Ferienwohnung-Koeln.com stellt vor: Höhenberg

Höhenberg liegt im Olten Kölns. 1927 wurde Höhenberg ein Stadtteil Kölns. 50 % von Höhenberg bestehen aus Grünflächen.

Koeln Höhenberg

Geographisches

Der Boden ist sehr löss- und lehmhaltig. Nördlich grenzt der Stadtteil an Buchheim. Östlich grenzt Höhenberg an Merheim und Ostheim. Die südliche Grenze bildet Vingst. Nördlich bildet Kalk die Grenze zum Stadtteil.

Hochmittelalter bis Frühe Neuzeit

1683 werden zwei Felder mit "Auf dem Höhenberg" angeführt. Es ist eine Flurbezeichnung. Zwischen 1147 und 1803 verlief hier die Grenze zwischen dem Herzogtum Berg sowie Kurköln. 1803 kam es zur Säkularisierung des kurkölnischen Gebietes. Die rechtsrheinischen Besitztümer fielen ans Herzogtum Nassau-Usingen. Die Gebiete des heutigen Stadtteils fielen nach dem Wiener Kongress an Preußen. Trotz der verkehrsgünstigen Lage siedelten hier keine Menschen. Erst 1863 wurde ein "Chausseehaus Hohenberg" verzeichnet.

Erste Bebauung

1870 eröffnete das Hochofenwerk Germania auf dem Gebiet. Das Werk ging jedoch schon einige Jahre danach in Konkurs. Das Fort X wurde gegründet. 1896 kam es zum Truppenübungsplatz für Soldaten der Hacketäuerkaserne sowie der Kronprinzenkaserne. Erst um die Jahrhundertwende fand eine erste Bebauung statt. Mehrstöckige Mietshäuser wurden errichtet. Zwischen 1908 und 1910 wurde die Kirche St. Elisabeth gebaut.

Entwicklung

Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft AG übernahm nach dem Ersten Weltkrieg das ehemalige Hochofenwerksgelände. Bis 1928 wurden 1500 Wohneinheiten errichtet. Neben Geschäften wurde auch die katholische Volksschule gebaut. Diese Germaniasiedlung war zur damaligen Zeit eine der größten Deutschlands. Weitere Wohnungen und Läden entstanden neben der Germaniasiedlung. Auch ein Lichtspieltheater wurde gebaut.

Nachkriegszeit

Die Häuser der Germaniasiedlung wurden zerstört. Sie wurden durch moderne Neubauten ersetzt. Die in den 1930er Jahren entstandene Schultheis-Siedlung wurde ab 1950 zu Höhenberg gerechnet. Sie bestand aus mehrgeschossigen Mietshäusern. Heimatvertriebende aus ehemaligen deutschen Gebieten wurden hier untergebracht. Die Wohnungen hatten zwei Räume ohne Bad. Der Vermieter baute deshalb das Gemeinschaftsbadehaus Oranienbad. 1955 bekam Höhenberg eine eigene Schule. Die St. Elisabeth Kirche wurde erst 1957 nach ihrer Umgestaltung wieder eröffnet.

1960er und 1970er Jahre

Der Gastronomiebetrieb Katharinenburg wurde abgerissen. Daraufhin baute die Deutsche Bundespost 1962 hier eine Wohnsiedlung. Sie war vorerst Postbediensteten vorbehalten. Die Central Krankenversicherung baute einie Jahre darauf einige Wohnblocks. Die Schultheis-Siedlung 1965 von italienischen Gastarbeitern bewohnt. Daher wurde sie "Klein-Italien" genannt.

1980 bis heute

Seit den 1980er-Jahren gab es in Höhenberg keine größeren Wohnsiedlungsbauten mehr. Die Schultheis-Siedlung verkam zusehends. So wurden die Wohnungen nur noch an Gastarbeiter und Hilfsbedürftige vermietet. Privatpersonen türkischer Abstammung kauften einige Wohnblocks. Danach kam es zu Sanierungsarbeiten. Ab 1994 wurde die Ferienfreizeit HöVi-Land für Kinder und Jugendliche für sozial Schwache veranstaltet. Diese findet immer in den ersten drei Wochen der Sommerferien nahe des Vingster Freibades statt. Die Teilnahmegebühren betragen pro Kind nur 15 Euro pro Woche. Aus dieser Organisation wurde auch eine Berufsstarthilfe sowie eine Drogenberatung eingerichtet. 2004 wurde die Germaniasiedlung saniert.

Verkehr

Der Ort ist an das Kölner Straßennetz angebunden. Es gibt einen Anschluss an die Autobahnen 3 und 4. In Höhenberg gibt es zwei Haltestellen zur Stadtbahnlinie 1. Die Buslinien 151, 152 und 153 verkehren zu den rechtsrheinischen Stadtteilen.

Bildung

1992 wurde die Katharina-Henoth-Gesamtschule gebaut. Die Gemeinschaftshauptschule Hauptschule Nürnberger Straße besteht ebenfalls hier. Es gibt sechs Kindergärten und einen Schulhort. Das Seniorenheim Oranienhof gibt es seit den 1960er Jahren. Außerdem existiert seit 2008 das Jugendwohnheim St. Gereon.

Geschäftswelt

Das Geschäftszentrum liegt an der Olpener Straße. Es gibt drei Supermärkte und einige Einzelhandelsgeschäfte. Am Bennoplatz steht das Best Western Hotel. Daneben gibt es drei Restaurants mit internationaler Küche und neun Gaststätten. Die Großbäckerei Kronenbrot ist das noch einzige Produktionsunternehmen in Höhenberg.

Vereine

Der TuS Köln rrh. im Sportpark Höhenberg bietet Breitensport. Fußball, Tennis, Schwimmen und Leichtathletik wird angeboten. Der FC Viktoria Köln ist auch in Höhenberg ansässig. Der Tennisclub Viktoria Köln hat über 300 Mitglieder. Der Fußballverein DJK Siegfried Kalk ist an der Merheimer Heide vertreten. Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus Köln-Höhenberg von 1924 e. V. hat eine Anlage am Höhenburger Ring.

Veranstaltungen

Die KG Höhenberger Junge organisiert vor Karneval ein Wochenende Veranstaltungen. Es gibt eine Damensitzung, eine Discoveranstaltung und eine Kindersitzung. Essen und alkoholfreie Getränke wird gesponsert. Am Karnevalssamstag gibt es einen Narrenumzug. Das Schützenfest wird im August veranstaltet. Die Bewohner der Germaniasiedlung feiern ebenfalls im August ein Straßenfest.

Freizeit

1975 wurde ein Hallen- und Freibad eröffnet. Nach einer Sanierung wurde das Bad mit einer Saunalandschaft 2007 wiedereröffnet. Es fand eine Umbenennung in Höhenbergbad statt. Die Schwimmhalle ist dreieckig. Es gibt eine 83 Meter lange Wasserrutschbahn und zwei Sprungbretter. 1920 wurde das Naherholungsgebiet Merheimer Heide fertiggestellt. Im Westen der Heide liegt der Sportpark. Das Flughafenstadion hat eine Kapazität für 12.000 Zuschauer. Es bestehen auch Schrebergartensiedlungen. Daneben gibt es noch einige Bolzplätze, einen Außenbasketballplatz und eine Skateranlage.

Bauwerke und Denkmäler

Die St. Elisabeth: St. Elisabeth ist eine dreischiffige Backstein-Hallenkirche. Sie wurde in den Jahren 1908 - 1910 erbaut. Der Innenraum besitzt thematische Verglasungen, Nebenaltäre sowie Heiligenfiguren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche erst 1956 / 57 repariert und erweitert. Die Kirche hat auch ein Taufbecken aus Marmor, Kreuzwegstationen aus Emaille und einen Osterleuchter. 1968 bekam die Kirche eine neue Orgel. Die Kirchenverglasung wurde zwischen 1982 und 1988 mit Scheiben ersetzt. Deren Bemalung übernahm der Maler Hans Rolf Maria Koller.

Der Mülheimer Friedhof: 1904 wurde der Mülheimer Friedhof eröffnet. Die Fläche beträgt fast 20 Hektar und es ist ein Park dabei. Das 1903 gebaute dreiteilige Eingangstor ist dicht mit Efeu bewachsen und steht unter Denkmalschutz. Der Hauptweg mit alten Bäumen führt zu einem Rondell. Dort wurde das Hochkreuz errichtet. Hinter der Trauerhalle befindet sich ein Ehrengräberfeld für Gefallene des Zweiten Weltkrieges.