdale (UK), Arlington (USA) und Reims (Frankreich).

Die Infrastruktur und die Wirtschaft

In Aachen finden sich eine Vielzahl von Bildungseinrichtungen. Dazu zählen zum Beispiel: FH Aachen, die RWTH, einige Gymnasien, Bildungszentren und auch eine städtische Volkshochschule.

Daneben gibt es auch ein reichhaltiges Angebot an Kultur: viele Museen und Theater bieten Raum und Zeit zur Erholung und Ablenkung.

Durch diverse Einrichtungen und Besonderheiten wie zum Beispiel: Justizzentrum, Finanzzentrum, Behörden, ein Universitätsklinikum und weitere Fachkliniken, diverse Sportstätten, einige Einrichtungen für Soziales und Gesundheit, vieler Kreditinstitute, sowie diverse Dienstleistungsangebote, erfüllt die Stadt Aachen die erforderlichen Kriterien sich ein Oberzentrum nennen zu dürfen. Dies ist im Prinzip eine Vorstufe zu einer Metropole.

Kurstadt Bad Aachen

Die Region war immer schon beliebt und bekannt für ihre vielen heilenden Quellen. Diese können ein bis zu 74 Grad heißes Wasser anbieten, welches sehr schwefelhaltig ist. Der Stadtteil Burscheid darf deshalb damit werben, dass er über einige der heißesten Quellen in ganz Mitteleuropa verfügt. Es sind anerkannte Heilquellen, welche bei Rheuma und einigen anderen Krankheiten positiven Einfluss haben.

Dies war vermutlich auch der Grund dafür, warum Karl der Große die Stadt so liebte und sie deutlich förderte. Die Stadt Aachen darf sich als anerkannte Kurstadt auch Bad Aachen nennen. Aus Marketing strategischen Gründen (Aachen steht nun mal an erster Stelle in jedem Verzeichnis) wird aber auf den Vorsatz „Bad“ verzichtet.

Im Zentrum von Aachen findet sich noch der historische Kurpark am Elisenbrunnen. In den Carolus Thermen befindet sich ein sehr moderner Bäderbereich.

Die Unternehmen der Stadt

In Aachen finden sich viele Firmen Niederlassungen oder sogar Hauptsitze aus diversen Industriezweigen wieder.

Eine sehr große Firma war bzw. ist (in der Forschung) die Philips Deutschland GmbH. Im Jahre 1934 eröffnete der große Elektronikhersteller viele Produktionsstätten in der Stadt. Produziert wurden zunächst nur Radiogeräte, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aber auch Leuchtmitteln und Bildröhren. Im Jahre 2004 musste das Bildröhrenwerk geschlossen werden. Die ungenutzten Produktionshallen wurden dann für die Produktion von OLED genutzt. Dieser Produktionszweig wurde dann im Jahre 2015 an die Firma OLEDWorks verkauft. Die ganze Leuchtmittelproduktion wurde dann im Jahre 2018 eingestellt. Die Firma Philips hat bereits seit dem Jahre 1955 Forschung in der Stadt Aachen betrieben. Diese Forschungsabteilung bzw. die Forschungsstätten sind weiterhin vor Ort verblieben und sind in Rothe Erde und auf dem Melaten Campus zu finden.

Aachen ist bekannt für viele wirtschaftliche Bereiche: Umwelttechnologie, Lasertechnologie, der IT Bereich, die Automation und natürlich der Maschinenbau. Einige dieser Start Ups sind direkt von der Universität oder der Fachhochschule weg gegründet worden und sind immer noch eng mit der Universität und der Fachhochschule verbunden. Sie haben sogar ein Kompetenznetzwerk mit dem Namen Regina eV IT/Informatik Aachen gegründet.

Auch die Automobilindustrie hat in Aachen Einzug gehalten. Zum einen sind dies die Zulieferfirmen wie zum Beispiel: Saint Gobain oder die Continental AG, zum anderen sind dies auch die Entwicklungsdienstleister wie die FEV (Forschungsgesellschaft für Energietechnik und Verbrennungsmotoren), die in Aachen sogar ihren Hauptsitz hat. Daneben findet sich auch noch das FFA (Ford Forschungszentrum Aachen) in der Stadt. Wie bereits oben erwähnt ist die Forschung eng mit den Fachhochschulen verbunden. Es gibt auch einige Institute der bekannten RWTH, die die Forschungsschwerpunkte in die Automobilindustrie gesteckt haben. Die gesamte Automobilbranche vor Ort hat sich zu einem Netzwerk zusammen geschlossen. Das Netzwerk nennt sich „Competence center automotive aachen – euregio maas-rhein (car e.V.)“.

Ebenfalls vertreten sind weitere Forschungsbetriebe und sogar Hochtechnologieunternehmen.

Neben der Forschung, findet man in Aachen auch mehrere Unternehmensberatungen wie zum Beispiel die Adesso SE oder die P3 Group.

Die weltberühmten Aachener Printen kennt jeder. Daneben gibt es noch einige weitere Firmen und Produkte, die Sie ebenfalls kennen und die in Aachen produziert werden bzw. dort Ihren Sitz haben. Dies sind zum Beispiel: die Firma Lambertz (Printen und Lebkuchen), die Firma Lind & Sprüngli (Pralinen und Schokolade) oder die Firma Zentis mit ihren Süßwaren, den Konfitüren und den Fruchtzubereitungen. Dieses kennen Sie bestimmt und diese Firmen machen den Standort für die Herstellung von Süßwaren so bekannt und beliebt. Die Firma Lindt & Sprüngli bietet auch einen Werksverkauf an, der natürlich vor Ostern und Weihnachten sehr gerne genutzt wird.

Neben diesen ganzen Firmen und Produzenten, spielt für die Stadt Aachen auch die Gaststätten und Touristenbranche eine wichtige Rolle. Im ersten Halbjahr 2017 zählte man zum Beispiel fast eine halbe Millionen Übernachtungen!

Wie bereits in dem oben Abschnitt zur geschichtlichen Entwicklung des Standortes erwähnt, war die Tuchindustrie für Aachen immer sehr wichtig. Zusammen mit der Produktion von Nadeln, waren dies die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren vor Ort. Es gab zum Beispiel über hundert Nadelfabriken in der Stadt!

Wie auch im alten Köln, waren die Tuchfabriken und die Färbereien immer an den Bächen angesiedelt. Zu Beginn der 90er Jahre gab es aber in ganz Deutschland Veränderungen und Verlagerungen von Produktionsstätten in diesem Bereich. Zusammen mit der Nadelproduktion wurde alles Richtung Fernost verlagert. Im Jahre 2004 musste deshalb die letzte große Nadelfabrik in Aachen geschlossen werden.

Zu der ortsansässigen Versicherungsbranche gehört die Generali Deutschland oder zum Beispiel die Aachen Münchener Versicherungsgesellschaft.

Durch die zentrale Lage im Drei Länder Eck, ist Aachen natürlich auch für die Logistikbranche ein interessanter Standort. Im großen Gewerbepark Avantis finden sich zum Beispiel Versand und Logistikzentren von der Honold Logistik Group oder der bekannten „Internet Apotheke“ Doc Morris.

Zu den größten Arbeitgeber vor Ort zählen: die RWTH (mit rund 10.000 Arbeitsplätzen), die Stadtverwaltung (4.500 Arbeitsplätze), die Generali Deutschland (ca. 2.300 Arbeitsplätze), die Sparkasse Aachen (ungefähr 2.000 Arbeitsplätze), die Grünenthal GmbH (rund 1.900 Arbeitsplätze), die Aachener Printen und Schokoladenfabrik (etwa 1.800 Arbeitsplätze), die Verwaltung der Städteregion (ca. 1700 Arbeitsplätze), die Lindt & Sprüngli GmbH (etwa 1.700 Arbeitsplätze) oder die FEV GmbH mit etwa 1.500 Arbeitsplätzen.

Der Verkehr

Die Bahnverbindungen (International, in Deutschland und Regional) finden Sie alle am Aachener Hauptbahnhof. Dort kommt nicht nur der Thalys Hochgeschwindigkeitszug an, sondern natürlich auch der ICE International. Die Deutsche Bahn verbindet den Standort aber auch mit dem Intercity schnell und bequem mit anderen deutschen Städten.

Neben dem normalen Personenverkehr ist der Standort Aachen natürlich auch immens wichtig für die internationalen Güterverkehr. Durch die Nähe von Holland oder Belgien, ist das Schienennetz von Aachen natürlich sehr wichtig.

Eisenbahn Geschichte: zum einen findet man in Aachen den in Deutschland ältesten noch immer befahrenen Eisenbahntunnel (der Buschtunnel) und zum anderen eine wunderbares Viadukt. Es trägt den Namen „Burtscheider Viadukt“.

Die Waggonfabrik Talbot war bis zum Anfang der 90er Jahre noch aktiv und produzierte Güter- und Personenwaggons. Abnehmer waren zum Beispiel Talent oder die niederländische Staatsbahn. Leider hat der Konzern Bombardier (aus Kanada), die Fabrik Talbot übernommen und die Produktion nach Tschechien verlegt. Das verbliebende Werk wurde im Jahre 2013 verkauft. Die Talbot Services haben den Standort übernommen und bauen nun vor Ort noch Elektrofahrzeuge (Street Scooter) und Eisenbahnfahrzeuge.

Der öffentliche Personennahverkehr

Die Straßenbahn und der Oberleitungsbus verschwand im Jahre 1974 aus dem Straßenbild von Aachen. Der Transport der Bevölkerung wird seit dem mit Omnibussen sichergestellt. Ebenfalls steuert die Euregiobahn seit 2001 die Stadt an. Vom Jahre 2001 an, waren es vier Haltestellen (Aachen West, Hauptbahnhof, Aachen Rothe Erde und Aachen Eilendorf). Im Jahre 2004 kam dann noch die Haltestelle Aachen Schanz dazu. Der zuständige Verkehrsverbund (AVV) ist für die Euregiobahn und die Buslinien zuständig und fährt sogar bis nach Holland oder Belgien. Die Haltestellen in den Niederlanden oder Belgien sind zum Beispiel: Kerkrade, Kelmis, Heerlen oder auch Eupen.

Die Anbindungen mit dem Auto

Die Stadt Aachen ist an ein vielfältiges Autobahnkreuz angeschlossen. Die Bundesautobahn A4, A44 und die A544 treffen sich alle am Autobahnkreuz Aachen. Von Aachen aus, fährt die A4 nach Holland und die A44 nach Belgien. Die Autoanbindung ist also sehr gut.

Die Luftfahrt der Region

Nicht direkt in Aachen und sogar im Ausland gelegen, befindet sich der internationale Airport Maastricht/Aachen. Er liegt rund 30 Kilometer von der Innenstadt entfernt und ist also gut zu erreichen. Fluggesellschaften sind zum Beispiel: die Ryanair oder auch Transavia. Die Fluggesellschaften fliegen dort im Rahmen des Charterflugverkehrs.

Weiterhin gibt es noch den Flughafen Lüttich, welcher sich in ca. 50 Kilometer Entfernung in Belgien befindet. Kleine Flugzeuge können auch noch den Flugplatz in Aachen Merzbrück nutzen.

Die nächsten größeren Flughäfen in ca. 90 Kilometer Entfernung sind der Flughafen Köln Bonn und der Flughafen Düsseldorf/International. Diese können entweder mit dem PKW oder mit der Bahn (Linie RE 1, RE 4 oder S 13 ab Hauptbahnhof) erreicht werden.

Flughafen

Die Medienlandschaft

In der Stadt befinden sich auch einige Printmedien. Zu diesen zählen: die „Tageszeitung Aachener Nachrichten“ und die „Aachener Zeitung“. Bis in das Jahr 1996 hinein, wurde diese Zeitung noch „Aachener Volkszeitung“ genannt. Beide Zeitungen werden im Zeitungsverlag Aachen vertrieben. Wie auch in anderen Städten in ganz Deutschland, gibt es noch einige kostenlose Werbemagazine, die an die Haushalte verteilt werden. Dazu zählen zum Beispiel: King Kalli, Super Mittwoch, Super Sonntag, moviebeta, Klenkes oder Bad Aachen.

Nachrichtenagenturen und Verlage

Eine weltberühmte Nachrichtenagentur wurde im Jahre 1850 in Aachen gegründet. Wer hätte das gedacht, dass Paul Julius Reuter die Agentur in der Kaiserstadt gegründet hatte. Der spätere Hauptsitz war dann London und seit dem Jahre 2008 befindet sich die Thomson Reuters Agentur nun in New York!

Der Sport- und Sachbuchverlag „Meyer & Meyer“ hat seinen Sitz ebenfalls hier in Aachen.

Fernseh- und Rundfunksender

Der WDR (Westdeutsche Rundfunk) hat in Aachen ein Studio. Produziert wird hier das Lokalfernsehen. Neben dem WDR findet sich noch der Fernsehsender Center.TV vor Ort. Ebenfalls finden wir noch den Lernsender NRWision in der Stadt. Als Radiosender finden wir: Radio Aachen und Antenne AC. Ergänzend gibt es noch ein Projekt der Hochschule, welche ebenfalls einen Radiosender betreibt: es ist da sogenannte „Hochschulradio Aachen“. Durch die Nähe zu Belgien und Holland, kann man auch noch ausländische Sender empfangen. Dazu gehören sogar deutschsprachige, private Radiosender wie zum Beispiel: Das Hitradio und Fantasy Dance.

WDR Köln

Die öffentlichen Einrichtungen in der Stadt

Es gibt einige Körperschaften des öffentlichen Rechts, sonstige Einrichtungen und Institutionen, welche ihren Sitz in Aachen haben. Dazu zählen zum Beispiel: die Wetterwarte, das Universitätsklinikum Aachen, die Staatsanwaltschaft, alle Gerichte (Sozialgericht, Verwaltungsgericht, Arbeitsgericht, Amtsgericht, Landgericht), das Justizzentrum, die Justizvollzugsanstalt, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer. Daneben zählen auch Krankenkassen (wie zum Beispiel die Techniker Krankenkasse) als Köprerschaft des öffentlichen Rechts und haben einige Niederlassungen in Aachen.

Die medizinische Versorgung der Stadt

Mit Abstand die größte medizinische Einrichtung in der Stadt ist das Universitätsklinikum Aachen. Das Klinikum ist sogar das größte Krankenhausgebäude in ganz Europa (als Zusammenhang gesehen). Der Bau des Klinikums wurde im Jahre 1971 gestartet und erst im Jahre 1985 konnte es eröffnet bzw. eingeweiht werden. Es gibt noch vier weitere Krankenhäuser in der Stadt. Diese sind: das Alexianer-Krankenhaus, das Marienhospital, das Luisenhospital und das Franziskushospital.

Bildungs- und Forschungsangebote

Wie bereits weitere oben erwähnt, gibt es in diesem Bereich ein großes Angebot in der Stadt.

Die Technische Hochschule (genau die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule Aachen – RWTH) ist bereits im Jahre 1870 gegründet worden und trug damals den Namen „Königlich Rheinische Westfälisch Polytechnische Schule zu Aachen“. Die RWTH ist bekannt und gilt als eine der traditionsreichsten und auch größten Technischen Hochschulen in ganz Europa. Neben der starken technischen Ausprägung des Studienangebotes, kann man aber auch folgende Studiengänge belegen: Medizin, Architektur oder sogar Sozial- und Geisteswissenschaften.

Die FH Aachen (Fachhochschule Aachen) ist die zweitgrößte Hochschule in der Stadt. Sie wurde im Jahre 1971 gegründet und verfügt über Standorte in Jülich und Aachen. Schwerpunkte an dieser Schule sind sehr viele technische- und naturwissenschaftliche Fächer, Design und auch Wirtschaftswissenschaften. Die Studiengänge sind sogar international!

Universität

Studium

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln hat sogar einen Ableger in Aachen. Bei diesem Ableger handelt es sich um eine Abteilung die eine besondere Kooperation mit dem Sinfonieorchester Aachen und der städtischen Oper eingegangen ist. Die Kooperation wurde im Jahre 1993 abgeschlossen und schafft nun die Möglichkeit von gemeinsamen Opernproduktionen und weiteren musikalischen Projektarbeiten. Ergänzend dürfen die Studenten und Studentinnen auch ein Praktikum im Theater Aachen machen.

Die Theaterschule der Stadt Aachen

Sie ist eine staatlich anerkannte und zugelassene Berufsfachschule und ist deshalb BAföG fähig. Es handelt sich hierbei um die Theaterschule Aachen. Als Standort der Theaterschule wurden die Räumlichkeiten der Barockfabrik genutzt.

Die Katholische Hochschule

Diese Schule wurde im Jahre 1971 gegründet und wurde unter der Bezeichnung KFH NW geführt. Im Jahre 2008 wurde sie dann in die KatHO NRW (Katholische Hochschule Nordrhein Westfalen) umbenannt. Sie stellt einen Zusammenschluss von einigen Höheren Fachschulen dar, welche die Fachrichtungen Religionspädagogik, Sozialpädagogik, Heilpädagogik und die Sozialarbeit anbieten. In Deutschland gibt es das sogenannte Hochschulranking CHE, welches alle Hochschulen im Bereich Soziale Arbeit miteinander vergleicht. Bei diesem Benchmark nimmt die Katholische Hochschule Aachen regelmäßig einen der vorderen Plätze ein. Einige Abteilungen der Hochschule finden sich auch in Münster, Paderborn oder Köln. Die KatHO NWR ist unter den staatlich anerkannten, kirchlichen Hochschulen, eine der größten in ganz Deutschland!

Es gab auch einmal die im Jahre 1881 gegründete Katholische Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius in Aachen. Damals noch unter dem Namen Kirchenmusikschule St. Gregorius gegründet, wurde sie im Jahre 2000 sogar in eine Hochschule umgewandelt. Da die Anzahl der Studenten für einen weiteren Betrieb zu gering war (im Wintersemester 2005/2006 waren es nur noch 22 Studenten!!!) wurde die Schule dann am 31.03.2007 dann geschlossen.

Eine weitere nicht mehr aktive Schule, war die Clara Fey Schule. Gegründet wurde sie im Jahre 1967 von den Schwerstern vom armen Kinde Jesu. Die Fachschule wurde im Jahre 1970 mit dem Studiengang Sozialpädagogik gegründet. In dieser Form existierte sie dann rund 22 Jahre lang und wurde von der Schwester Leonie geführt. Im Jahre 1991 wurde die Fachschule dann dem Bistum Aachen unterstellt, was einige Veränderungen mit sich brachte. Es gab einen neuen Schulleiter und einen neuen Ausbildungszweig. Auch hier waren zu wenige Studenten aktiv (ca. 240 Schüler), weshalb die Schule dann Anfang 2008 geschlossen wurde.

Welche Einrichtungen gibt es noch in Aachen?

Die wichtigsten Einrichtungen möchten wir hier nur kurz aufzählen: das Deutsche Teppich-Forschungsinstitute e.V., das Frauenhofer Institute für Molekularbiologie und angewandte Oekologie (IME), die FOM Hochschule, das Frauenhofer Institut für Lasertechnik (ILT), das Frauenhoferinstitut für Produktionstechnologie (IPT), die Bleiberger Fabrik, die Volkshochschule Aachen (VHS) und die Aachener Schauspielschule (ASS).

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt

Der Aachener Dom ist weltbekannt und sicherlich eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Aachen. Es ist ein Wahrzeichen. Karl der Große hat den Dom ursprünglich als Pfalzkapelle für sich errichten lassen. Im Jahre 800 war dieser prächtige Kuppelbau dann endlich fertig und war (in seiner Form als freischwebender Kuppelbau) sogar 400 Jahre lang der größte nördlich der ganzen Alpen. Im Obergeschoss des Oktogons findet sich auch heute noch der Marmorthron von Karl dem Großen. In den Jahren von 936 bis in das Jahr 1531 wurden dort sagenhafte 30 deutsche Könige gekrönt! Im Jahre 1414 wurde eine gewaltige, monumentale Chorhalle angebaut. Diese meisterhafte Baukunst im gotischen Stil, hat dem Anbau den Spitznamen „Glashaus von Aachen“ eingebracht. Denn es handelt sich hierbei um eine Chorhalle, welche 27 Meter hohe Fenster hat, die insgesamt auf mehr als 1000 Quadratmetern Glasfläche kommen.

Die Gebeine von Karl dem Großen befinden sich immer noch in dem goldenen Karlsschrein, welcher im Jahre 1215 angefertigt wurde. Viele weitere Kapellen wurden dem Bauwerk im Laufe der Jahre immer wieder angebaut. Diese stammen aus der Zeit der Hochgotik. Sehr berühmt ist die Schatzkammer im Aachener Dom, da sie einige der wichtigsten Kirchenschätze beinhaltet. Eines davon ist das Lotharkreuz oder die vergoldete Karlsbüste. Dies ist auch der Grund dafür, warum der Dom und sein Domschatz im Jahre 1978 als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.

Das Aachener Rathaus wurde durch die Aachener Bürgerschaft und den damaligen Bürgermeister Gerhard Chorus einfach auf die Grundmauern der Palastula (also der Kaiserpfalz) gebaut. Als Rest der ursprünglichen Bebauung ist nur noch der Granusturm zu erblicken. Innerhalb des Gebäudes gibt es noch zahlreiche weitere Kunstwerke, die ich hier kurz aufzählen möchte: der Krönungssaal, Kopie der Reichskleinodien oder die Rechsevangeliars. Direkt am Rathaus befindet sich in den Anbauten auch eine Gaststätte mit dem Namen „Zum Postwagen“. In den Jahren 2008 und 2009 hat man sich dazu entschlossen, die meisten Räume des Rathauses für die Öffentlichkeit zu öffnen. So kann man sich heutzutage zum Beispiel den Ratssitzungssaal, den Krönungssaal, den „Weißen Saal“, den Friedenssaal, das Wekmeistergericht oder die Werkmeisterküche anschauen.

Die mittelalterliche Stadtbefestigung

Die damalige Stadt Aachen wurde von zwei Mauerringen geschützt. Noch heute kann man von dieser Stadtbefestigung viele Überreste in der Stadt finden. Leider gibt es von den mächtigen elf Stadttoren nur noch zwei. Es handelt sich hierbei um das Ponttor, welches sich in der Pontstraße befindet bzw. an deren Ende und dem bekannten Marschiertor, welches in der Franzstraße zu finden ist. Das Baujahr des Ponttores datiert man auf die letzte Hälfte des 13. Jahrhunderts und das Marschiertor soll im Jahre 1257 gebaut worden sein.

Weitere Bauwerke aus dieser Stadtbefestigung sind zum Beispiel: die Reste der Barbarossamauer, der Adalbertsturm, das Pfaffentürmchen, der Lavenstein, der sogenannte „Lange Turm“ und die Marienburg.

Die Kirchengebäude der Stadt

Die zweitälteste Kirche in der Stadt ist die Probsteikirche St. Adalbert. Sie wurde im Jahre 1005 geweiht und ist also nur knapp 200 Jahre jünger als der Aachener Dom. Weiterhin finden wir noch die Klosterkirche St. Konrelius in Aachen. Sie befindet sich im Stadtteil Kornelimünster und wurde vermutlich im 9. Jahrhundert gegründet. Im 14. Jahrhundert hat es leider einen Brand gegeben, welcher einige Schäden an der Klosterkirche anrichtete. Diese wurden dann in vielen Bauetappen behoben und die ganze Kirche wurde zu der wunderbaren fünfschiffigen Basilika umgebaut.

Neben dem Dom findet man auch noch die St. Foillan Kirche. Diese wurde im Jahre 1480 errichtet. Als Grundstock diente ein Haus aus dem 12. Jahrhundert.

Im Jahre 1656 gab es in Aachen einen großen Brand und deshalb musste auch die St. Peter Kirche neu wiedereröffnet werden. Nach dem Wiederaufbau, welcher im Barockstil erfolgte, wurde die Kirche im Jahre 1717 neu eröffnet.

Die Kirchen St. Michael und St. Johann wurden im 18. Jahrhundert gebaut und gelten als Barockkirchen.

Im heutigen Frankenberger Viertel (Entstehung Ende des 19. Jahrhunderts) ist Fundstelle für die Kirchen: Herz Jesu Kirche (Baujahr 1910 als katholische Kirche) und die Dreifaltigkeitskirche ( Baujahr 1899 als evangelische Kirche).

Die erste wirklich moderne Kirche, wurde in Aachen im Jahre 1930 gebaut. Dabei handelte es sich um die St. Fronleichnam Kirche. Zu den beiden jüngsten Kirchen in der Stadt zählen: die Marienkirche (katholische und Fertigstellung im Jahre 1981) und die Genezareth Kirche (evangelisch und Fertigstellung im Jahre 2018).

Das Grashaus von Aachen

Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es am Aachener Fischmarkt ein Gebäude, welches sich „Grashaus“ nennt. Die Fassade des Gebäudes stammt sogar von dem alten Rathaus der Stadt Aachen. Es wird auf das Jahr 1267 zurück datiert und steht vermutlich auf den sogar noch viel älteren Grundmauern der Vorgängergebäude. Nachdem das neue Rathaus im Jahre 1349 fertig gestellt wurde, diente das Grashaus als Gerichtsstätte, dann einmal als Gefängnis und sogar als Richtplatz. Im Jahre 1886 wurde die Optik des Gebäudes verändert, indem es mit drei Spitzbogenfenstern zum Aachener Stadtarchiv umgebaut wurde. Dies war bis zum Jahre 2011 und dann wurde dieser Zustand durch das Projekt „Route Charlemagne“ verändert. Das Grashaus repräsentiert seitdem das Thema Europa und beherbergt ein Europäisches Klassenzimmer.

Das Haus Löwenstein

Die Historiker haben festgestellt, dass dieses Haus Löwenstein ungefähr zur gleichen Zeit erbaut worden ist, wie das Rathaus von Aachen. Es muss ungefähr im Jahre 1345 gewesen sein. Den Stadtbrand in Aachen im Jahre 1656 hat es ohne größeren Schaden überstanden. Neben dem Rathaus und dem Aachener Dom ist es das einzige gotische Bauwerk, welches noch ohne Brandschäden verblieben ist. Die Historiker vermuten, dass es sich bei dem Gebäude um ein ehemaliges Weinhaus oder eine Gaststätte handeln könnte. Im weiteren Verlauf der Zeit wurde es als Wohnhaus genutzt. Es befindet sich gegenüber des „Haus Brüssel“. Heute nutzt die Stadtverwaltung das Haus. Unterhalb des Ecktürmchens befindet sich eine kleine Figur des nun heiligen Nepomuks. Er wurde in Gedenken an den böhmischen Kleriker Herrn Johannes Nepomuk installiert. Die Figur soll aus dem Jahre 1747 stammen. Neben der Stadtverwaltung nutzt auch der Ausschuss des Aachener Karnevalsvereins das Haus Löwenstein als Zentrales Karnevalsarchiv.

Der berühmte Elisenbrunnen

Die Wandelhallen des berühmten Elisenbrunnens befinden sich am Aachener Friedrich Wilhelm Platz. Die Herren Johann Peter Cremer (Landesbauinspektor) und Karl Friedrich Schinkel (Baumeister) sind für diesen wunderschönen klassizistischen Bau verantwortlich. Die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1827. Der Elisenbrunnen ist ein sehr bekanntes Wahrzeichen der Stadt. Weitere Wahrzeichen sind zum Beispiel der Aachener Dom oder das bereits oben erwähnte Rathaus. Leider hat der Zweite Weltkrieg den Elisenbrunnen vollständig zerstört. Dies war am 14.07.1943. Die Aachener Bevölkerung freute sich sehr, als er im Jahre 1953 wieder vollständig und originalgetreu wieder errichtet wurde. Einige der Elemente, wie zum Beispiel die alten Säulen, wurden angeblich einige Zeit an dem Aachener Lousberg gelagert, bevor sie dann zu den Carolus Thermen verlagert worden sind und nun dort auf dem Außengelände stehen.

Die Aufteilung des Elisenbrunnens ist wie folgt: er verfügt über eine offene Wandhalle, welche mit einem Säulenvorbau ausgestattet ist. Weiterhin gibt es noch auf der rechten und auch auf der linken Seite des Brunnens bzw. der Wandhalle einige Räumlichkeiten. Für die Öffentlichkeit zugänglich sind, zwei Trinkbrunnen. Aus diesen sprudelt ein stark schwefelhaltiges Thermalwasser, welches eine warme Temperatur von ungefähr 52 Grad hat. Es ist die sogenannte Kaiserquelle. Bis in das Jahr 1938 wurde dieses besondere Thermalwasser in einem besonderen Trinkraum im Untergeschoss der sogenannten Kuppelhalle an die Bevölkerung ausgeschenkt. An die berühmten Kurgäste, die sich auch schon an dieser besonderen Kaiserquelle eingefunden haben, erinnern Einträge auf einer Stein Tafel in dieser Vorhalle. Zu den berühmten Gästen gehören zum Beispiel: Georg Friedrich Händel, Giacomo Casanova, Friedrich der Große und auch Peter der Große.

Die Kultur in der Kaiserstadt

Es gibt einige Museen in der Stadt, welche ich hier kurz vorstellen möchte. Zum einen ist es das sogenannte „Heimat- und Geschichtsmuseum“. Dieses war früher in der sogenannten Burg Frankenberg zu finden und ist nun seit dem Jahre 2014 am Katschhof in dem Centre Charlemagne zu finden. In einer Dauerausstellung gibt es Einblicke in viele Zeitabschnitte und Epochen von Aachen. Dies sind zum Beispiel: die Frühzeit, die römische Antike, die Zeit der Karolinger, aktuelle Informationen aus der Gegenwart. Neben der Dauerausstellung gibt es auch zwei mal im Jahre Ausstellungen, welche nur temporär besucht werden können und einige Schwerpunkte der Stadtgeschichte aufzeigen wollen.

In dem Haus Monheim, welches sich am Hühnermarkt befindet, ist das Couven Museum zu finden. Ausgestellt werden dort Möbelstücke aus den verschiedenen Epochen der Zeit. Dies sind zum Beispiel: Biedermeier, der napoleonische Empirestil, der frühe Klassizismus oder der Rokoko. Das Haus wurde im Jahre 1663 errichtet. Umgebaut wurde das Haus Monheim dann im Jahre 1786 von Jakob Couven. Dieser war der Sohn eines sehr berühmten Baumeisters (Herr Johann Joseph Couven).

Das Internationale Zeitungsmuseum befindet sich im „Großen Haus von Aachen“ in der bekannten Pontstraße. Man findet dort die Geschichte der internationalen Presse im Zeitraum 17. bis hin zum 20. Jahrhundert.

Ein weiteres Museum ist das Suermondt Ludwig Museum. Dieses Museum erhielt seinen Namen von den Stiftern und finanziellen Unterstützern. Dies waren das Ehepaar Irene Ludwig und ihr Ehegatte Peter Ludwig. Ein weiterer großer Spender war Herr Barthold Suermondt. Ursprünglich war es bereits von dem Aachener Museumsverein im Jahre 1883 gegründet worden.

Viele weitere Ausstellungen finden wir in der Villa Cassalette. Diese wurde nach dem Gründer und Bauherren Eduard Cassalette benannt. Er ist der Enkel des berühmten Peter Joseph Cassalette, welcher die Aachener Kratzenfabrik gegründet hatte und betrieb. Ab dem Jahre 1901 resierte die Villa Cassalette im Stadtpalais. Ausgestellt werden: zeitgenössische Kunst oder Kunst von Francisco de Goya, Rembrandt oder Albrecht Dürer. Es finden sich Grafiken, Aquarelle und rund 10.000 wertvolle Handzeichnungen. Weiterhin gibt es eine schöne Ausstellung an attischer Vasenmalerei, Glasmalerei aus dem Mittelalter oder Goldschmiedearbeiten, Tapisserien, Skulpturen und Malereien aus der Zeit vom 12. bis hin zum 20. Jahrhundert.

In der alten Schirmfabrik Brauer befindet sich das „Ludwig Forum für internationale Kunst“. Das Gebäude wurde im Jahre 1928 erbaut und von dem Architekten Josef Bachmann geplant. Die Stadt Aachen hat das Gebäude im Jahre 1988 tatsächlich vollständig entkernt und ihm ein ganz neues Gesicht gegeben. Den Grundstock der Kunstausstellung war eine Sammlung von moderner Kunst die ebenfalls von dem bereits weiter oben erwähntem Ehepaar Peter Ludwig kam. Die Eröffnung fand im Jahre 1991 statt. In dem Museum findet sich noch eine Restaurierungswerkstatt, eine Bibliothek und immer wieder wechselnde Vorstellungen von sogenannter angewandter Kunst. Im Außenbereich gibt es sogar einen Skulpturenpark.

Das Theaterspiel in Aachen

Der Architekt Johann Peter Cremer zeichnet sich verantwortlich für die Planung und den Bau des Theaters. Der Start war im Jahre 1822. Nach der Fertigstellung wurde es dann im Jahre 1825 eröffnet. Neben dem bekannten „Großen Haus“, verfügt das größte Theater der Stadt Aachen auch noch über folgende Spielstätten: Kammerspiele, der Mörgens (in der Mörgensstraße gelegen). Dort werden viele große Darbietungen angeboten, wie zum Beispiel: Lesungen, Konzerte, Balletvorführungen, Musicals, Schauspielstücke, Operetten und natürlich Opern. Bekannte Namen am Theater in Aachen waren zum Beispiel: Kazem Abdullah, Marcus Bosch, Wolfgang Sawallisch oder Herbert von Karajan. Aktueller Leiter des Orchesters ist Herr Christopher Ward. Als Generalintendant an den Bühnen in Aachen ist Herr Michael Schmitz Aufterbeck (seit dem Jahre 2005) zuständig.

Kleinere Theater in der Stadt sind zum Beispiel: das Aachener Heimattheater, die Alt-Aachener Bühne, das Spürbar Theater, das Improvisionstheater mit dem Namen „Fliegender Wechsel“, die Öcher Nölde, das Blackout Theater, das AixpertenTheater, die Bühne 78, das Theater Brand, das Theater 99, DAS DA THEATER, die Puppenbühne Öcher Schängche oder das Grenzlandtheater.

Musikalische Darbietungen

In Aachen gibt es viele Chöre und das große Sinfonieorchester von Aachen. Die bekannten Dirigenten waren hier Marcus Bosch (in der Zeit von 2002 bis 2012 Generalmusikdirektor), Kazem Abdullah (in den Jahren von 2012 bis 2017 Generalmusikdirektor) und ab dem Jahre 2018 Christopher Ward. Es gibt Chöre die sogar international bekannt sind, für ihre Musikkunst. Dazu zählen zum Beispiel: Aachener Studentenorchester, Colleqium Musicum RWTH Aachen, das Jugendsinfonieorchester, die Cappella Aquensis, der Domchor Aachen, der Bachverein, der Kammerchor von Aachen, die Carmina Mundi, der sogenannte „Junge Chor Aachen“, der Madrigalchor oder der „Sinfonische Chor“.

Internationale Künstler fanden in den Jahre 1959 bis hin in das Jahr 2017 ihren Weg in die Stadt und es wurden Meisterkonzerte in der Stadt Aachen angeboten. Seit dem Jahre 2018 gibt es ein neues Konzept, welches die Aufführungen in seiner alten Form anpasste. Bereits seit dem Jahre 2009 finden in Aachen traditionell die „Internationale Chorbiennale“ statt (alle 2 Jahre).

In Aachen wird jedoch nicht nur klassische Musik angeboten, sondern auch Gospelmusik, Jazz (die Aachener Bigband ist hier federführend) oder A-cappella Vorführungen. Alle Musikrichtungen und wichtige Künstler werden in dem Buch „Tonarten einer Stadt“ vorgestellt, welches im Jahre 2018 erschienen ist.

Eine Besonderheit gibt es auch noch: die erste Diskothek von ganz Deutschland wurde im Jahr 1959 ebenfalls in der Kaiserstadt eröffnet. Sie trug den Namen „Scotch Club“.

Weitere Gebäude oder Einrichtungen in der Stadt

Die Stadt Aachen verfügt über eine Vielzahl von interessanten Gebäuden und Einrichtungen. Einige davon wollen wir hier einfach kurz auflisten: Aquis Plaza, die Spielbank von Aachen direkt am Tivoli Stadion gelegen, der Eurogress Aachen (ein internationales und sehr großes Kongress- und Veranstaltungszentrum), das alte Kurhaus (dort werden Ausstellungen und Konzerte angeboten), das Kulturzentrum Barockfabrik, der MalteserKeller, die Musikschule Aachen, die beliebte Stadtbibliothek der Stadt Aachen, das Kulturzentrum Bleiberger Fabrik, die Sternenwarte am Hangeweiher (welche übrigens schon denkmalgeschützt ist), die Minigolfplätze im Stadtpark oder am Gut Entpfuhl, das Deutsche Französische Kulturinstitut oder die Zukunftswerkstatt.

Die wichtigsten Stiftungen der Stadt

Die zwei größten und wichtigsten Stiftungen in Aachen sind: die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen und die Aachener Stiftung Kathy Beys.

Regelmäßige große Veranstaltungen und Events

Für besondere Verdienste im Zusammenhang mit der Europäischen Einigung wird jedes Jahr der „Internationale Karlspreis zu Aachen“ verliehen. Ein Bekannter Preisträger ist zum Beispiel Bill Clinton.

Obwohl der Kölner Karneval sicherlich viel größer und bekannter ist, als der Karneval in Aachen, so möchten wir ihn natürlich trotzdem hier aufführen. Denn der Karneval in Aachen fesselt tatsächlich die ganze Stadt und ist deshalb ein „kleines“ Großereignis für jeden Aachener. Auch in Aachen gibt es einen Rosenmontagszug, die besondere Situation an Fettdonnerstag (in Köln Weiberfastnacht genannt, da hier die Frauen außer Rand und Band sind, genau wie in Aachen) oder der beliebte Kinderzug an jedem Karnevalssontag. Eine bekannte Tradition ist die Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“. Dieser Orden ist mit einem Kulturpreis zu vergleichen und wird an Personen (und hier sehr oft an Politiker) vergeben, die einen besonders lustigen „Humor im Amt“ an den Tag gelegt haben.

Ein Großereignis ist die Aachener Kirmes, welche den Namen „Öcher Bend“ trägt. Diese wurde zum ersten Male im Jahre 1413 erwähnt. Zu Beginn fand die Kirmes noch in der Innenstadt statt, wurde aber dann mit zunehmender Größe an den Bendplatz verlegt. Dieser liegt in der Nähe vom Westbahnhof und dort findet die Kirmes zwei Mal im Jahr statt (einmal im April und dann nochmals im August).

Besonders schön ist der Aachener Weihnachtsmarkt. Dieser findet immer zu der Adventszeit statt und die Buden sind rund um das Rathaus und den Aachener Dom aufgebaut. Die Atmosphäre ist wirklich sehr schön (kann ich aus eigener Erfahrung berichten) und deshalb wird er auch als einer drei schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland bezeichnet. Durch ein tägliches (auch sehr internationales) Aufkommen von ca. 50.000 Besuchern pro Tag kommen im Jahr so schnell rund anderthalb Millionen Besucher zusammen!

Einmal im Jahre findet eine große Endverbrauchermesse in Aachen statt. Dabei handelt es sich um die sogenannte „Euregio Wirtschaftsschau“, welche Angebote aus den Themenfeldern: Mode & Schönheit, Haus & Garten oder Schöner Wohnen anbietet. Die Messe hat immer eine Dauer von zehn Tagen.

Weitere Märkte in der Stadt sind: Historische Jahrmarkt (in Kornelimünster), Europamarkt für Kunsthandwerk oder viele kleine Märkte.

Der „Aachener Kultursommer“ kann als ein großes Musikfestival bezeichnet werden. Musiker aus den Bereichen: Klassik, Jazz, Pop oder Rock zeigen hier ihr Können. Im Frühling findet immer das Musikfestival „Lust auf Jazz“ statt. Besonders originell ist hier das marschieren dieser Jazzbands durch die Innenstadt.

Ein Highlight ist die jährliche internationale Reitsportveranstaltung CHIO in Aachen. Hier trifft sich die internationale Reitsport Elite!

Die Kulinarischen Besonderheiten und Spezialitäten

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist die Stadt Aachen besonders für die Herstellung der „Aachener Printen“ bekannt. Dabei handelt es sich um eine leckeres Lebkuchengebäck, welches mit Gewürzen (sehr aromatisch) und manchmal auch mit Schokolade hergestellt wird bzw. überzogen wird. Man hat bei der Herstellung der Kreativität den freien Lauf gelassen und bietet tolle Varianten wie zum Beispiel: Honigprinten, Kräuterprinten, Prinzessprinten oder eben Schokoladenprinten an. Unterscheiden muss man hier auch noch zwischen Weich- und Hartprinten.

Im Bereich der Bierproduktionen haben die Aachener nicht so viel Erfolg gehabt, da alle Produktionen mittlerweile wieder eingestellt wurden. Diverse Brauhäuser bzw. Brauereien versuchten sich in der Herstellung von: dem Öcher Lager (gehörte zu der Brauerei Degraa, welche es mittlerweile schon gar nicht mehr gibt) oder das sogenannte Lennet Bier. Spätestens im Jahre 2014 war die komplette Bierproduktion in Aachen eingestellt worden.

Als besondere kulinarische Spezialitäten werden genannt: der „Aachener Sauerbraten“, die „Aachener Weihnachts- Leberwurst“ oder der „Öcher Kaviar“. Ebenfalls beliebt ist der sogenannte „Puttes“ (eine Art von Blutwurst), welcher auch gebraten an Sauerkraut (Kompes) und Kartoffelpüree serviert wird.

Die Ferienwohnung Köln empfiehlt einen Besuch

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen guten Überblick über die Attraktionen und die Besonderheiten über die Stadt Aachen vermitteln. Sofern Sie mehrere Tage in Köln verbringen und Zeit genug haben, so empfehlen wir einen kleinen Tagesausflug nach Aachen. Die Stadt erreichen Sie schnell und bequem mit dem Zug. Der Zug fährt direkt vom Bahnhof „Köln Deutz Messe“, sodass Sie als unsere Gäste wieder einen besonderen Vorteil haben. Wenn Sie eine schöne und zentrale Unterkunft in der Domstadt Köln suchen, dann senden Sie eine unverbindliche Email an die Ferienwohnung Köln! Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Ihre Familie Weihofen.

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