Mit der Fewo Köln in den Hahnwald

Hahnwald

Auf geht es mit der Ferienwohnung-Koeln.com in den Stadtteil Hahnwald. Dort ist die Bevölkerungsdichte auffällig niedrig, nämlich nur 701 Einwohner je km². Die Stadtteilnummer lautet 207 und die Telefonvorwahl ist die 02236.

Stadtteil Nummer Fläche Einwohner
207 2,99 Quadratkilometer 2.000

Die Postleitzahl lautet 50996 und die politische Zuordnung erfolgte zum Stadtbezirk Rodenkirchen.

Die niedrige Einwohnerdichte lässt sich ganz leicht erklären: Der Hahnwald ist ein sehr teurer und luxeriöser Villenort! Hier wohnen reiche Leute in außergewöhnlichen Villen bzw. Häusern.

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Geschichte Köln Hahnwald

Der Name ergab sich durch die frühere Lage des Hainwaldes, welcher im Jahre 1610 als "Hendtgen" und dann ab 1800 als "Haalen" bezeichnet wurde. Sie sehen also einen stetigen Wandel des Namens. Die offizielle Gründung des Stadtteiles ist erst im Jahre 1949 erfolgt, sodass der Hahnwald zu einem der jüngsten Stadtteile von Köln zählen darf.

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Verkehr

Auffällig ist die schlechte Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es fährt lediglich der Bus der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe) mit der Nummer 135. Dies mag daran liegen, dass die reichen Einwohner alle mit dem Auto fahren. Die nächste Autobahn ist die 555.

Villen und Lage

Der Stadtteil zeichnet sich durch die vielen Villen und großzügige Gartenanlagen und einem sehr alten Baumbestand aus. Auffällig ist auch, dass es außer einem Bauernhof und einer Gärtnerei überhaupt keine Geschäfte oder Gewerbeflächen gibt! Keine Kirchen und auch sonst keine weiteren Einrichtungen. Es handelt sich tatsächlich um eine reines Luxus Wohngebiet. Jedes Grundstück hat eine Mindestfläche von 2.000 Quadratmetern und Sie können sich vorstellen, wie schön dort die Gärten angelegt sind. Sehen kann man diese allerdings meist nicht, da die Grundstücke von hohen Mauern und Zäunen umgeben sind. Überwachungskameras sind ebenfalls typisch. Es gibt sogar einen Sicherheitsdienst, welcher Tag und Nacht durch die Straßen der Wohnsiedlung streift.

Ferienwohnung Köln Tipp

Sofern Sie mit dem Auto nach Köln gekommen sind, könnten Sie einmal durch die Straßen der Siedlung fahren um ein Bild von der exklusiven Gegend zu machen. Vielleicht sehen Sie ja Stefan Raab!

Fewo Köln
Willkommen in Köln!

Prominente Bewohner

In einer so exklusiven Gegend wohnen bzw. wohnten natürlich viele reiche und bekannte Personen. Man möchte schließlich unter sich sein. Hier eine kleine Aufstellung einiger bekannter Persönlichkeiten bzw. Bewohner:

  • Katja Burkard
  • Christoph Daum
  • Toni Kroos
  • Hans Meiser
  • Oliver Pocher
  • Stefan Raab
  • Vitalis Pantenburg (siehe unten)

Vitalis Pantenburg im Überblick

Der deutsche Schriftsteller Vitalis Peter Joseph Pantenburg wurde am 3. Juni 1901 in Wittlich im Rheinland geboren und starb 1980. Neben seiner schriftstellerischen Leistung trat er vor allem als Diplomingenieur und Wirtschaftsgeograf, Journalist, Übersetzer und Fotograf in Erscheinung. Dabei fokussierte er sich auf die Wirtschaftsgeografie der Arktis sowie der Subarktis, der Energiewirtschaft und den Wasserbau. Doch nicht nur diese außergewöhnlichen Forschungsgebiete dürften aufhorchen lassen. Denn besonders umstritten ist Pantenburg bis heute, da er als Kriegsspion im Dienste der Nazis in Erscheinung trat.

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Ein Mann von Welt

Nach seinem Abitur am Schiller Gymnasium in Köln, hielt ihn zunächst nichts mehr in Nordrhein-Westfalen. Sein Studium der Wirtschaftsgeografie, Energiewirtschaft und Elektrotechnik führte ihn innerhalb Deutschlands zunächst nach Hannover, später dann nach Stuttgart, Braunschweig und nach München. Durch zahlreiche Studienreisen und Expeditionen sollte er darüber hinaus die nordischen Länder Skandinaviens, Island, Grönland, die Zentralarktis und Kanada besser kennenlernen.

Erste Publikationen und Spionagetätigkeiten

Während der 1930er und 1940er Jahre trat Pantenburg erstmals durch seine Publikationen in Erscheinung. Dabei sollte er ausgerechnet durch nationalsozialistische Schriften von sich Reden machen, während er nebenbei noch für den Kölner Rundfunksender arbeitete. Beiträge wie „Eine Begegnung mit dem Hakenkreuz im hohen Norden“ aus dem Jahre 1935, aber auch Artikel in der nationalsozialistischen Monatszeitschrift „Norwegens Ragnarok“ ließen keine Zweifel an seiner rassenpolitischen Orientierung. Doch nicht nur das: Er war auch Geschäftsführer von „Rhein-Kontor“, einer Kölner Niederlassung, die für die Nordische Gesellschaft arbeitete. Diese galt bereits im Vorfeld des Ersten Weltkrieges als eine wichtige deutsche Spionageorganisation in den skandinavischen Ländern.

Begegnung mit der Arktis

Pantenburg sollte dabei keineswegs seine Fühler nur in den hohen Norden ausstrecken. Mit einer seiner Publikationen aus dem Jahre 1937 stellte er sich die Frage, „Wem gehört die Arktis?“ Weitaus bekannter war jedoch sein 1938 erschienenes Buch „Russlands Griff um Nordeuropa“. Hierin äußerte er sich überaus wohlwollend dem finnischen Volk gegenüber, das sich gegen die russische Expansion zur Wehr zu setzen wusste. Diese Parteilichkeit sollte er auch in seinem 1941 erschienen Aufsatzes „Der Rote Schatten über Nordskandinavien“ beibehalten. In der sowjetischen Besatzungszone des Nachkriegsdeutschlands sollte Pantenburgs Publikation „Russlands Griff um Nordeuropa“ jedenfalls auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt werden.

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Der Fachmann für Skandinavien

In Sachen Skandinavien sollte Pantenburg Zeit seines Lebens als besonderer Kenner auftreten, insbesondere hinsichtlich des Sowjetisch-Finnischen Kriegs 1939/40, über den er mehrere Bücher und Artikel veröffentlichte. Diesen hatte er während seiner Tätigkeiten in Skandinavien selbst miterlebt und wusste von daher, wovon er sprach. Doch bei all seiner Fachkenntnisse richteten sich seine Schriften keinesfalls nur auf Gelehrte. Auch Jugendbücher und Bildbände wurden von ihm veröffentlicht. In zahlreichen Vorträge fürs Radio informierte er seine Zuhörerschaft zudem über Finnland und den hohen Norden im Allgemeinen.

Wie ihn seine Umwelt wahrnahm

Pantenburg wurde im Ausland als hoher Nazi wahrgenommen und galt darüber hinaus als einer der besten Spione in ganz Europa, die im Auftrag der Nationalsozialisten tätig waren. In Finnland trug er sogar den Titel des Meisterspions. Seine Tätigkeiten als Spion wurden ihm dabei durch seine Forschungsreisen und durch seine zahlreichen Aufenthalte in Skandinavien ungemein erleichtert. Es darf von daher nicht verwundern, dass Pantenburg im Frühjahr 1940 als Leiter des deutschen Geheimdienstes nach Lappland beordert wurde. Hier gelang er während seiner kurzen Tätigkeit von nur drei Wochen an alle strategisch wichtigen militärischen Pläne, die die Arktis betrafen. Doch als er die schwedische Festung Boden fotografiert und dabei erwischt wurde, wurde er sogleich verhaftet, in Schweden interniert und nur kurze Zeit später abgeschoben.

Amt des Reichsluftfahrtministeriums

Diese Episode sollte sich jedoch noch lange nicht als das Ende seiner Karriere erweisen. Denn 1943 wurde er als Leiter der „Erprobungsstelle Nord (Arktis)“ des Technischen Amtes des Reichsluftfahrtministeriums in Finse in Norwegen auserkoren. Hier bestand seine Hauptaufgabe in der Ausbildung von Personal in Wetterstationen sowie der Erprobung der hiesigen Gerätschaften und der Erforschung der Lebensbedingungen unter den extremen polaren Verhältnissen. Seine Forschungsergebnisse zur militärischen Wetteraufklärung sollten bahnbrechend sein und sich vor allem hinsichtlich der Bekämpfung der alliierten Nordmeergeleitzüge als entscheidend erweisen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Pantenburg sollte auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin regelmäßig im Radio auftreten und als Hörfunk- und Fernsehautor einige Bekanntheit erlangen. Ab 1945 war Pantenburg wissenschaftlicher Mitarbeiter des Archivs für Polarforschung in Kiel. In der hiesigen Zeitschrift sollte er zwischen 1951 und 1971 regelmäßige Fachartikel publizieren, aber privat auch weiterhin Sachbücher schreiben. Doch er war auch Mitglied der "American Polar Society" und des "Canadian Arctic Circle". Diese Mitgliedschaften brachten ihn nach dem Krieg in den Vorstand der Deutsch-Isländischen Gesellschaft. Mit seiner Frau Lieselotte Kattwinkel, die wie er Schriftstellerin war, sollte er 1949/50 eine Studienreise nach Kanada unternehmen. Die vorige Einreise Pantenburgs wurde jedoch im kanadischen Unterhaus heiß debattiert. Denn nicht jedem passte es, dass der ehemalige Nazi-Spion das Land besuchen sollte. Aus der Studienreise sollten später die Kulturfilme „Neuland im Norden Amerikas“ und „Hier fängt die Welt noch einmal an“ entstehen. Bereits in der Vorkriegszeit bewohnte das Ehepaar Immobilien im Süden von Köln, im Jahre 1938 in Rodenkirchen, und dann ab Ende der 1950er Jahre eine Immobilie im Hahnwald.

Vitalis Pantenburg - Ein Resümee

Der Schriftsteller und Wissenschaftler Pantenburg konzentrierte sich vornehmlich auf populäre wissenschaftliche Werke, die sich nicht nur an Erwachsene richteten, sondern auch an Kinder und Jugendliche. Des Weiteren publizierte er zahlreiche Jugendbücher, aber auch Hörspiele sowie Filme und Berichte für das Fernsehen. Doch auch Reiseführer, wie der bis in die 1990er Jahre neu aufgelegte Führer über die Eifel, erfreute sich großer Beliebtheit. In weiteren zahlreichen Beiträgen und Abhandlungen für Fachzeitschriften schildert Pantenburg seine Forschungsergebnisse und Erfahrungen, in denen von ihm bereisten Gebieten. Für die 1940er Jahre lässt sich dabei feststellen, dass sich Pantenburg vor allem auf Finnland fokussierte, während er sich nach dem Zweiten Weltkrieg vornehmlich mit Kanada befasste. Insgesamt kann Pantenburg auf über 370 Publikationen zurückblicken, die in mindestens 6 Sprachen veröffentlicht wurden.

Im Hahnwald gibt es definitiv keine einzige Pension oder ein Hotel. Oder Wohnen auf Zeit? Auch eine Ferienwohnung ist hier vermutlich nicht zu finden. Vielleicht gibt es aber ja einen reichen Sportler der seine Villa in Abwesenheit auf Airbnb vermietet? Wir wissen es nicht!

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