Ferienwohnung Köln präsentiert: Merkenich

Der Stadtteil Merkenich liegt linksrheinisch. Es ist ein nördlicher Stadtteil von Köln.

Köln Merkenich

Merkenichs Lage

Merkenich umschließt die Gebiete von drei Rheindörfern, jeweils von Süden nach Norden. Es handelt sich dabei um Merkenich, Rheinkassel und Langel. Im Westen liegen die Industrie- und Gewerbegebiete. Das kleine Dorf Feldkassel ist in den 1970er Jahren völlig abgerissen worden.

Der Fühlinger See bildet die Grenze zu diesen Gebieten. Kasselberg liegt im Südosten von Rheinkassel. Der Ort besteht nur aus einem Gasthof, einem Campingplatz und ein paar Wohnhäusern. Bei kleinstem Hochwasser bereits ist Kasselberg von Überschwemmungen betroffen. Eine Dammstabilisierung schützt Merkenich seit einigen Jahren sehr gut vor Hochwasser. Es gibt noch den Ort Langel. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem Stadtteil Langel, der sich rechtsrheinisch befindet.

Geschichtliches

Entlang einer römischen Straßenverbindung, die von Köln über Neuss und Xanten nach Nijmegen ging, lagen die Dörfer Langel, Kasselberg sowie Rheinkassel. Wachtürme befanden sich an den Ufern des Rheins. Der Rhein bildete die Grenze des Imperiums von Rom. Es wird daher vermutet, dass ein Wachturm auch die Basis der Pfarrkirche in Merkenich bildete. In der Kirche St. Brictius wurde 1885 beim Abriss der alten Kirche ein Weihestein aus römischer Zeit gefunden. Daneben gibt es noch die romanische Kirche St. Amandus in Rheinkassel. Es könnte sein, dass die Kirche ebenfalls auf einem Wachturm erbaut wurde. Es kann aber stark angenommen werden. Denn die Kirche liegt an einer Wuppermündung. Diese Flussmündungen wurden speziell bewacht. Das Dorf Feldkassel wurde abgerissen. In dessen Umgebung gab es zur Römerzeit viele Ziegeleien. Dachziegel wurden in Feldkassel auch im 19. Jahrhundert hergestellt. Die Kirche in Merkenich wird wohl fränkischen Ursprungs gewesen sein. 1047 fand der Name Lachem erste urkundliche Erwähnung. Groß- und Klein Lachem hatten ihre Hofnamen davon abgeleitet. Die Gehöfte liegen im Westen von Merkenich. 1236 wurde der Name Merkenich erstmals erwähnt. Der Name taucht in einer Verkaufsurkunde auf. Hier wurde auch ein Ritter von Merkenich angeführt. Merkenich hatte im Mittelalter große Höfe. Die Stifte und Klöster waren zumeist die Eigentümer. 1794 wurde Merkenich von den Franzosen besetzt. So wurde Merkenich der Mairie Worringen im Kanton Dormagen einverleibt. Das britische Militär beschlagnahmte nach dem Ersten Weltkrieg den Groß-Lachem Hof, der bei Merkenich liegt. Am 1. April 1922 erfolgte die Eingemeindung von Merkenich. Die Ford-Werke wurden in den 1930er Jahren in Köln-Niehl gebaut. Dadurch wurde die Straßenverbindung nach Köln-Niehl unterbrochen. Eine neue Schule wurde 1938 in Merkenich errichtet. Ein Heiz- und Kraftwerk wurde gegen Ende der 1950er Jahre im Süden gebaut. Auch der Esso-Hafen kam dazu. Eine Esso-Raffinerie wurde direkt auf dem Boden der Höfe Klein-Lachem sowie Groß-Lachem gebaut. Danach wurde ein Werk von Exxon-Chemicals aus der Anlage.

Kirchen in Merkenich

Folgende Kirchen finden sich im Ort:

  1. Die katholische Kirche St. Brictius
  2. Die katholische Kirche St. Amandus in Rheinkassel
  3. Die katholische Cohnenhofkapelle in Langel
  4. Die evangelische Andreaskirche

Die katholische Kirche St. Brictius hat einen Turm aus dem 12. Jahrhundert. Das Obergeschoss sowie der Knickhelm wurden erst 1886 gebaut. Der Turm steht seit 1964 frei. Die neuromanische Kirche wurde abgerissen und machte einem Neubau Platz. Eine Inschrift am Kaplanshof besagt, dass dieser im Jahre 1784 errichtet wurde. Der Kaplanshof ist ein Vierkanthof mit dazugehöriger Toreinfahrt. Das Fachwerk der Wirtschaftsgebäude ist teilweise noch erhalten.

Industrie

Rheinkassel sowie Langel sind beliebte Wohngegenden in Köln. Sie sind von Feldern umgeben, das Grün und die ruhigere Lage sind bevorzugte Gebiete für Familien mit Kindern. Dagegen ist Merkenich von Industrie umgeben. Im Süden befindet sich das Heizkraftwerk Merkenich. Der Schornstein ist in ganz Merkenich zu sehen. Er ist 250 Meter hoch. Im Westen befinden sich die Chemiebetriebe Wacker sowie ExxonMobil. Im Norden sind die Ford-Werke zu finden.

Verkehr

Verkehrstechnisch gesehen hat Merkenich einen Anschluss an die Bundesautobahn 1. Auch die A 57 kann schnell erreicht werden. Das Autobahnkreuz Nord ist hier gelegen.
Die Rheinfähren nach Wiesdorf sowie Hitdorf sind sehr alt. Betriebsbereit ist nur noch die Fähre Langel nach Hitdorf. Auch eine Personenfähre liegt hier. Im Norden befördert sie Personen von Merkenich zu den Bayer-Werken in Leverkusen.

  1. Merkenich ist an das Kölner Stadtbahnnetz angebunden
  2. Die Stadtbahnlinie 12 der Kölner Verkehrsbetriebe mit den Haltestellen: Merkenich – Fordwerke – Wilhelm-Sollmann-Straße – Nippes – Ebertplatz – Friesenplatz – Barbarossaplatz – Eifelstraße – Zollstock
  3. In Rheinkassel, Langel und Feldkassel verkehrt die Buslinie 121 mit den Haltestellen: Langel – Rheinkassel – Merkenich – Feldkassel – Chorweiler – Lindweiler – Longerich – Bilderstöckchen – Neusser Straße/Gürtel