Kölsch: Die Sprache - Teil 2

Kölsch kann man nicht nur sprechen, sondern natürlich auch schön singen oder texten! Ein Einblick in die Welt der Musik und der Literatur.

Die Kölsche Literatur / Musik

Zu den bekanntesten Kölschen Heimatdichtern zählen:

  • Willi Ostermann (Lieder, Oden sowie Gedichte an Köln) - sein Erbe an Mundart ist riesig
  • Familie Millowitsch - auch sehr beliebt und bekannt! Diese führte ein Puppentheater, welches im 19. Jahrhundert bestand. Daraus entwickelte sich die Volksbühne, die heute hinreichend bekannt ist. Peter Millowitsch ist für Theaterstücke verantwortlich, welche er selbst schreibt. Auch Lucy Millowitsch, seine Tante, schrieb bereits eigene Theaterstücke. Das Hänneschen-Theater gibt es seit dem Jahr 1802. Hier gibt es nur Theaterstücke in tiefem Kölsch zu sehen. Die Kumede, ein populäres Laientheater, führt auch nur in tiefem Kölsch auf.
  • Peter Fröhlich - Mundartdichter in Kölsch
  • Volker Gröbe - auch ein Mundartdichter des Kölsch

Der Kölner Raum kann auf ein reiches Liedguterbe verweisen. Dieses hat sich durch das Brauchtum des Karnevals eigenständig aufgebaut. Bekannte Bands, welche auch im Kölner Karneval aktiv waren und sind:

  • Bläck Fööss
  • Höhner
  • Räuber
  • Kasalla

Die Büttenrede ist auch speziell herauszustreichen. Diese ist auf Kölsch und wird in der Karnevalszeit hochgehalten. Es ist eine sehr volksnahe Form der Kunst. Große Berühmtheit erlangte die aus Köln stammende Band BAP. Sie stehen nicht mit Karneval im Zusammenhang, singen aber vielfach Kölsch in ihren Songs.

Die Kölschen Insider

Die Stadt besaß das Stapelrecht und ist ein Handelszentrum über regionale Grenzen hinaus. Es liegt zwischen dem Mittelrhein sowie dem Niederrhein. Durch das Stapelrecht war auch der Gesprächsaustausch mit fahrendem Volk gegeben. Die Kölner Händer, Bürger sowie Wirtsleute hatten ein gewisses Interesse daran, dass nicht jeder die Sprache kommunikativ verstehen konnte. Dies war bei der Entwicklung des Rotwelschen beispielsweise ähnlich. Dieser Umstand war besonders in der französischen Besatzungszeit sowie der Preußenherrschaft von Wichtigkeit.

Phonetik sowie Phonologie

Kölsch - im Gegensatz zu Mittelhochdeutsch- sowie Ostoberdeutsch-Variationen - hat keine Diphthongierung aus dem Neuhochdeutschen vollbracht. Das heißt, die Langselbstlaute "i, u und iu" aus dem Mittelhochdeutschen wurden nicht diphthongisiert. "Ei, au sowie eu" werden beim Kölsch als einzelne Selbstlaute zusammengezogen. Auch können sie ganz anders ausgesprochen werden oder werden zu "-ing". Beispiele sind hier: der Bau wird zu "dä Bau" oder träumen zu "dräume". Andererseits ist die Diphthongierung im Kölsch-Dialekt bekannt. Dabei wird ein alleinstehender Selbstlaut im Hochdeutschen im Dialekt des Kölsch diphthongisiert.

Als Beispiel ist hier Ruhe zu nennen, welches im Kölsch zu "Rauh" wird. Oder das Wort Schnee wird im Kölsch zu "Schnei". Es kommt auch eine Wechselseitigkeit in der Lautfärbung vor. Dabeit tritt zum Beispiel das "u" als geschlossenes, kurzes "o" auf. Die Lautfärbung kann auch vom "a" zum langen, offenen "o" werden. Das kurze, offene "e" kann zu einem offenen, langen "ä" werden. Eine wichtige Stellung haben die Selbstlaute "o, ö und e".

Die Morphologie

Die Grammatik des Kölsch ist merklich einfacher gestaltet als im Hochdeutschen. Im Kölsch gibt es den Genitiv nicht und mit dem Dativ sowie dem dazugehörigen Possessivpronomen werden die besitzanzeigenden Fälle gestaltet. Der Nominativ sowie der Akkusativ, also der 1., sowie der 4. Fall, sind immer gleich. Bei den bestimmten Artikeln im Kölsch-Dialekt existieren zwei Modelle. Es gibt betonte sowie unbetonte Artikel und beim betonten Artikel wird ein Demonstrativpronomen angehängt. Dieses Modell wird verwendet, wenn man einen ganz bestimmten Gegenstand meint. Beim Plural wird oft das -e darangehängt. Beispiel:

  • Hochdeutsch: das Pferd - die Pferde und Kölsch: dat Pääd - die Pääde

Die Verkleinerungsformen oder Verniedlichkeitsformen trifft man oft an. In der Einzahl verwendet das Kölsch hier -je sowie -sche. Dies kommt immer auf den vorherigen Laut an. Besonders die Familiennamen und die Eigennamen bilden adjektivische Sonderformulierungen aus. Diese sind dem althochdeutschen Genitiv ähnlich. Ein Beispiel für diese Sonderform wäre für Katharina Pütz etwa "et Pötze Kätt".

Das Stadtkölsch

Das Kölsch kam durch Vermischung sowie einer Überlagerung von verschiedenen Sprachgruppen zustande. Dieser Umstand macht den Formenreichtum der Sprache aus. Die Stadt kann auf eine 2000 Jahre alte Geschichte als Metropole für Handel zurückschauen. In den letzten zweihundert Jahren kam es zu Eingemeindungen. Das umliegende Gebiet wurde geöffnet und verschiedene Sprachgruppen zusammengefasst. Teilweise sind die Auswirkungen dessen sprachlich noch heute spürbar.

Das Landkölsch

Das Landkölsch ist der Dialekt des Umlandes. Die Sprache war in der Entwicklung ähnlich, aber langsamer. Das Landkölsch ist demnach in einem Frühstadium. Beispiel:

  • In Hochdeutsch heißt es "Das erstaunt mich!" und im Kölsch Dialekt: "Leck mej am Aasch!" :)

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