Besuch der Cologne Fine Art 2019

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An einem Samstag Vormittag wollte ich mir einmal die Zeit nehmen und mir schöne Kunst anzuschauen. Denn die Cologne Fine Art & Design war wieder einmal in Köln und fand in der Messe in Köln Deutz statt.

Cologne Fine Art

Die Anreise

Die Messehallen befinden sich ja direkt hinter dem Deutzer Bahnhof und somit mit der Bahn wunderbar zu erreichen. Diese gut Lage habe ich natürlich auch ausgenutzt und bin mit der Regionalbahn angereist. Die Sonne scheint und ich bin guter Dinge und freue mich auf schöne Eindrücke für meine Augen.

Die Messe

Die Ausstellung findet bereits zum 50. Mal in Köln statt! Im Jahre 1970 wurde sie damals noch unter dem Namen "Westdeutsche Kunstmesse" gegründet. Besonders vielseitig ist die Cologne Fine Art, weil sie nicht nur Kunst, sondern auch Kunsthandwerk, angewandte Kunst, Antiquitäten und Design präsentiert. Sie ist sozusagen ein Allrounder. Schöne Dinge aus vielen verschiedenen Kulturen, Generationen und Epochen.



Die Sonderschau

Zum 100 jährigen Jubiläum der Abteilung Kunst und Design Welt, präsentiert die Messe auch die Sonderschau Bauhaus Original. Vorgestellt werden dort nicht nur Bilder, sondern auch Papierarbeiten und Gebrauchsobjekte.

Internationale Aussteller

Insgesamt 93 Aussteller präsentierten Kunst und Design. Neben zahlreichen Galerien aus Köln, Düsseldorf, Wuppertal, München, Berlin oder Frankfurt, gab es auch viele Aussteller aus dem Ausland. Zum Beispiel aus: Spanien, Belgien, Holland, Schweiz, England und sogar aus Südafrika.





Die Tickets

Die Tickets konnte man vor Ort an der Tageskasse oder im Internet erwerben. Preislich gab es keinen Unterschied. Eine Tageskarte konnte man für 18 Euro erwerben.

Das Publikum

Ich würde sagen zum Publikum gehörten auf jeden Fall sehr viel gut betuchte Menschen. Wie konnte ich dies erkennen? Nun, ich würde sagen, an der Kleidung, ihrem Stil und der Wortwahl. Sicherlich ist die Kleidung kein 100 prozentiger Anzeiger für den Wohlstand, aber schon ein kleiner Indikator. Natürlich war auch die Kaufabsicht einiger Menschen ein eindeutiges Zeichen für den finanziellen Status dieser Personen. Denn wer bei diesen Preisen ein ernsthaftes Interesse an dem Kauf eines Kunststückes hatte, der brauchte schon ein paar Euro auf der hohen Kante.

Aufbau bzw. Struktur der Messe

Die Cologne Fine Art fand in der Messe Halle 11.2 statt. Vor dieser Halle gab es noch einen Info Point und ein Bücher Antiquariat. Innerhalb der Halle konnte ich keine besondere Systematik erkennen. Stände mit Antiquitäten folgten auf historischer Kunst und dann edlem Schmuck oder modernen Plastiken. Hier hätte ich es tatsächlich besser gefunden, wenn man eine bestimmte Thematik einfach gruppiert hätte. In der Mitte der Halle war dann noch ein Café Bereich aufgebaut.



Was habe ich alles gesehen?

Nun, ich habe tatsächlich aus allen Epochen und Kunstrichtungen entsprechende Werke bestaunen können. Wuchtige, pompöse Antiquitäten, schöne klassische Ölgemelde in der Preisklasse von sogar über 300.000 Euro, edler Schmuck oder moderne Acrylkunst: es war alles dabei! Die teuren Kunstwerke wurden teilweise von Sicherheitspersonal extra bewacht. Auch waren alle mal Stile bzw. Motive dabei : Landschaftsmalerei, Portrait, Abstract oder Blumen Bilder.

Künstlerpreise der Messe

Tatsächlich wird auch ein Preis verliehen und das schon seit vielen Jahren! Verliehen wird der Preis vom Bundesverband der Deutschen Galerien und Editionen und der Koelnmesse. Der ausgezeichnete Künstler erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und wird auf der nächsten Messe mit einer Sonderausstellung geehrt. In den Jahren von 1996 bis laufend wurde also jedes Jahr ein Künstler ausgezeichnet. Diese Künstler führen wir hier einfach in der Reihenfolge ihrer Ernennung auf: Felix Droese (art multiple-Preis), Ottmar Hörl (art multiple-Preis), Dieter Roth (art multiple-Preis), Thomas Huber (art multiple-Preis), Thomas Bayrle (kunstKöln-Preis), Astrid Klein, Sigmar Polke (Cologne-Fine-Art-Preis), Jörg Sasse, Kupferstichkabinett Berlin, Thomas Schütte, Dieter Krieg, Gert & Uwe Tobias, Katharina Sieverding, Georg Baselitz (Cologne-Fine-Art-Preis), Andreas Schulze, Günther Uecker (Cologne-Fine-Art-Preis), Tony Cragg (Cologne-Fine-Art-Preis), Jürgen Klauke (Cologne-Fine-Art-Preis), Leiko Ikemura, Candida Höfer, Karin Kneffel (Cologne-Fine-Art-Preis), Georg Hornemann, Horst Antes.

Wie kommen die Preise zu Stande?

Bei diesen hohen Preisen ist es sicherlich interessant zu erfahren, warum genau dieser Maler oder dieses Bild so teuer ist und ein anderes nicht?! Auf der Vernissage habe ich Preise von 2.000 Euro bis 325.000 Euro gesehen. Doch woher kommen diese Preisunterschiede, wo die Künstler doch alle nur Kunst machen?

Es gibt einen berühmten Spruch dazu: „Etwas ist immer nur so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen.“ Ist es in irgendeiner Weise besonders und „reizt“ einen Interessenten besonders, dann ist er sicherlich auch bereit dazu, viel Geld zu bezahlen. Natürlich muss er das Geld dann auch haben und den Preis bezahlen können. In einer Gesellschaft, welche in einer Wirtschaftskrise steckt, könnte der Preis vermutlich deshalb fallen.

Wenn der Maler sehr bekannt ist und das Bild sehr groß ist, dann ist auch der Preis sehr hoch. Der Maler muss am Besten international bekannt sein, dann steigt auch der Wert seiner Werke. Wenn der Maler dann vielleicht sogar schon tot ist, dann steigt der Wert der Kunstwerke noch mehr, denn diese Kunststücke werden einmalig und es kommt nichts mehr nach.

Es sehr berühmter Künstler ist zur Zeit Bansky. Er hat es besonders geschickt angestellt: er hat seine Kunstwerke in Form von aggressiver Werbung einfach überall an Hauswände oder auf andere Gegenstände gesprüht. Verbunden mit einer cleveren Marketing Kampagne im Internet, war er einfach in aller Munde! Und das Besondere ist sicherlich, dass er noch nicht einmal namentlich bekannt ist und seine Kunstwerke immer versteigert werden ohne seine Identität zu verraten. Bilder bzw. Kunstwerke von ihm kosten mal eben über eine Millionen Euro! Einfach nur, weil dieses Künstler gerade so in ist. Einen besonderen Inneren Wert hat solch ein Kunstwerk sicherlich nicht. Selbst Bansky kann den ganzen Rummel und Trubel und die übertriebenen Gebote für seine Werke nicht mehr nachvollziehen und hat eines seiner Werke nach der Auktion einfach automatisch geschreddert. Oder es war wieder einmal ein genialer Marketing Gag, da er natürlich jetzt weltweit bekannt ist, und sein Marktwert dadurch sogar noch weiter gestiegen ist.

Mein Fazit

Insgesamt war die Messe ganz ok. Besonders bei diesem günstigen Eintrittspreis. Wenn ich mir aber etwas wünschen dürfte, dann wären das auf jeden Fall noch viel mehr Bilder aus ganz verschiedenen Malrichtungen. Wie wäre es zum Beispiel mit Bildern von Mike Dargas, welcher sich durch seine „hyperrealistic paintings“ auszeichnet. Wenn man auf solch eine Messe auch derzeit angesagte und aktuelle Maler einladen würde, dann gebe es bestimmt auch ein viel größeres Medieninteresse. Oder vielleicht Julien Durix?! Auch ein toller Maler, der unglaubliche Bilder erschaffen kann!

Im April werde ich mir vielleicht auch einmal die Art Cologne ansehen, damit ich einen direkten Vergleich zu dieser Kunstmesse habe. Ich bin gespannt!

Ihr Besuch der Cologne Fine Art

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