Ferienwohnung Köln stellt vor: Neubrück

Neubrück liegt rechtsrheinische im Stadtbezirk Kalk.

Köln Neubrück

Geographisches

Neubrück liegt auf ehemaligem Sumpfgebiet. Bis 1935 wurde das Gebiet landwirtschaftlich genutzt. Nordöstlich grenzt Neubrück an den Stadtteil Brück, im Osten an Rath / Heumar, südwestlich an Ostheim sowie westlich an Merheim.

Geschichtliches

In den 1950er Jahren wurden in Köln weitere Wohngebiete für die Arbeiter und Verwaltungsmitarbeiter sowie für Heimatvertriebene benötigt. Es bestand bereits die Bruder-Klaus-Siedlung sowie die Stegerwaldsiedlung in Mülheim. 1959 wurde eine weitere Großsiedlung für circa 15.000 Einwohner beschlossen. Als geeignet wurde das unbebaute einstige Rollfeld angesehen. Dieses wurde von 1937 bis 1945 betrieben. Die Kaufverhandlungen gestalteten schwierig, da das Bundesverteidigungsministerium nicht ausschließen konnte, dass das Rollfeld auch in Zukunft eventuell gebraucht wurde. Daraufhin nahm Konrad Adenauer selbst Einfluss auf die weiteren Gespräche und intervenierte bei Franz Josef Strauß. Es wurde daraufhin zum Verkauf freigegeben.

Die Ortsteile von Brück waren zwei Kilometer voneinander entfernt und die Bewohner fühlten sich nicht miteinander verwoben. Auch 25 Jahre nach den ersten Wohnsiedlungsbauten konnte kein Zusammengehörigkeitsgefühl aufkommen. Es gab keine Berührungspunkte, die von Bedeutung gewesen wären. Daher gab es eine Initiative vom damaligen Bezirksvertreter Ralph Sterck mit dem Bürgerverein Neubrück. Die Initiative wollte die Großwohnsiedlung vom bisherigen Stadtteilgebiet trennen. Am 7. Mai 1992 wurde die Hauptsatzung bei der Stadt Köln beantragt. Diese besagte, dass aus Brück und Neubrück eigenständige Stadtteile werden sollten.

Die Bürgervertreter des alten Stadtteils unterstützten den Antrag, denn die "Adenauer-Siedlung" wurde nie als zu Brück dazugehörig angesehen. Zwischen den Gebieten befand sich an der Hans-Schulten-Straße ein Hochhaustrakt. Es gab eine demokratische Befragung, zu welchem Stadtteil sie gehören wollten. Über 80 % der Befragten entschied sich für Brück. Am 24. September 1992 wurde daraufhin vom Rat der Stadt Köln eine Neugliederung des Stadtteilgebietes von Brück in zwei eigenständige Stadteile - Brück und Neubrück - beschlossen.

Lärmbelastung

Die Haupteinflugschneise vom Flughafen Köln / Bonn liegt im Südwesten von Neubrück. Somit gehören 48 Straßen in Neubrück zur Nachtschutzzone. Sechsmal pro Nacht wird ein Lärmwert von 75 dBA erreicht. Der Flughafenbetreiber finanziert den betroffenen Bewohnern per Antrag die Schlafräume mit Doppelverglasung, schallgeschützten Rollladekästen sowie Belüftern. Somit kann ein Lärmpegel von 55 dBA, der für die Nachtruhe erforderlich ist, erreicht werden. Auch gibt es viele Starts und Landungen des Rettungshubschraubers Christoph 3 des Klinikums Merheim. Nebenbei liegt das Stadtteilgebiet im Westen gleich neben dem Autobahndreieck Heumar sowie dem Autobahnkreuz Köln-Ost. Einige Jahrzehnte lang kam es dadurch zu zusätzlicher Lärmbelastung der Bewohner. Eine Lärmschutzwand wurde zwischen 2003 und 2005 erbaut. Dies trug deutlich zur Verbesserung bei.

Religion

Die Mehrheit von Neubrück ist katholisch, gefolgt von evangelischen Bürgern. Am 27. Januar 1966 wurde Adelheid von Vilich heilig gesprochen. Ihr zu Ehren kam es zur Benennung der Pfarrgemeinde in "St. Adelheid". Der Grundstein für die Kirche St. Adelheid wurde am 27. Juni 1966 gelegt. Der Kurienkardinal Giuseppe Antonio Ferretto war Grundsteinleger.

Vereine und Kultur

Im Süden gibt es ein privat betriebenes Sportcenter. Hier kann man Tennis, Squash und Minigolf spielen. Auch verschiedene Veranstaltungen wie Karnevalssitzungen oder Konzerte werden hier im Gastronomiebereich organisiert. Es gibt zahlreiche Sportanlagen der Sportvereine SV und TC Rot-Schwarz Neubrück. Badminton, Basket- und Volleyball wird durch DJK Neubrück angeboten. Der Bürgerverein wurde 1970 gegründet. Er hat in etwa 570 Mitglieder und es ist der größte Bürgerverein im rechtsrheinischen Köln.

In Neubrück befindet sich ein Kinder- und Jugendmundarttheater. Es ist das einzige dieser Art in Deutschland, "Kölsch Thiater Köln-Neubrück e. V.", genannt. 1990 gewann es den ersten Kölner Theaterpreis.

Baggersee

In den Sommermonaten wird das Gebiet um einen großen Baggersee zum Sonnenbaden genutzt. In dem Baggersee ist das Baden aus Sicherheitsgründen jedoch untersagt. Der See gehört einem Betonhersteller, der Sand und Kies abbaute.

Sehenswertes

Zu erwähnen ist hier noch:

  • Der Grundstein dieser Siedlung, datiert vom 26. August 1965. Die Jahreszahl "1965" ist eingraviert. Es befindet sich an der Frontseite eines Einfamilienhauses in der Briandstraße 13.
  • Die ehemalige Flughafenringstraße vom Fliegerhorst Ostheim in der Josef-Gockeln-Straße. Heute ist es ein Fahrradweg.
  • Eine Metallskulptur befindet sich auf dem Schulhof der Kurt-Tucholsky-Hauptschule. Der Künstler ist unbekannt.