Klein St. Martin

Bei Klein St. Martin handelt es sich um eine einstige Kirche in Köln. Diese war prägend für das Panorama an der Rheinpromenade. Auch das Groß Sankt Martin Gotteshaus sowie mehrere andere Gotteshäuser bestimmten das Panorama von Köln. Darunter waren auch viele Bauten, die entlang des Rheins lagen. Der Turm der Kirche ist nach dem Horror des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Man baute den alten Kirchturm jedoch wieder auf.

Seine geografische Lage

Wer den Turm besichtigen möchte, findet ihn im unteren Teil der Durchbruchstraße von Ost-West. Diese führt vom Heumarkt am Rhein gelegen bis hin zum Neumarkt. Bei den Ringen, welche zwischen der Augustinerstraße sowie der Pipinstraße liegen, steht der alte Kirchturm. Dieser gehörte zur Klein St. Martin-Kirche und das einstige Schiff der Kirche wurde auf die Stadtmauer gebaut. Die Westseite baute man auf die römische Mauer an. Der Bau stand in paralleller Linie zur einstigen Obermauren-Straße. Zur Pfarre gehörte einst die Südostecke von der Römerstadt. Auch der Marsplatz sowie die Rheinvorstadt gehörten dazu. Diese stammt aus mittelalterlicher Zeit und auch Teilstücke des Heumarktes zählten dazu. Die nördliche Seite des Heumarktes wurde nicht zum Pfarrbezirk gezählt, die Pfarre integrierte jedoch die Rheingasse.

Geschichtlich Wissenswertes

Zur Grundsteinlegung und dem Entstehungsjahr der einstigen Kirche gibt es keine überlieferten Daten. Wissenschaftler meinen aber, dass die Kirche zu der Zeit entstand, als man die Rheinvorstadt in den Mauerring miteinbezog. Historiker nehmen an, dass die Kirche im 10. Jahrhundert entstand, in der zweiten Hälfte. Es war also eine sehr alte Kirche und eine erste Erwähnung gibt es von 1130. In Niederschriften aus Schreinsakten kann man die Kirche von 1130 bis 1140 greifbar machen. Das kleine Gotteshaus wird erstmals 1172 erwähnt. Es existieren Schriftquellen von 1172 bis zum Jahr 1176, worin die Kirche namentlich vorkommt. Damals wurde die Krypta geweiht und dies geht auch aus den Urkunden hervor. Als die Schreinskarten eingeführt wurden, kann man die Kirche urkundlich auch belegen.

Da man die kleine Kirche vom Stift unterscheiden wollte, nannte man sie "Klein St. Martin". Es ist anzunehmen, dass die Kirche um die Zeit von 1460 bis 1486 umgebaut wurde. Es kam ein neuer Turm auf der Westseite hinzu. Auch wurde sie zu einer Hallenkirche mit fünf Schiffen umgebaut. Johann von Langenberg, ein Baumeister in der Zeit, baute im Jahre 1489 eine Wölbung ein. Sie verfügt über einen Knickhelm in gotischem Stil, der eine hohe Ausrichtung hat. Anton Woensam, ein Künstler der damaligen Zeit, fertigte eine Stadtansicht an. Diese Ansicht von Köln stammt aus dem Jahre 1531 und darauf sieht man diese Pfarrkirche.

Die Inneneinrichtung

Diese Martinskirche hatte eine kostbare Inneneinrichtung und Ausstattung. Die Pfarren von Köln bekamen mehr Macht und wurden stärker. Dies zeigte sich auch in den imposanten Bauten und kostbaren Einrichtungen. Das Gotteshaus Klein St. Martin konnte obendrein ihren Pastor frei wählen. Dieses Recht stand der Kirche zu und im Jahre 1317 gab es dreizehn Mitglieder. Das Kollegium bestand aus diesen Wahlmännern, die Pfarrangehörige waren. Eine Familie hatte sogar vier Beteiligte und sie hießen Overstolzen. Ein Vorschlag der Mitglieder gelangte zur Äbtissin des St. Maria im Capitol-Stiftes. Darauf gab die Äbtissin den Vorschlag an den Domprobst weiter.

Im Jahre 1554 bekam die Kirche ein Orgelwerk. Dies war aufwertend für die Kirche und Vitus ten Bendt hieß der Orgelbauer. Das Gotteshaus behielt die Orgel bis zum Jahr 1804. 1802 fand eine Aufhebung statt und später wurde die Orgel nach St. Bartholomäus verfrachtet. Die katholische Kirche steht im Ort Porz Urbach. 1912 wurde die Orgel zum Teil erneuert, wie auch im Jahre 1962. Bis 1802 hatte die Kirche Klein St. Martin Gewicht. Napoleon führte die Säkularisation ein und 1803 kam die Kirche zum Gotteshaus St. Maria im Kapitol. Die Klöster sowie Stifte wurden aufgehoben und somit kam die Kirche zur benachbarten Kirche. Das Gotteshaus wurde zugesperrt und ihr Kirchenschiff diente nach einer Versteigerung nichtgeistlichen Angelegenheiten.



Abriss und Ergänzungen

Im Jahre 1824 kam es zum Abriss des Kirchenschiffes. Die Bausubstanz wurde sehr baufällig und nur der Turm blieb bestehen. Dieser hatte vier Geschosse und blieb alleine stehen. Die Kirche St. Maria verfügte im 18. Jahrhundert über keine Westtürme mehr. Wahrscheinlich gab es diese bereits im 17. Jahrhundert nicht mehr. Daher wurden deren Glocken in Klein St. Martin aufgehängt. Dies wurde seit dem Jahr 1637 so praktiziert. Im Zweiten Weltkrieg kam es zum Totalbrand des Turmes. Der Turm galt jedoch als Kulturerbe, der im Rheinpanorama von Köln lag. Daher baute man den Kirchturm nach dem Krieg wieder auf.

Es wurde allerdings eine Änderung vorgenommen, denn der Turmhelm wurde stumpf und in romanischem Stil erbaut. Diesen erbaute man auch in Pyramidenform, in niedriger Art. Deshalb ragt diese auch nicht über die Rheinfront. Die Spitze des Turmes ziert eine Fahne. Es ist eine Wetterfahne, die vom Künstler Elmar Hillebrand geschaffen wurde. Martin von Tours, der Heilige, ist darauf zu sehen. Im Jahre 1954 bekam das untere Geschoss eine Kapelle zu Andachtszwecken. Sie hat ein Bronezportal, das 1963 entstand. Der Künstler Heribert Calleen kreierte dieses Portal. Auch der Tabernakel wurde von diesem Künstler 1963 erschaffen.

Glocken der Kirche

Zur Geschichte der Glocken gibt es viel Interessantes zu berichten. Es gab eine Doppelnutzung vom Glockenturm. Die Glocken wurden für die Pfarre und auch für das Gotteshaus St. Marien im Kapitol benützt. Diese Kirche liegt benachbart von St. Klein Martin. Die Kirche hatte einst vier Glocken und zwei waren sehr groß. Diese dienten als Hauptgeläut und waren für die Sonntage gedacht. Die größte Glocke wog circa 1100 kg. Edmund Pippin aus Köln war 1721 für ihren letzten Guss verantwortlich. Sie wurde natürlich dem Kirchenpatron, dem Heiligen Martin, geweiht. 1455 sowie 1570 wurden auch Glocken gegossen. Derich sowie Heinrich von Coellen gossen die zweite große Glocke 1571. Sie wog 900 kg und wurde Martin sowie dem Heiligen Sergius gewidmet. Es fanden täglich Messen statt und der Dachreiter besaß eine kleinere Glocke. Johann Schursgyn goss 1500 die Uhrzimbel, die 120 kg wiegt. Ihr Durchmesser liegt bei 56 Zentimetern und 1836 wurde sie veräußert. Sie kam nach Seligenthal, St. Antonius und dort befindet sie sich auch heute noch.

1637 ist das Westwerk der St. Marien-Kirche eingestürzt. Die Kirche hatte fünf Glocken, die alle aus den Jahren 1338, 1447 sowie 1508 stammten. Darunter befand sich auch eine Sturmglocke der Stadt. Sie wurde auch bei Bränden geläutet und vom Volk "Bram-Klock" genannt. Die Uhrzimbel kam daraufhin nach Klein St. Martin. Die Kirche hatte einen größeren Turm und nachdem die Kirche abgerissen wurde, diente der Turm noch als Glockenturm der St. Marien-Kirche. Das Stift wurde aufgehoben und die Großglocken verkauft. Sie kamen nach Boslar, wo die größte noch heute läutet. 1836 wurden Glocken angeschafft, die Heiligen geweiht wurden. Die Glocken sind dem Martin, der Maria sowie Barbara geweiht und wogen miteinander 6000 kg. A, cis´ sowie e´ waren deren Töne. Der Erste Weltkrieg verschonte diese Glocken, sie wurden jedoch im Feuersturm des Zweiten Weltkrieges vernichtet. Daher erklingen seit damals keine Glocken in der Stube.

Alte Erinnerungen zur Kirche

Es gibt einen Holzschnitt, der von Anton Woensam stammt. Darauf sieht man einen Ausschnitt, wo auch die Klein St. Martin-Kirche zu sehen ist. Es stammt von die "Große Ansicht von Köln". Auch die Kirche St. Maria im Kapitol ist darauf ersichtlich, die auf dem Holzschnitt noch mit ihrem Westturm zu sehen ist.

Heribert Calleen ist der Künstler einer Bronzetüre, die in der Andachstkapelle den Eingang ziert. Der Künstler hat die Portaltür im Jahr 1963 gefertigt. In der Mitte des Bronzeportals hat er ein Detail integriert. Das Detail ist rund und ziert die Mitte der Türe. Darin sieht man Jesus Christus mit der Dornenkrone, geschunden auf einem Holzschemel sitzend. Im Jahre 2017 ist der Künstler verstorben und auf dem Melaten Friedhof beerdigt.

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