Fewo Köln stellt vor: Porz

Porz hat eine Fläche von 3,119 km² und in etwa 14.963 Einwohner. Somit ist Porz ein relativ kleiner Stadtteil mit hoher Bevölkerungsdichte. Porz liegt im Südosten von Köln. Der Stadtbezirk Porz bezieht auch seinen Namen von diesem Stadtteil. Der Stadtteil liegt rechts des Rheins am Ostufer des Weißer Rheinbogens.

Köln Porz

Lage des Stadtteils

Dieser Stadtteil grenzt östlich an Eil, Urbach sowie Elsdorf. Südlich bildet Zündorf die Grenze zum Stadtteil. Westlich grenzt Porz an den Rhein sowie nördlich an die Stadtteile Gremberghoven, Finkenberg und Ensen. Porz liegt auch an einem sogenannten Prallhang am Rhein. Gegenüber des Rheins liegt der sogenannte Weiße Bogen an einem Gleithang.

Geschichtliches

1019 fand die erste urkundliche Erwähnung von Porz statt. Die Herleitung des Namens stammt vom Lateinischen "porta" für Tür oder Tor. Auch die lateinische Bezeichnung für Hafen, "portus", ist möglich. In Porz gibt es schon lange ein überregionales Gericht. Seit 1286, genau genommen. Es war Verwaltungssitz vom Amt Porz, das zum Herzogtum Berg gehörte. Zu diesem Herzogtum gehörten auch Brück, Grengel, Buchheim, Dünnwald, Eil, Ensen, Flittard, Langel, Libur, Lind, Merheim, Heumar, Mülheim am Rhein, Rath, Stammheim, Urbach, Wahn, Westhoven, Zündorf, Bergisch Gladbach, Bensberg, Dürscheid sowie Immekeppel. Porz wurde ebenfalls im Jahre 1795 von den französischen Truppen besetzt. Dann gehörte der Stadtteil zur Mairie Wahn im Kanton Mülheim. 1815 wurde Porz dem Königreich Preußen einverleibt. Im Jahr 1910 wurde im Stadtteil Porz ein Rathaus gebaut. Dieses wurde für die Bürgermeisterei Heumar errichtet. Die Bürgermeisterei wurde 1928 zum Amt Porz. 1929 folgte der Anschluss ans Amt Wahn. 1932 wiederum war der Kreis Rheinisch-Bergisch zuständig für Porz. Die Stadtrechte wurde Porz im September 1951 verliehen. Zur Stadt Köln eingemeindet wurde der Stadtteil am 1. Januar 1975. Dieses geschah durch das Köln-Gesetz.

Infrastruktur von Porz

Porz als Stadtteil gilt als verwaltungstechnisches sowie kulturelles Zentrum vom Stadtbezirk Porz. Das Rathaus, das Finanzamt, die Agentur für Arbeit, das Krankenhaus Porz am Rhein sowie die Fußgängerzone am Marktplatz befinden sich hier. Auch viele Einkaufsmöglichkeiten sind hier vorhanden. Zur Unterscheidung zwischen Stadtteil und dem Stadtbezirk Porz wird für den Stadtteil auch oft Porz-Zentrum verwendet. Eine Marketingstrategie war auch die Bezeichnung "Porzity" sowie "Ziel vieler netter Leute".

Germaniasiedlung - Sehenswürdigkeit

Die Germania-Siedlung ist fast ganz erhalten. Sie wurde in den Jahren 1899 bis 1903 errichtet und gebaut. Die Siedlung hat eine schöne Direktorenvilla mit dazugehörigem kleinen Park - der Concordiaplatz. Meisterhäuser sind entlang der Germaniastraße angelegt. An der Glasstraße gibt es Angestellten- sowie Arbeiterhäuser. Die Siedlung wurde für die Mitarbeiter der Germania-Spiegelglaswerke gebaut. Das Werk existiert heute nicht mehr. In der Siedlung kann man sehr schön die damalige Struktur und Hierarchie beobachten. Sowohl die Architektur als auch die Anlagen zeigen den Status der damaligen Bewohner. Je höher dieser war, desto pompöser die Häuser. Auch wohnten die besser gestellten im Status näher an der Fabrik.

Ehrenbürger des Stadtteils Porz

Herr Wilhelm Warsch (1895 - 1969): seit dem 12. Dezember 1951 war er Regierungspräsident.