Ferienwohnung Köln erklärt: Ehrenfeld

Ehrenfeld ist ein Stadtteil und Stadtbezirk zugleich. Als Stadtteil hat er die laufende Nummer 401. Von der Lage her ist der Stadtteil Ehrenfeld im Westen der Domstadt zu finden. Das heute sehr beliebte Viertel wurde bereits im Jahre 1888 von den Kölnern vereinnahmt. Das ehemalige Arbeiterviertel hat immer noch einen sehr hohen Anteil an Gastarbeitern aus aller Welt: viele türkische, italienische Restaurants und Geschäfte bestimmen das Stadtbild. Weiterhin gibt es auch Betriebe aus Afrika und Nah- oder Fernost.

Köln Ehrenfeld

Die Postleitzahlen lauten 50823, 50825 und 50827.

Die Telefonvorwahl von Ehrenfeld lautet 0221.

Lage von Ehrenfeld

Folgende Ortschaften grenzen an: Neuehrenfeld, Bickendorf, Müngersdorf, Braunsfeld, Lindenthal und im Osten der das Veedel Neustadt-Nord.

Ferienwohnung Köln Tipp

Tauchen Sie ein in die Welt der Szenekneipen und Clubs in Ehrenfeld. Hier können Sie etwas erleben, weg vom Mainstream und der ganz normalen Welt. Hier darf man auch mal alternativ und anders sein!

Geschichte von Ehrenfeld

Die Entstehung von Ehrenfeld kam durch die Ausweitung der Stadtgrenzen von Köln in Richtung Westen zu Stande. Durch den Fund einer römischen Landvilla nahe der heutigen Mechternkirche konnte belegt werden, dass dieses Gebiet schon in der Zeit vom 1. bis zum 3. Jahrhundert nach Christus bewohnt sein musste. Die Begrifflichkeit "Mechtern" geht im Übrigen auf die Herleitung aus dem lateinischen "ad martyres sanctos" zurück. Es bedeutet so viel wie: "zu den heiligen Märtyrern".

Eine landwirtschaftliche Nutzung war noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts absolut üblich für das Gebiet. Die Güter Mechtern, Ziegelfeld und Subbelrath waren größtenteils in kirchlichen Besitz und dort wurde sogar noch im Jahre 1840 eine Ziegelbrennerei betrieben (Am Ziegelfeld).

Die Gründung der Vorstadt wurde angeblich von dem Antiquar und Buchdrucker Franz Anton Kreuter angeregt und vorangetrieben. Durch den Bevölkerungszuwachs mussten schnell neue und preiswerte Flächen für den Stadtausbau gefunden werden und Herr Kreuter überzeugte sowohl die Politiker, wie auch die notwendigen Investoren von der Erschließung dieses neuen Vorortes der Domstadt. Letztlich wurde dann im Jahre 1845 die Entscheidung getroffen den Bau unter dem Namen "Ehrenfeld" in die Wege zu leiten. Und wie erklärt sich nun der neue Name? Nun, wenn man zu diesem Ort wollte, dann musste man durch die "Ehrenportz" und ging über die Ehrenstraße Richtung Westen um dann eben irgendwann am "Ehrenstraßener Feld" angelangt zu sein. Schon 1845 entstanden dann an den Straßen:

  • Venloer Straße
  • Subbelrather Straße
  • Körnerstraße
  • Simrockstraße
  • Stammstraße

die ersten Häuser, welche als "Dreifensterhäuser" bezeichnet werden dürfen. Es gibt sogar noch ein erhaltenes Haus bzw. eine solche erhaltene Fassade: Venloerstraße 260.

Zunächst war die Bürgermeisterei Müngersdorf für den Stadtteil zuständig bis dann im Jahre 1867 Ehrenfeld mit seinen damals rund viertausend Einwohnern zur selbständigen Gemeinde wurde. Die Bürger waren sehr stolz, als man dann im Jahre 1875 eine sogenannte Rangerhöhung zum "Stand der Städte" erhielt. Im Jahre 1879 folgte dann sogleich das Stadtrecht!

Industrie und Geschäfte

Wie bereits weiter oben im Text erwähnt, war Ehrenfeld ein wirkliches "Boomtown" für die Industrie und somit die Bürger der Stadt Köln, die davon natürlich profitierten. Es siedelten sich eine große Menge an Industriellen mit Ihren Firmen in Ehrenfeld nieder und erkennen kann man dies heute noch an speziell nach ihnen benannten Straßennahmen. Zum Beispiel die Phillipstraße, welche nach dem Firmengründer Phillip Hoffmann benannt ist. Folgende Firmen und Betriebe wurden unter anderem eröffnet:

  1. Tapetenfabrik Phillip Hoffmann
  2. Metallverarbeitung
  3. Glasherstellung
  4. Chemie
  5. Elektrotechnik (Firma Helios)
  6. Bleiprodukte (Firma Leyendecker)
  7. Waggonfabrik (Firma Herbrand)
  8. Farben (Herbig, später unter dem Namen Herbol bekannt)
  9. Automobilfabrik (Firma Horch, späterer Gründer der Firma Audi)
  10. Parfümeriefabrik (Firma Ferdinand Muelhens, 4711)
  11. Gießerei (Firma Ostermann und Co.)
  12. erstes Lebensmittelgeschäft von Cornelius Stüssgen

Natürlich gab es durch das hohe Bevölkerungswachstum und die positive Entwicklung der Industrie sehr schnell einen großen Bedarf, neue Einrichtungen und Gebäude zu installieren. Schulen und Wohnheime mussten her um die entstandenen Bedürfnisse zu befriedigen. Was, wenn man mal eine Brief bei der Post aufgeben wollte und nicht unbedingt den Weg in die Stadt aufnehmen wollte? Post, Bahn, einfach alles Notwendige für das tägliche Leben musste her! Folgende Gebäude und Einrichtungen wurden deshalb gebaut:

  • Schulgebäude Katholische Volksschule
  • Berufsschule und Schule für Lernbehinderte
  • Post
  • Bahnstation
  • Rathaus (für den 1. und einzigen Bürgermeister Herrn Hugo Jesse)

Dieses Rathaus wurde dann leider im Rahmen des 2. Weltkrieges stark beschädigt und dann letztlich abgerissen. Die Amerikaner rückten über die Venloer Straße ein! Ebenfalls zerstört wurde die Synagoge Ehrenfeld die sich in der Körnerstraße befand. An die schlimme Zeit erinnern heute noch viele Stoplersteine des Künstlers Gunter Demnig. Während der NS Zeit gab es viele Widerstandsgruppen und einige Hinrichtungen, an die heute noch eine Gedenktafel in der Schönsteinstraße erinnert. Widerstandskämpfer und polnische und russische Zwangsarbeiter wurden hier einfach getötet.

Nach dem Krieg setzte wieder eine große wirtschaftliche Beschleunigung ein, welche im Wirtschaftswunder gipfelte. Das Ergebnis war dann ein erneutes Platzproblem, besonders für die Schwerindustrie, welche nun Ausweichflächen im offenen Umland suchte. Ehrenfeld war mittlerweile einfach zu dicht besiedelt! Kleinere Betriebe aus den Bereichen:

  • Lebensmittelindustrie
  • Maschinenbau
  • Werkzeugbau

blieben jedoch meist erhalten und so entwickelte sich vor Ort ein reges Treiben. Verwaltungen und andere Dienstleistungsunternehmen fanden ebenfalls ihren Platz. Besonders interessant ist die Tatsache das in den ehemaligen Firmenhallen des Helios Betriebes der Unternehmer Herbert Eklöh 1957 den ersten Supermarkt Europas eröffnete. Auch erwähnenswert ist die Eröffnung des Fridolinbades, welches unter anderem auch ein Zentrum für medizinische Massage und Krankengymnastik darstellte.

Grundsätzlich wurden nun alle freien Flächen bebaut und gefüllt (einfache Wohnhäuser wurden in Baulücken gesetzt) oder baufällige Gebäude einfach abgerissen und durch neue preiswerte Gebäude ersetzt.

Der Boom führte natürlich auch zu einem örtlichen Wohlstand, welcher sich unter anderem durch zahlreiche Restaurants, Kinos oder sonstigen Geschäften in Ehrenfeld ausdrückte. Auch wurde viel Geld ausgegeben und investiert in dem Ehrenfelder Karneval. Ein sehr großer Karnevalsverein, der einen gewichtigen Beitrag zum Kölner Karneval leistet.

Der Wirtschaftsboom war sogar so groß, dass ein erheblicher Arbeitskräftemangel entstand und dieser mit Gastarbeitern aus den südeuropäischen Ländern gedeckt wurde. Natürlich blieben viele dauerhaft in Ehrenfeld, was man an den zahlreichen Teestuben oder beispielsweise an Moscheen erkennen kann.

Ehrenfeld im Umbruch

Ab den siebziger Jahren begann dann ein Wandel in der Sozialstruktur und auch der Wirtschaftsstruktur in Ehrenfeld. Viele Betriebe mussten ihre Geschäfte einstellen und deshalb stieg dann letztlich auch die Arbeitslosigkeit vor Ort an. Selbstverständlich führt dies dann natürlich zu einer Kettenreaktion, da die fehlende Kaufkraft der Bürger vor Ort auch zu Problemen der Restaurantbetreiber oder Händler führt. Diese mussten dann letztlich den Standort verlassen und so wurde Platz geschaffen, für eine neue Spezies an Gewerbebetreibenden:

  • "merkwürdige" Kneipen und Gaststätten
  • Ramschläden
  • Spielhallen
  • Callshops
  • Internetcafes

Mit dem fehlenden Geld stieg dann auch automatisch die Kriminalität an und führte zu einer weiteren Verwahrlosung des Stadtteils. Niedrige Mieten führten dann zu einem Renovierungs- und Sanierungsstau, welcher sich dann schnell in das Stadtbild von Ehrendfeld einbrannte. Das Arbeiterviertel drohte zu verwahrlosen.

Die niedrigen Mieten lockten dann im Verlauf der Zeit jedoch auch wieder viele Studenten und Lebenskünstler an. Wobei der Begriff Lebenskünstler vielleicht etwas übertrieben ist und durch den Begriff kulturinterressierte Selbständige ersetzt werden sollte. Diese verwandelten nun die leeren Industriegebäude wieder in sinnvolle Dinge wie:

  • (Musik) Clubs
  • Theater
  • Ateliers

Zu den bekanntesten Clubs gehören sicherlich das Underground, die Ruine, die Live Music Hall oder das Loft. Nicht zu vergessen das Herbrands. Und Menschen, die tanzen und feiern brauchen natürlich auch eine Grundlage dafür und so entstanden viele Szenekneipen und Imbissläden. Obwohl die Kaufkraft vielleicht nicht die größte war, entstanden trotzdem auch interessante und anspruchsvolle Restaurants um die kulinarischen Interessen der Menschen zu befriedigen. Der Stadtteil sprühte vor Kreativität und Ideen und schon öffnete bald auch ein erstes Programmkino in Ehrenfeld. Kultur und Kreativität sind eine besondere Mischung und so folgten bereits kurze Zeit späte auch wieder Unternehmer mit neuen und kreativen Geschäftsideen. Dieser kreative Aufschwang und die Hoffnung auf eine weitere Wertsteigerung des Viertels führte bei vielen Hausbesitzern auch wieder zu einer Bereitschaft Geld in die Hand zu nehmen. Zunehmend wurden die versäumten Renovierungen und Sanierungen doch noch durchgeführt und so glänzten einige Straßen schon wieder mit ihren bunten Gründerzeitfassaden. Der Stadtteil Ehrenfeld hat sich zu einem kreativen und inovativem Fleckchen in Köln entwickelt und sorgt mit seiner großen Diversität bei den Bürgern für eine interessante Mischung. Durch den Zuzug von kreativen und aufstrebenden Firmen sank die Arbeitslosenquote in dem Stadtteil wieder auf ein normales Maß und auch der Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund pendelte sich Ende 2011 bereits wieder um die 30 Prozent ein.

Gebäude und Einrichtungen

Grundsätzlich muss man vorab erwähnen, dass das Viertel eine bunte Mischung aus Bürgerhäusern und Industrierelikuien ist. Noch aus der Gründerzeit erhaltene Bürgerhäuser zählen hier genauso wie die Industriedenkmäler zu den besonderen Merkmalen des Stadtteils Ehrenfeld. Schandflecke wie billige Mietshäuser die einfach in Kriegsbaulücken gebaut wurden, wie auch das Herkuleshochhaus sind jedoch leider auch vorhanden.

Nun berichten wir über die bereits erwähnten "Dreifensterhäuser" von Ehrenfeld. Diese zählen absolut zu den wohl ältesten Häusern in Ehrenfeld und wurden nur deshalb so schnal gebaut, um Steuern zu sparen! Die Kölner waren bereits damals sehr kreativ darin, etwas Geld zu sparen: Keine Steuern zahlen mussten Häuser, die eine Breite von maximal 6,28 Metern (also 20 Fuß) hatten. Dafür wurden die Häuser dann natürlich immer weit nach hinten ausgebaut und sorgten dann doch noch für genug Platz. Oft wurden in der Parterre auch Läden oder Werkstätten eingerichtet. Im späteren Verlauf der Zeit wandelten sich diese dann auch mal in Arztpraxen, Büros oder in Garagen. Bürger mit viel Geld bauten sich dann natürlich aber größere Häuser und Villen um auch Ihren Erfolg deutlich zu machen. Unternehmer und Firmeninhaber wie zum Beispiel Xavier Liek.

Das Neptunbad

Im Jahre 1912 eröffnete sogar eine öffentliche Badeanstalt in Ehrenfeld und ist direkt am Neptunplatz zu finden. Gebaut wurde das Neptunbad von Herrn Johannes Babtist Kleefisch (seines Zeichens damals Stadtbauinspektor). Es gibt sogar eine Statue von "Neptun" in der Schwimmhalle. Der Innenbereich des Bades wurde komplett im Jugendstil eingerichtet.
Nach langer Zeit wurde das Bad im Jahre 1994 dann geschlossen. Es war vermutlich einfach nicht wirtschaftlich und die passenden Gelder von Inverstoren fehlten. Dies konnten anscheinend im Jahre 2002 wieder gefunden werden, denn da wurde das Bad als "Health Club & Spa" wieder neueröffnet.

Haus Scholzen

Früher noch unter dem Namen "Ehrenfelder Hof" findet sich auf der Venloerstraße eine Gaststätte die nun unter dem Namen "Haus Scholzen" geführt wird. Traditionelle Kölner Speisen und sogar eine eigene Hausbrennerei locken in das Haus, welches nun bereit seit 1907 im Besitz der Familie Scholzen ist. Wenn Sie in der Gegend sind, dann ist ein Besuch sicherlich zu empfehlen.

Das Herkuleshochhaus

Und nun kommen wir zu einem kleinen Schandfleck in Ehrenfeld: das sogenannte Herkuleshochhaus. Es ist direkt an der Herkulesstraße zu finden, welches dann die Namensgebung des bunten Hochhauses erklärt. Bunt, weil die Fassade auffallend mit roten, blauen und orangenen Blechen verkleidet ist. Kunterbunt und irgendwie im Mosaikstil angeordnet hat das Haus genau deshalb auch bei den Kölner die lustigen Namen wie "Papageienhochhaus" bzw. "Villa Kunterbunt" erhalten. Das Haus wurde im Jahre 1973 fertig gebaut und ist 31 Stockwerke hoch! Architekt war Herr Peter Neufert. Mittlerweile ist das Wohnen im Herkuleshochhaus nicht mehr sehr begehrt und Wohnungen können dort immer wieder zu günstigen Preisen gekauft werden.

Die Zentralmoschee

Ein weiteres großes und umstrittenes Bauwerk ist die Zentralmoschee an der Venloerstraße Ecke Innere Kanalstraße. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahre 2009 und hier ganz genau am 07. November. Gebaut wurde auf dem Grundstück der "Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion". Entworfen wurde die Moschee von den Gebrüdern Gottfried und Paul Böhm. Sogleich gab es aber auch Gegner des Baues, welche sich in der Bürgerbewegung pro Köln organisierten. Immer wieder gab es deswegen Auseinandersetzungen, welche nun deutlich zurückgegangen sind.

Kirchen und Kapellen

Die älteste Kirche in Ehrenfeld ist die "Marktkapelle St. Mariä Himmelfahrt". Sie befindet sich am Geißelmarkt und wurde durch Johann und Cäcillie Wahlen finanziert bzw. gestiftet. Im Jahre 1860 wurde sie von Vincenz Statz geplant bzw. entworfen. Leider wurde die Kapelle dann im Jahre 1944 durch den Krieg zerstört (bzw. durch die damaligen Bombenangriffe). Im Jahre 1955 wurde die Kapelle durch Herrn Karl Band wieder aufgebaut. Fortan war sie jedoch nicht nur eine Kapelle, sondern auch eine Gedenkstätte für die Opfer aus der NS Zeit und dem 2. Weltkrieg.

Weitere Kirchen sind:

  • Kirche St. Mechtern, welche diesen Namen spätestens im 18. Jahrhundert durch den Volksmund erhielt. Danach wurde die Kirche geschlossen und sogar abgerissen. Im Jahre 1909 wurde an dieser Stelle erneut eine Kirche gebaut, welche wieder den volkstümlichen Namen erhielt und so nun aber auch offiziell genannt wurde. Wieder kam der Krieg und so wurde auch diese Kirche leider im 2. Weltkrieg vollständig zerstört. 1954 wurde wieder eine neue Kirche gebaut und ist ein Werk des Herrn Rudolf Schwarz (Architekt).
  • Friedenskirche Rothehausstraße (Evangelisch): Sie wurde bereits 1876 gebaut und um Jahre 1877 zusätzlich mit einem über 40 Meter hohem Turm versehen! Auch hier schlug der 2. Weltkrieg wieder zu und die Kirche wurde letztlich zu großen Teilen zerstört. Im Jahre 1949 wurde die Kirche wieder eröffnet und dann im Jahre 1950 in "Friedenskirche" umbenannt.

Industrie in Ehrenfeld

Wie bereits vorher schon erwähnt, war Ehrenfeld ein großer und bedeutsamer Industrie und Wirtschaftsstandort für die Stadt Köln. Ein großes und bedeutendes Relikt aus dieser Zeit ist der Heliosturm der in der gleichnamigen Heliosstraße steht. Dieser Binnenleuchtturm (ja, es gab kein Wasser und der Turm hatte nur symbolischen Charakter) wurde 1885 gebaut und gilt immer noch auch als Wahrzeichen von Ehrenfeld. Er wurde nicht als klassischer Leuchtturm genutzt, sondern galt aus Ausshängeschild für die damalige Helios AG. Diese gibt es aber bereits leider gar nicht mehr. Die Helios AG hatte große Erfolge auf dem Gebiet der Elektrotechnik zu verzeichnen. Nun ist der Heliosturm ein Industriedenkmal, zu dem auch noch die alten Bürogebäude auf der Venloerstraße und einige Produktionshallen gehören. Diese Produktionshallen wurde ab dem Jahre 1928 auch für Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen genutzt. Als "Rheinlandhalle" bezeichnet, fand dort unter anderem auch das Kölner Sechstagerennen statt. Mittlerweile werden die Gebäudekomplexe der Firma von einem Fitnessclub, von diversen Ärzten, Geschäften oder beispielsweise auch von Möbelhäusern genutzt. Man sieht also: eine Menge Platz! Seit dem Jahre 1996 leuchtet der Heliosturm übrigens auch wieder, da er mit Leuchtstoffröhren erhellt wird.

Eine weitere große Firma war die "Vereinigten Deutschen Metallfabriken (VDM)" die im Jahre 1930 von einer noch größeren Firma, nämlich der "Bleihröhrenwerke Wilhelm Leyendecker & Cie" übernommen wurde. Heute gibt es einen Bereich der "Leo Amann Park" genannt wird und dort steht ein weiteres Industriedenkmal, nämlich die Produktionsstätten der Fabrik und deren großer Wasserturm. Schön verziert mit Ecktürmen und Zinnen gibt er ein eindrucksvolles Bild ab. Heute wird er nur Blua-Gold-Turm genannt und dies liegt daran, dass der Turm von der ansässigen Karnevalsgesellschaft "Bürgergarde Blau-Gold" wieder restauriert wurde bzw. diese die Restaurierung bezahlte. Der Turm hat eine Funduskammer, einen Partyraum und eine Dachterasse.

Ehrenfelder Friedhof

An der Weinsbergstraße liegt der ehemalige Alte Ehrenfelder Friedhof und ist auch heute noch ein für sich eigenständiger Friedhof, obwohl er an den Zentralfriedhof Melaten angrenzt! Erkennen kann man dies auch noch an dem unterschiedlichen System der Wege und natürlich auch durch eine imposante Mauer, die eine klare Abtrennung darstellt. Angelegt wurde der Friedhof mehr als 60 Jahre nach der Eröffnung des Melaten Friedhofs und das auch nur deshalb, weil die Ehrenfelder Ihre Verstorbenen nicht auf dem großen Melaten Friedhof beisetzen dürften. Der Ehrenfelder Friedhof ist natürlich nicht so große wie der bekannte, große Melaten Friedhof, jedoch verfügt auch er über viele, imposante Gräber, die auch ein Beispiel für den Wohlstand in Ehrenfeld sind.

Kultur und Theater

Wie bereits erwähnt, ist Ehrenfeld ein sehr kreativer Ort und deshalb gibt es dort auch eine große Theaterkultur. Hier eine Auflistung der freien Bühnen in Ehrenfeld:

  • Arttheater
  • Arkadas Theater
  • Kölner Künstler Theater
  • Theater Haus Köln

Außerdem verfügt der Stadtteil auch über ein eigenes Kino. Nämlich das Cinenova Kino. Wie bereits weiter oben erwähnt verfügt Ehrenfeld über eine ausgeprägte Clubkultur mit vielen bekannten und beliebten Clubs und Live Bühnen die in ehemaligen Industrieanlagen installiert wurden.

Verkehrsanbindung

Ehrenfeld hat einen eigenen Bahnhof. Es ist aber nur ein Regionalbahnhof, der von folgenden Linien angefahren wird:

  • RE1
  • RE8
  • RE9
  • RB27
  • RB38
  • S12
  • S13
  • S19

In Ehrenfeld fahren aber auch noch ganz "normale" Straßenbahnen der Kölner Verkehrsbetriebe. Es handelt sich dabei um folgende Linien:

  • Linie 3
  • Linie 4
  • Linie 13

Auch mit dem Auto kommt man gut nach Ehrenfeld, da die direkte Anbindung mit der Venloerstraße ermöglicht ist. Ebenfalls natürlich durch die A 57 welche den Verkehr entlasten soll damit nicht in der Vogelsanger oder auf der Subbelrather Straße ein Verkehrschaos ausbricht.

Prominenz aus Ehrenfeld

Auch wenn Sie vielleicht nicht alle Personen kennen und diese nicht wirklich berühmt sind, so haben sie sich in Köln einen Namen gemacht! Es geht um folgende Persönlichkeiten:

  1. Peter Brings, Musiker
  2. Gerhard Wilczek, Politiker
  3. Günter Wallraff, Journalist
  4. Jean Pütz, TV Moderator

Ferienwohnungen und Pensionen in Ehrenfeld

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