Ferienwohnung Köln stellt vor: Esch/Auweiler

Der Stadtteil Esch / Auweiler hat in etwa 6701 Einwohner sowie eine Fläche von 7,61 km².

Die Lage

Esch/Auweiler liegt im Norden von Köln. Der Stadtteil besteht aus einem Doppelort. Die vorherigen Gemeinden Esch und Auweiler gehörten zuvor zur Gemeinde Sinnersdorf.

Esch / Auweiler grenzt nördlich gesehen an Roggendorf / Thenhoven sowie an die Bundesautobahn 57. Östlich grent Köln-Pesch an den Stadtteil, südlich wird der Stadtteil von der Bundesautobahn A 1 abgeteilt. Orr ist ein kleiner Ort im Westen von Esch / Auweiler. Sinnersdorf begrenzt den Stadtteil nordwestlich.

Zur Geschichte

Bereits aus der Jungsteinzeit lassen sich die ältesten Funde für das Escher Gebiet nachweisen. Es wurden Fundstücke auf den östlichen und westlichen Hügeln gefunden. Diese liegen entlang des alten Rheinarmes. Auch aus der Römerzeit gibt es etliche Funde. Die römischen Trümmerstellen liegen auf Escher Gebiet. Die Fundstellen sind wahrscheinlich fünf kleinen Villae rusticae zuzuordnen. Es handelte sich um Gutshöfe, die eingezäunt waren. Herrenhaus, Stallungen, Scheunen und Gesindehaus gehörten dazu. Diese dienten zur Versorgung der Bewohner aus der Provinzhauptstadt Köln. Auch das Militär wurde versorgt. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus den Villae rusticae wurden hierzu benutzt. Eine römische Fußbodenheizung wurden in der alten Dorfkirche St. Martinus freigelegt. Sie wurden am nördlichen Pfeiler entdeckt. Man kann diese heute besichtigen. Es gibt Glasplatten, die begehbar sind zu diesem Zweck. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 989. Der Kölner Erzbischof Everger erwähnte hierin Ascha-Esch das erste Mal. Esch bestand aus Höfen. Deren Lage ist teilweise bis heute unverändert. Auch werden manche noch bewirtschaftet.

Ganze 900 Jahre war die Landwirtschaft in Esch von großer Bedeutung. Landwirte, Pächter, Landarbeiter oder Knechte lebten von der Landwirtschaft. Die Bevölkerungsstrukturen änderten sich mit Einsetzen der Industrialisierung gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts. Die Stadt Köln wuchs gewaltig. Esch hatte bereits zu Zeiten der urkundlichen Erwähnung enge Kontakte zu Köln. Esch war von Köln beeinflusst. Die Kölner Stifte und Klöster besaßen Grund, Boden und zum größten Teil auch die Menschen, die darauf wohnten. Das Kloster Groß St. Martin war hier vorherrschend. Die Patrizier der Stadt Köln legten ihr Vermögen in Grundbesitz an. Das Vermögen erwarben sie durch Handel und kauften Umland auf. Somit entstand auch der Landadel.

Römisch-katholische Kirchengemeinde

Die römisch-katholische Kirche in Esch heißt St. Martinus. Die Kirche stammt aus dem Mittelalter und ist Zentrum des Ortskerns. Sie wurde etliche Male umgebaut und erweitert. Die ältesten Spuren stammen aus dem 11. Jahrhundert. Die Saalkirche wurde 1200 erhöht. Eine Erweiterung entstand auch durch ein nördliches Seitenschiff. Ein Seitenschiff auf der Südseite kam im 13. Jahrhundert dazu. Ein romanischer Viereckturm wurde auch gebaut. Die 1990er Jahre brachten der Kirche gotische Neugestaltungen. Blumenmotive wurden am Gewölbe dekoriert. Die alte Dorfkirche wurde bald zu klein, denn der Ort erweiterte sich. Es entstanden Neubausiedlungen. So wurde zwischen 1967 und 1969 eine neue Kirche gebaut. St. Mariä wurde nach Plänen des Architekten Hans Schilling gebaut. 1997 kam das Martinushaus dazu. Es steht gegenüber der neuen katholischen Kirche.

Escher See

Der Stadtteil Esch ist auf dem Gebiet vom einstigen Rheinarm beheimatet. Hochwertiger Sand sowie Kies waren im Grund vorhanden. Der Abbau ließ einige Baggerseen entstehen. 2003 wurde der Badebetrieb eingestellt. Ein privater Unternehmer betreibt jedoch seit 2007 ein Freibad mit dem Namen Sundown Beach. Auch Angler nutzen den See. Außerdem gibt es einen Rundwanderweg für Spaziergänger.

Auweiler

Die Geschichte von Auweiler ist verknüpft mit Esch. Esch war das Nachbardorf von Auweiler. Der Fronhof Esch wurde 989 an das Kloster Groß St. Martin verschenkt. Auch Ländereien von Auweiler gehörten wohl dazu. 1312 wurde Auweiler erstmals urkundlich erwähnt. "Ourwiler" wurde das Acker- und Gartenland damals genannt. Ein Hanerhof findet in der Richenchronik 1638 Erwähnung. Dieser befand sich in Auweiler. Das Amt Hülchrath war im Mittelalter für Auweiler zuständig. Es bestand im 18. Jahrhundert aus etlichen Hauptgerichten. Auweiler gehörte zum Hauptgericht Griesberg. Das Gebiet bestand aus Hofsiedlungen. Die Pfarrei Esch hatte wohl in Auweiler ihren Haupthof.

Auweiler wurde mitsamt Esch in der Franzosenzeit dem Kanton Dormagen einverleibt. Nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 teilte sich die Verwaltung von Esch sowie Auweiler. Esch gehörte ab dann zur Bürgermeisterei Stommeln. Auweiler ging an Pulheim. Die Großstadt Köln besitzt so gut wie keine Gebiete ohne Ampeln oder Hochhäuser. Auweiler gehört zu den wenigen Gegenden, wo es beides nicht gibt. Es wird gesagt, dass der offene Dorfplatz durch Zuschüttung von Teichen seine Form bekam. Einige große Gehöfte mit kleineren Häusern gruppieren sich um den Platz. Mittelpunkt jedoch ist der Pohlhof. Dieser ist auch über die Grenzen Kölns hinaus weithin bekannt. Es befindet sich ein Gasthof mit Biergarten darin. Auweiler pflegt freundschaftliches Nachbarschaftsleben mit Esch. Traditionen werden hoch gehalten und mit Festen und Vereinen gefördert.


Verkehr

Zwei Buslinien der Kölner Verkehrs-Betriebe verkehren in Esch und Auweiler.

  • 125 Weiler – Chorweiler – Longerich – Pesch – Esch – Pulheim-Sinnersdorf
  • 126 Bocklemünd – Mengenich – Auweiler – Esch – Weiler – Chorweiler

Ehrenbürger der Viertel...

...sind Konstantin Eßer aus der Gemeinde Sinnersdorf. Seit dem 1. Januar 1964 ist er Ehrenbürger von Esch. Franz Päffgen aus der Gemeinde Sinnersdorf ist ebenfalls seit dem 1. Januar 1964 Ehrenbürger von Esch. Heinrich Schauff aus der Gemeinde Sinnersdorf ist seit dem 1. Januar 1964 Ehrenbürger von Auweiler.