Ferienwohnung-Koeln.com stellt vor: Ostheim

Ostheim liegt im Osten Kölns im Stadtbezirk Kalk. Ostheim war bis zum 19. Jahrhundert ein kleiner Ort. Im Zuge der Industrialisierung von Kalk und Mülheim zogen auch viele Arbeiter in Wohngebiete nach Ostheim. Die Einwohnerzahl stieg in den Jahren 1950 bis 1980 hoch an. Leider entwickelte sich der Stadtteil zum sozialen Brennpunkt.

Köln Ostheim

Geographisches

Früher bestand auf dem Gebiet Sumpfgebiet. Die höchste Erhebung ist der Vingster Berg. Nachdem im Zweiten Weltkrieg viele Häuser zerstört wurden, schüttet man die Trümmer auf einen Haufen. So entstand hier der 64 Meter hohe Vingster Berg.

Geschichtliches

1147 steht in einer Urkunde, dass Papst Eugen II der Abtei Deutz die Länder und Besitztümer bestätigt. Die Urkunde erwähnt die Heimstätte Oestheim. Es ist anzunehmen, dass der Ursprung des Namen von der Lage im Osten herrührt. Andere Meinungen glauben, dass die Lage im Osten zum Maarberg darauf zurückgeht. Im 18. Jahrhundert wurde die Servatiuskapelle gebaut.

In den 1970er Jahren begann man mit dem Bau einer Siedlung. Es wurden Wohnungen für in etwa 2500 Menschen geplant. Das Viertel wurde mit vielen Hochhäusern in der Gernsheimer Straße errichtet. Doch es gab im Laufe der Zeit eine hohe Arbeitslosenquote. Dadurch kam es auch zu einer Verwahrlosung dieses Wohnviertels. Dieses Viertel mit Hochhäusern entwickelte sich dadurch zu einem sozialen Brennpunkt. Daher wurden auch Sozialarbeiter, Streetworker, eingesetzt.

Saarsiedlung, Badener Viertel / Bergstraßen-Viertel

Am Beginn der 1930er Jahre kam es zum Neubau von Ein- sowie Zweifamilienhäusern. Die Siedlung wurde rund um die Saarbrücker Straße errichtet. Zu damaliger Zeit war dieses neue Siedlungsprojekt das erste strukturierte Wohnprojekt in Ostheim.

Die Humboldtsiedlung

Das Unternehmen Klöckner-Humboldt-Deutz, errichtete für Zwangsarbeiter 15 Baracken südlich von Ostheim. Die Baracken wurden in den 1940er Jahren erbaut. Die einfachen Baracken hatten je ungefähr 230 m² Fläche. Nach 1944 wurden die Baracken in drei Parzellen aufgeteilt. So bekamen Mitarbeiter, deren Wohnungen und Häuser ausgebombt waren, Unterkunft.

Siedlung Buchheimer Weg

Zwischen 1954 und 1958 wurden von der Gemeinnützigen AG für Wohnungsbau am Buchheimer Weg, der Grevenstraße und der Servatiusstraße ein Wohngebiet gebaut. Es entstanden 1037 Wohnungen, die bis zu acht Stockwerke hoch waren. 99 Mehrfamilienhäuser wurden auf diese Weise errichtet. In dieser Siedlung wurden auch Geschäfte angesiedelt und ein Gemeinschaftswaschhaus.

Siedlung an Gernsheimer Straße

Am Beginn der 1970er Jahre wurde auf einem einstigen Exerzierplatz ein Wohngebiet für 2500 Menschen gebaut. Es gab teilweise Förderungen, ein Teil wurde als Eigentumswohnungen verkauft. Die Hochhäuser hatten zum Teil auch bis zu 14 Etagen. Diese Siedlung wurde damals als ein Musterbeispiel für den modernen "Sozialen Wohnungsbau" gehandelt. Aber diese Wohnsiedlung verwahrloste zusehends, da viele Mieter wegzogen.

Der Millionenacker

Die Stadt Köln pachtete in den 1960er Jahren eine 145.000 m² große Ackerfläche. Der damalige Landwirt war zum Verkauf bereit. Die Stadt wollte eigentlich einen Anbau an das "Evangelische Krankenhaus" Kalk sowie ein Seniorenwohnheim dort bauen. Dieser Plan wurde jedoch nicht realisiert. Der Landwirt und seine Erben bekamen für das Brachland circa 16.000.000 Euro Pachtzins. So entstand der Name "Millionenacker" für das Gebiet.

Geschäftswelt / Gewerbe

Das Rundhaus an der Rösrather / Frankfurter Straße wurde 1996 fertig errichtet. 1976 wurde eine Ladenzeile gebaut. Diese befindet sich an der Sparkasse Köln / Bonn. Diese sind das Zentrum vom Stadtteil Ostheim. Es gibt dort ein Dutzend Einzelhandelsgeschäfte. Ostheim besitzt des Weiteren drei Supermärkte, zwei Tankstellen sowie einige Fachgeschäfte. Der Stadtteil hat auch zehn Gastwirte, ein Restaurant und ein Hotel. Um 1970 wurde der Bau von vielen Produktionsstätten von Klöckner-Humboldt-Deutz im Südosten von Ostheim geplant. Der Konzern geriet dann aber in Finanzschwierigkeiten. So wurde der Plan verworfen und die Stadt Köln deklarierte die Fläche zur Gewerbefläche. Aber es siedelten sich dort nur sechs kleine oder mittelständische Unternehmen an.

Veranstaltungen

Es findet ein jährlicher Umzug vom Förderverein für den Ostheimer Karnevalsumzug statt. Dieser wird am Karnevalssonntag veranstaltet. Am Wochenende nach Pfingsten findet das traditionelle Schützenfest statt. "Veedel e. V." organisiert das Ostheimer Bürgerfest "Wir sind Ostheim".

Meilenstein

1818 wurde ein Ganzmeilenobelisk errichtet. Er befindet sich an der Ecke Bensheimer- / Frankfurter Straße und ist aus Trachytgestein. Die Entfernung nach Köln beträgt von hier aus eine preußische Meile. Eine preußische Meile entspricht genau 7532,48 Meter. Da Trachyt weiches Gestein ist, ist der Obelisk sehr verwittert und bedarf einer Sanierung.