Jahre 1960 bis 1970: Ein toller Club in Deutschland - Dramen in Europa

Der 1. FC Köln feierte in den 1960ern seine größten Erfolge überhaupt. Der Club konnte zwiemal den Deutschen Meistertitel erzielen und wurde insgesamt dreimal Vizemeister. Den Westdeutschen Meistertitel holte der Verein viermal und den DFB-Pokal einmal. Es gab in dieser Zeit immer wieder harte Gefechtswettbewerbe um den Europapokal. So kam der FC einmal ins Viertelfinale zum Europapokal der Landesmeister. Im Halbfinale wurde jeweils einmal gespielt: Pokalsieger sowie Messestädte-Pokal.

Josef Röhrig hatte den FC im Jahre 1960 verlassen. Der erfolgreiche Spieler schoss insgesamt 35 Tore, die er bei 242 Spielen meisterte. 1959 / 60 erreichte der FC bei Oberligarspielen den Westdeutschen Meistertitel. Die Endrunde der Deutschen Meisterschaft wurde vom FC bis zur Vorrunde gespielt. Der Verein ging gegen Werder Bremen, SC Tasmania 1900 Berlin sowie FK Pirmasens als Sieger hervor.

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Zlatko "Tschik" Cajkovski

In den Jahren 1961 / 62 der Oberliga-Saison wurde Zlatko "Tschik" Cajkovski Trainer. Der Jugoslawe wurde von Franz Kremer verpflichtet. Als Trainer fungierte dieser bis dahin nicht, aber Kremer baute auf Cajkovski. Matthias Hemmersbach wurde Stammspieler uns spielte insgesamt zwölf Jahre für den FC. Die Geißböcke wurden drei Mal hintereinander Westdeutscher Meister und konnten den Sieg vier Mal einfahren. Das Spielerpotential wollten alle durch höchste Motivation ausschöpfen, als um die Endrunde der Meisterschaft gespielt wurde.

Die Meistermannschaft im Jahr 1962

In den Jahren 1962 / 63 wurde im Wettbewerb um den Europapokal der Landesmeister gespielt. Dieser war ein Vorläufer zum UEFA Champions League. Die Spielsaison wurde jedoch zu einem Desaster für den Club. Der FC ging als hoher Verlierer hervor und musste mit 1:8 gegen FC Dundee scheiden. Es gab ein Rückspiel, welches der FC mit 4:0 gewann, jedoch reichte dies nicht aus, um aufzusteigen. Bei der letzten Saison, welche in der Oberliga gespielt wurde, lief es besser. Der FC siegte bei der Westdeutschen Meisterschaft das fünfte Mal.

Bundesliga-Meister

1963 wurde die Bundesliga gegründet und Franz Kremer war der FC-Präsident. Treibende Kraft der neuen Liga war Kremer und der 1. FC Köln war als Westdeutscher Meister dabei. Wolfgang Overath sowie Wolfgang Weber kamen zur Mannschaft dazu. Die beiden trugen zur Prägung des Clubs in der nächsten Zeit großartig bei. Sie mutierten zu Stützen der bundesdeutschen Mannschaft. In 542 spielte Overath mit und dies brachte ihm den Titel "Rekorspieler des 1. FC Kölns" ein. Den Sieg zur Bundesliga Meisterschaft konnte der FC sich in der Jahressaison 1963 / 64 sichern.

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Die Meistermannschaft des Jahres 1964

In Europa war der 1. FC Köln in der Meistersaison aktiv. Den Messestädte-Pokal konnte sich der FC sichern und siegte gegen KAA Gent, AS Rom sowie Sheffield Wednesday. Der FC kam ins Halbfinale und spielte gegen FC Valencia. Das Hinspiel wurde 1:4 entschieden und das Rückspiel ging 2:0 aus.

Franz Kremer verstarb und in Rotterdam war das Pech groß

In den Jahren 1964 / 65 spielte der 1. FC Köln in der Bundesliga und verteidigte seinen Titel. Der Verein galt als Favorit und Hannes Löhr wurde neuer Spieler des Clubs. Diesmal lief es für den FC beim Europokal der Landesmeister besser, als noch zwei Jahre zuvor. Partizian Tirana war ein Gegenspieler der ersten Runde. Der FC wetteiferte mit Panathinaikos Athen 1:1. Das Rückspiel verlief 2:1 zugunsten des FC. Erstmalig gehörter der FC Köln zu ersten acht erfolgreichsten Teams Europas. Daraufhin mussten die Geißböcke gegen den FC Liverpool spielen. Hans Schäfer fehlte, da er verletzt war und im ersten Hinspiel gab es kein Tor. Toni Schumacher, der FC-Tormann, leistete fantastische Arbeit im Tor. Denn er hatte sprichwörtlich alle Hände voll zu tun im Tor. Mehr als 90 Minuten lang wehrte er im Spiel gegen Liverpool die hereinschießenden Bälle ab.

Die Liverpooler hatten viele Chancen auf ein Tor. Das Rückspiel ging 0:0 aus und das Entscheidungsfussballspiel wurde im "De Kuip", in Rotterdam, ausgetragen. Es sollte ein ereignisreiches Spiel werden. Der Spieler Wolfgang Weber bekam einen Wadenbeinbruch, wurde kurz behandelt und spielte dann weiter. Die UEFA-Regeln gaben vor, dass der Sieger in einem Münzwurf auserkoren wird. Robert Schaut war damaliger Schiedsrichter und hatte stattdessen eine Holzscheibe. Rot wurde von ihm für Liverpool bestimmt und die Holzscheibe blieb im Gras stecken. Beim zweiten Wurf wurde Rot gezeigt und somit war der 1. FC Köln draußen. In den Jahren 1965 / 66 hatte der FC Köln seine vorrangige Stellung an andere Clubs abgetreten. Im Achtelfinale der Bundesliga scheiterte der FC beispielsweise gegen TSV 1860. Dieser Verein holte sich den Meistertitel.

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