Köln Stammheim

Stammheim liegt rechtsrheinisch und grenzt östlich an Höhenhaus, südlich an die Bruder-Klaus-Siedlung, westlich an den Rheinfluß sowie nördlich an Flittard.

Stammheim

Geschichtliches

959 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung mit den Herren "von und zu Stammheim". Im 11. Jahrhundert wurde auch der frühere Bau zur Pfarrkirche St. Mariä Geburt angeführt. In Stammheim gab es 1075 eine Kapelle, die zur Mutterkirche in Flittard gehörte. Sie wurde von Mönchen der Abtei Groß St. Martin versorgt. 1902 wurde eine neue Kirche gebaut und dabei wurden Teile aus der alten Kapelle verwendet. 1453 wurde ein dazugehöriger Turm errichtet, der eine hohe Spitze aufwies. Dieser Turm wurde 1944 aber zerstört. 1863 wurde der Stadtteil in eine Vikarie erhoben und ein Geistlicher wurde bestellt. In der französischen Besatzungszeit kam Stammheim zur Mairie Merheim. Merheim lag im Kanton Mülheim und ab 1815 wurde das Stadtviertel dann von der Bürgermeisterei Merheim verwaltet. Die Eingemeindung nach Köln erfolgte am 1. April 1914.

Stammheim

In Stammheim

Stammheim

Stammheim

Brauchtum

Das Schützenfest bildet seit Jahrhunderten den Höhepunkt in Stammheim. Es wird jeden ersten Sonntag im August begangen. Die Schützenbruderschaft St. Sebastianus gibt es in etwa seit 1594. Im Jahr 1908 wurde der Schützenplatz angelegt und hier wird das Fest auch gefeiert. Der Schießbetrieb findet an allen Festtagen statt. Im Stadtteil wird auch der Karneval gefeiert. Der Bürgerverein ist Organisator des "Veedelszoch". Es wird am Karnevalssonntag veranstaltet, wobei vorher wochenlang Sitzungen dazu stattfinden. Die Damensitzungen der KG Fürstenberg sind auch außerhalb Stammheims bekannt. Sie werden in einem riesigen Festzelt abgehalten.

Die Marien-Okatav ist ein Höhepunkt im kirchlichen Leben. Es wird Anfang September gefeiert und das Standbild der "Freudenreichen Muttergottes" wird im Stadtviertel verehrt. Es wird eine alte Sage erzählt, die besagt, dass das Standbild vom Rheinfluß nach Stammheim angeschwemmt worden sein soll. Mit einer Lichterprozession wird die Oktav eröffnet. Viele Pilgergruppen aus den Nachbarpfarreien nehmen an den Gottesdiensten, die täglich abgehalten werden, teil. Im Ort gibt es auch viele Musikvereine, wie zum Beispiel den Kirchenchor "Cäcilia". Außerdem gibt es den Chor "Aufbruch", den Männergesangsverein "Eintracht, der 1880 gegründet wurde sowie die "Stammheimer Musikanten". Das "Allgemeine Schützentambourkorps" wurde im Jahr 1950 gegründet.

Fort XII mit Zwischenwerk XIIb

Fort XII bildete den rechtsrheinischen Eckpfeiler der preußischen Festungsanlagen. In Stammheim bei der Düsseldorfer Straße genau im Stammheimer Wäldchen sowie in der Egonstraße das Zwischenwerk XIIb. Im Jahr 1877 wurde das Fort XII errichtet und im Jahr 1881 kam es zur Fertigstellung. Das Fort wurde mit 12 cm und vier 15 cm Kanonen ausgerüstet. Die Aufgabe des Forts war es, die Flanke im Norden von Köln zu sichern, falls es zur Belagerung kam. Die Kehlkaserne war für Unterkünfte gedacht und bestand aus einem Mitteltrakt sowie zwei Seitenflügeln. Der Erdwall des Glacis war 250 Meter breit sowie sieben Meter hoch. Im Jahr 1885 kam es zur Entfernung der Artilleriestellungen. Das Fort in Stammheim blieb aber bestehen. Munitionsräume sowie Depots wurden in der Spitzenkaserne aufbewahrt. 1925 war die Entfestigung abgeschlossen und alle Betonwerke wurden gesprengt. Artillerie- sowie Munitionsbunker, Infanteriestützpunkte und Grabenwehren wurden dabei gesprengt. Sämtliche Hohlbauten wurden ebenso gesprengt und nur die Kehlkasernen blieben bestehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Fort als Unterkunftsstätte für den Sicherheitsdienst benutzt. Im Jahr 1976 kam es zur Planierung der kompletten Anlage und die Gräben des Forts wurden mit Erde aufgefüllt. Bevor das Fort XII ausgebaut wurde, errichtete man dann das Zwischenwerk XIIb. Von hier aus wurde die Verteidigung gegen Infanterie organisiert.

Stammheim

In Stammheim

Stammheim

Stammheim

Stammheim

In Stammheim

Stammheim

Stammheim

Sehenswertes

Was gibt es alles zu entdecken in Stammheim?

  • Seit 2002 findet im Schlosspark das Kunstfest "Rheinblicke Einblicke" in der Schlossstraße statt
  • In der Salvatorstraße 3 befindet sich die Pfarrkirche St. Mariä Geburt
  • Im Jahr 2013 wurde die evangelische Immanuelkirche und im Jahr 2014 wurde dafür der Kölner Architekturpreis verliehen. Es kam zu einer Erstplatzierung.
  • Im Süden von Stammheim steht der Wasserturm, der im Jahr 1881 gebaut wurde. Zuerst war er noch 40 Meter hoch, doch zwei Aufbauten sind heute nicht mehr vorhanden. Das Grundwasser kam aus vier Dampfmaschinen, die mit Kohle betrieben wurden. Die Dampfmaschinen standen in einem Nachbargebäude.

Fewos in Stammheim?

Sie suchen Pensionen, Hotels oder andere Unterkünfte in Köln Stammheim? Buchen Sie sich lieber unsere Ferienwohnung Köln in der City! Direkt vor Ort, wo man eigentlich hin möchte!

Ferienwohnung Köln

Fewo in cologne

Unterkunft Köln