Bericht über den Bahnhof Köln Deutz

Der Bahnhof Köln Deutz hat die besten Verbindungen zur Kölner Messe. Im Jahre 1845 wurde die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft ins Leben gerufen. Die Endstation der rechtrheinischen Strecke war dort, wo sich der heutige Bahnhof befindet. Die Verbindung zum linken Rheinufer sollte durch eine Eisenbahnbrücke realisiert werden. Die zweigleisige Brücke über den Rhein wurde im Jahre 1911 durch die viergleisige Hohenzollernbrücke ersetzt. Der sogenannte Deutzer Bahnhof entstand somit im Jahre 1912/1913. Die Stadt hatte quasi rechtrheinisch einen zweiten Hauptbahnhof. Leider spielte dieser Bahnhof in den Jahren 1940 bis 1944 eine große und traurige Rolle bei den KZ-Transporten nach Buchenwald. Ein Mahnmal erinnert an diese Transporte. Im Deutzer Bahnhof wurden die Gastarbeiter-Sonderzüge, welche vorwiegend von der iberischen Halbinsel ankamen, abgefertigt. Hier traf auch im Jahre 1964 der millionste Gastarbeiter in Deutschland ein und wurde gebührend begrüßt. Ende 1980 wurde der Bahnhof um S-Bahn Gleise erweitert.




Verstaatlichung verschiedener Eisenbahnen

Im Jahre 1913 wurden die verstaatlichten Eisenbahnlinien Preußische Staatseisenbahnen, auch genannt PSE, und die Bergisch-Märkischen Bahnhöfe, bekannt als „Deutzer Feld“ und „Schiffbrücke“ umgebaut, und die daraus entstandenen neuen Strecken im Deutzer Hauptbahnhof integriert. Der damalige Bahnhof „Deutzer Feld“ befand sich genau im Gebiet der Messe und der Schiffbrücke. In der heutigen Zeit befindet sich dort das RTL Gebäude. „Deutzer Feld“ wurde später der Rangier- und Abstellbahnhof Köln-Deutzenfeld genannt. Ab 1988 sollte die Schnellstrecke nach Frankfurt den Ansatz bringen, etwas Ordnung in den ICE-Verkehr zu bekommen. Der Bahnhof sollte zum ICE-Bahnhof umfunktioniert werden. Seit November 2006 ist das Messegelände über den Südeingang des Bahnhofes erreichbar. Die Zufahrt vom Norden zur Messe wurde zweigleisig erweitert, die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf 100 km/h erhöht. Der Tiefbahnhof musste von Dezember 2006 bis Dezember 2007 stillgelegt werden.

Zukünftige Planungen

Im Jahre 2009 wurde der Bahnhof wegen seines heruntergekommenen Zustandes mit der „sauren Zitrone“ ausgezeichnet, ein Preis für leider besonders missratene Bauten. Man behauptete sogar, dass die Stadt durch diesen Bahnhof verschandelt wurde. Ein Beschluss erfolgte, dass der Bahnhof vier Aufzugsanlagen bekommen soll, um den barrierefreien Zugang zu allen Bahnsteigen zu ermöglichen. Im Jahre 2010 erfolgte die Absprache, dass bis zum Jahre 2019 für ungefähr 11 Millionen Euro die Erweiterung und Erneuerung realisiert werden soll. Eventuell soll ein S-Bahnaußenbahnsteig zur Messe gebaut werden, damit die Reisenden schneller ein- und aussteigen können. Dieser Bahnhof soll der einzige Fernbahnhof sein, denn alle im Hauptbahnhof haltenden Züge fahren sowieso ohne Stopp durch den Deutzer Bahnhof. Das wäre verkehrstechnisch ein Pluspunkt.

Wettbewerbe für die Neuerung des Bahnhofes

Im Jahre 1999 fand ein Architektenwettbewerb statt. 57 Bewerbungen wurden registriert. Städtebauliche und auch Verkehrs Aspekte sollten berücksichtigt werden. Acht Teilnehmer kamen in die engere Wahl. Die gesamte Fläche belief sich auf 22 Hektar und 150.000 Quadratmeter. Die Anpassung der Tiefbahnsteige für den ICE-Verkehr und der zweigleisige Ausbau der Zulaufstrecke sollten unter anderem auch berücksichtigt werden. Vier ICE-Bahnsteige waren vorgesehen, und ein ca. 800 Meter langes Laufband könnte die Verbindung zum Hauptbahnhof realisieren. Dieses Vorhaben wurde von der DB, der Stadt und der Messe gemeinsam angeregt und im Jahre 2000 abgeschlossen. Im Oktober 2000 wurde das Planfeststellungsverfahren in Angriff genommen. Im November 2001 begannen die umfangreichen Maßnahmen, um mit der Modernisierung anzufangen. Anfangs sollte nur stündlich ein Zug Richtung Hauptbahnhof eingesetzt werden.

Ladenstraße im Bahnhof

Zwei Schnellimbisse, eine Bäckerei, ein Restaurant und eine Buchhandlung tragen im Eingangszentrum zum Wohlbefinden der Reisenden bei. Der Vorplatz zeigt das Otto Denkmal. Die Steinsäule trägt den ca. zwei Tonnen schweren dem Original nachgebildeten „atmosphärischen Gasmotor“ des Erfinders Nikolaus August Otto. Das restaurierte Denkmal entwickelte sich zum Blickfang.







Aktuelle Situation des Deutzer Bahnhofs

Die neu gebaute ICE-Strecke nach Frankfurt brachte dem Deutzer Bahnhof die Bedeutung des Zentral-Haltepunkts. Ergänzt wurde der Bahnhof um die Strecke zum ansässigen Flughafen. Dieser Flughafen ist der dritte deutsche Flughafen, außer Frankfurt am Main und Düsseldorf, der über einen Anschluss an das ICE-Netz verfügt. Seit dem Jahre 2007 fahren täglich bis 50 Züge im Nord-Süd-Fernverkehr. Alle Züge, die den Knotenpunkt anfahren, müssen erstmal durch Deutz. Dieser Bahnhof ist der Anreisepunkt für die Kölner Messe. Gleichzeitig ist der Bahnhof der Umsteigepunkt zwischen ICE und Regional-Express, S-Bahnverkehr Rhein-Sieg und Rhein-Ruhr. Ein Fußgängertunnel ermöglicht dem Reisenden, bequem den U-Bahnhof zur Messe zu erreichen, um auf dem schnellsten Wege in die Innenstadt zu kommen. Eine langwährende Sanierung soll durch die Umgestaltung den jetzigen Bahnhof in einen modernen Umsteigebahnhof verwandeln. Das historische Empfangsgebäude auf der Südseite soll ein Blickpunkt werden. Erst nach Durchführung dieser Projekte kann der Bahnhof nicht mehr als Problembahnhof betitelt werden.

Modernisierung des Bahnhofes

Hier sind Vorschläge aufgekommen, einen moderneren Fernbahnhof anzulegen. Die direkte Anbindung an die Messe ist ja schon gegeben. Um diese Idee zu verwirklichen, müssen kostspielige Umbauten durchgeführt werden. Es gibt beispielsweise noch keine behindertengerechte Aufzugsanlagen zwischen tiefen und hohen Bahnsteigen. Bauarbeiten laufen seit Jahren. Im Dezember 2016 wurde eine 10-Zentner-Bombe in der Nähe des Bahnhofs gefunden, welche erfolgreich entschärft werden konnte. Im November 2017 wurden die Rolltreppen außer Betrieb genommen, um neue Treppeneinhausungen zu installieren. Im Januar, Februar 2018 findet ein weiterer Bauabschnitt statt, der dann auch wieder für Ärger der Reisenden sorgt. Ende März sollen die Bauarbeiten beendet sein. Rund 69.000 Reisende oder Besucher nutzen täglich diesen Bahnhof, der den sechsten Platz der meistgenutzten Bahnhöfe in Nordrhein Westfalen innehat. Leider weist der Bahnhof viele Mängel auf, so beispielsweise, dass fast alle Rolltreppen defekt sind. Der einzige Fahrstuhl ist auch nicht immer funktionsfähig. Die Zwischensanierungen bringen zwar momentane Erleichterung, aber eine Dauerlösung sind sie nicht. Körperlich behinderte Menschen vermeiden, den Bahnhof Deutz in der Stadt aufzusuchen. Die Bahn rät diesen Menschen, bis zum Hauptbahnhof zu fahren und dann die S-Bahn zu benutzen, wieder zum Deutzer Bahnhof zurückzufahren und den auf diesem Gleis befindlichen Personenaufzug zu nutzen. Eine ziemlich umständliche Prozedur für behinderte Menschen. Die Bahn arbeitet daran, diesen Bahnhof barrierefrei zu gestalten, aber die Umsetzung dieses Vorhabens benötigt wahrscheinlich noch Jahre.




Turmbahnhof

Der Bahnhof wird als Turmbahnhof bezeichnet, das bedeutet, dass sich mehrere Strecken kreuzen. Auf zwei Ebenen begegnen sich hier Züge der Ost-West- und Nord-Süd-Richtung. Eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof für Umsteiger mit einer Seilbahn über den Rhein steht zur Debatte. Aktuell wird der Bahnhof von vier Intercity-Express-Linien und einer Intercity-Linie befahren. Im Nahverkehr kommen sieben Regional-Express-, sechs Regionalbahn- und vier S-Bahn-Linien zum Einsatz. Am frühen Morgen bedient eine RE-Linie noch diesen Bahnhof.

Ganz nah!

Und wir können es nicht oft genug sagen: wenn Sie zur Messe wollen oder sich den Kölner Dom anschauen wollen, dann buchen Sie die Ferienwohnung Köln! Nah an allem, auch am Deutzer Bahnhof! Sie gehen zu Fuß dorthin in 7 Minuten! Wir sind in Deutz! Nicht in Höhenberg oder sonstwo, wo Sie noch lange mit der Bahn oder mit dem Auto anreisen müssen!