Ferienwohnung Köln stellt vor: Chorweiler

Der Stadtteil liegt nördlich von Köln. Chorweiler ist circa zehn Kilometer vom Stadtinneren entfernt. Es grenzt östlich an die Neusser Landstraße sowie an Fühlingen. Hier liegt auch der schöne Fühlinger See. Der See wurde dazumal künstlich angelegt. Er besteht aus mehreren Seen. Südlich grenzt Seeberg an Chorweiler. Volkhofen / Weiler bildet die Grenze zum Westen. Dahinter ist die A 57. Blumenberg ist die nördliche Grenze.

Köln Chorweiler

Geschichtliches

Chorweiler ist ein neuer Stadtteil. Der Architekt Fritz Schumacher hatte die Idee zu einer "Neuen Stadt" bereits 1922. 1957 belebte man die Idee neu. Nach dem Krieg gab es eine große Wohnungsnot. Man wollte eine neue Stadt für 100.000 Menschen erschaffen. Hier sollte auf engem Raum das Wohnen, Arbeiten, der Handel, die Freizeit und Soziales alles leicht verkehrstechnisch verbunden werden. Chorweiler setzt sich zusammen aus den Namen Chorbusch und Weiler. In Planung war ein 2-3 km breiter Grünbereich, wo man sich erholen konnte. Die Skyline sollte südlich mit niedriger Bebauung beginnen. Der Stadtteil selbst sollte auf bis zu 30 Etagen ansteigen. Nördlich wollte man Chorweiler wieder abflachen lassen. Die Bebauung dauert bis heute an. Heimersdorf und Seeberg liegen im Süden. Chorweiler wurde in den 1970er sowie 1989er Jahren errichtet. Es entstand eine Plattenbausiedlung. Die größte in Nordrhein-Westfalen. 1972 gab es die ersten Bewohner. 1976 kam ein Einkaufszentrum dazu. Die vorerst geplanten 100.000 Menschen wurden es nicht. Stattdessen waren es 40.000 Bewohner und die Infrastruktur wurde zu groß geplant. Die Bevölkerungsdichte in Chorweiler ist verhältnismäßig groß. Die Hochhäuser haben zum Teil 20 Stockwerke.

Zur besseren Unterscheidung benannte man die Straßen nach gewissen Maßstäben:

  • in Heimersdorf nach Bäumen und in Seeberg-Süd nach Blumen
  • in Seeberg-Nord historischen Personen aus der Geschichte von Köln
  • in Chorweiler-Zentrum nach Städten von Europa (z. Bsp.: Oslo, Florenz)
  • in Chorweiler-Nord nach Flüssen (z. B. Havel, Moldau)
  • in Blumenberg nach Bergen (z. B. Langenberg, Vogelsberg)

Der Sitz des Bundesamtes für Verfassungsschutz befindet sich in Chorweiler. Bis 2015 lag der Migrantenanteil von Chorweiler bei 75 %. Jedes 2. Kind stammt aus einer Familie mit Hartz IV.

Stadterneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen

In den 1980er Jahren kamen die negativen Auswirkungen der verfehlten Wohnbaupolitik zum Tragen. Im Trend der Zeit lagen Altbauwohnungen. Auch das Stadtinnere war als Wohnraum wieder attraktiv, denn hier wurde saniert. Die Mieten in Chorweiler sind relativ niedrig. Dies ist der einzige Grund, nach Chorweiler zu ziehen. Der hohe Ausländeranteil und sozial schwache Bewohner resultierten daraus. Der Stadtteil wurde zu einem sozialen Brennpunkt. Eine verwahrloste Infrastruktur war die Folge. 1985 stand Chorweiler am sozialen Abstellgleis. Daher beschloss der Stadtrat, die Wohnqualität wieder zu beleben. Man beschloss Sanierungsmaßnahmen. Die Stadtbewohner sollten einbezogen werden. Man schuf verkehrsberuhigte Zonen sowie viele Parks zur Erholung. Ein Jugendzentrum wurde eröffnet. Auch eine Selbsthilfegruppe entstand. Von 1989 bis 1997 setzte man Sozialarbeiter, Stadtplaner und Architekten ein, die ein Büro im Stadtteil eröffneten. Die Wohnsituation wurde verbessert. Danach standen Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen am Programm. Chorweiler hatte mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Es entwickelte sich ein Handwerkshof. Mit Berufsvorbereitung, Weiterbildung und Qualifizierung setzte man Maßnahmen zur Verbesserung. Dieses Büro wurde allerdings 1996 aufgelöst. 1997 setzte man Schwerpunkt für die Kinder- und Jugendarbeit mit Sozialarbeitern. Freizeitangebote sowie Bildungsangebote wurden geschaffen. Das Freizeitbad Aqualand wurde als Attraktivität in Chorweiler eröffnet. Auch das City-Center, ein Einkaufszentrum, entstand.

Bildung

Die Heinrich-Böll-Gesamtschule, eine Grundschule, eine Waldorfschule, eine Real- und Hauptschule befinden sich in Chorweiler. In der Volkshochschule in Chorweiler können verschiedene Kurse besucht werden.

Sport und Freizeit

Ein Hallenbad, eine Stadtbücherei und ein Veranstaltungssaal befindet sich ebenfalls in Chorweiler. Drei Fußballplätze befinden sich neben der Bezirkssportanlage. Eine Kletterhalle bietet weiteres Freizeitprogramm im Stadtteil. Auch eine Tennisanlage befindet sich in Chorweiler. Viele Kleingärten wurden zwischen Chorweiler-Nord sowie Fühlingen bepflanzt und errichtet. Die Bewohner pachten diese. Im Nordwesten befindet sich ein Waldgebiet zur Erholung.

Einkaufsmöglichkeiten

Im Zentrum von Chorweiler befindet sich das Einkaufszentrum. Viele Gastronomiebetriebe, 120 Shops und zwei Supermärkte sind hier untergebracht. Die S-Bahn befördert die Bewohner innerhalb von 15 Minuten in die Innenstadt.

Religionen

Am Pariser Platz steht die katholische Pfarrkirche Hl. Papst Johannes XXIII. Die Synagogengemeinde kaufte den Pfarrsaal 2007. Er wurde zum Gemeindezentrum umgebaut. Russischsprachige Juden sind hier organisiert. Sie wanderten aus der ehemaligen Sowjetunion ein. Die evangelische Kirchengemeinde Köln-Neue Stadt befindet sich ebenfalls in Chorweiler. Wegen des hohen islamischen Migrantenanteils ist in Chorweiler auch eine islamische Gemeinde vertreten.