Kölle to go

Oft werde ich von unseren Gästen nach besonders tollen Sehenswürdigkeiten gefragt oder nach Attraktionen, die man mal eben schnell hintereinander besuchen kann. "Wenn man nur 3 Tage in Köln ist, dann kann man nicht alles sehen" ist eigentlich oft meine Antwort. Da mir das Thema "Kölle to go" aber nicht aus dem Kopf ging, habe ich hier eine kleine "Bedienungsanleitung" zusammengestellt.

Köln als Quickie

Bekanntlich liegen unsere Ferienwohnungen so gut, dass man tatsächlich fast alles zu Fuß ansteuern kann. Und deshalb habe ich mir hier eine gute und schnelle Tour ausgedacht, die man vor der Türe der Ferienwohnung Köln starten kann.

Es geht los

Egal ob nun in der Adolphstraße oder von der Siegburger Straße ab, den Kölner Dom erreichen Sie gemütlich über die Deutzer Brücke und erleben dabei auch noch das schönste Panorama von Köln. Über die Deutzer Brücke geht übrigens auch der Köln Marathon oder der ColognePride. Sie können natürlich auch mit der Straßenbahnlinie 1, 7 oder 9 die eine Station über die Brücke fahren, aber warum? Bei schönem Wetter macht es Spaß den Ausblick zu genießen und die Schiffe auf dem Rhein zu beobachten. Getreu dem Motto "Köln is e jeföhl" marschieren wir also Richtung Dom. Sie brauchen dabei kein Navi oder keine Karte, da Sie den Dom sehen!

Erste Station der Dom

Unser Wahrzeichen, unsere Liebe und sicherlich der größte Touristenmagnet in der Stadt! Die ca. 160 Meter hohe Kathedrale oder auch "Hohe Kirche zu Köln" genannt kann man tatsächlich schon von weitem sehen. Sogar aus dem Kölner Umland heraus können Sie die Domspitzen sehen. Es gibt viele Sprüche, viele Lieder und Bilder vom Kölner Dom doch schlussendlich haben sich die über 630 Jahre Bauzeit doch gelohnt, oder? Schauen Sie sich den Dom von innen und von außen gut an: Sie werden begeistert sein. Und ein tolles Eventerlebnis ist sicherlich die Dombesteigung, die man mal erlebt haben muss. Der Eingang ist zwischenzeitlich auf die Seite verlegt worden und ist auf jeden Fall (bei gutem Wetter) lohnenswert! Ein toller Ausblick über die Stadt erwartet Sie!



Die Rheinpromenade und das Museum Ludwig

Wenn Sie den Kölner Dom verlassen und nach rechts gehen (liegt direkt daneben), dann sehen Sie ein sehr bedeutendes Kölner Museum. Das Museum Ludwig verfügt über außergewöhnliche Kunstwerke der Künstler Roy Lichtenstein oder Andy Warhol. Für Kunstinteressierte Reisende sicherlich ein Muss. Sie sehen die Philharmonie, das Römisch Germanische Museum und die bekannte Hohenzollernbrücke. Bekannt, weil dort die ganzen Liebesschlösser hängen, über die die Kölner Band "Die Höhner" auch schon ein Lied gesungen haben! An beiden Seiten der Brücke sehen Sie übrigens auch die Reiterstatuen von Friedrich dem III und Wilhelm dem II.. Sie sehen eine breite Treppe, die Sie herabsteigen müssen um dann zur Rheinpromenade bzw. zur Altstadt zu gelangen.



Zum Fischmarkt

Sie schlendern also weiter die Rheinpromenade entlang und sehen die bekannten und beliebten Kölner Brauhäuser: das "Stapelhaus" oder "Kunibert der Friese" zum Beispiel. Es gibt natürlich noch weit mehr davon in der Altstadt. Der bekannte "kölsche Frohsinn" oder die Art und Weise einfach mal das Leben zu genießen, dafür sind die Kölner bekannt. Und hier in der Altstadt wird es gelebt. Die Altstadt ist sehr eng beieinander gebaut bzw. verbaut und trotzdem sehen Sie schnell die Kirche Groß St. Martin. Die Bauzeit war in der Zeit 1150 bis 1240 und die Kirche gehört zu den 12 größten Kirchen der Stadt. Natürlich hatte sie auch unter dem Krieg gelitten, wurde aber im Jahre 1985 wieder vollständig in Stand gesetzt.

Tünnes und Schäl

Wenn Sie nun vom Fischmarkt in die Lintgasse biegen und diese zur Kirche laufen, dann finden Sie auf dem Wege dorthin eine Statue der zwei bekannten Kölner Bewohner "Tünnes und Schäl". Tünnes ist der trottelige Bauer und Schäl soll den Lebemann darstellen. Beide Karikaturen sind natürlich nur als Scherz zu verstehen und kommen in zahlreichen Schauspielen und unter anderem auch in Stücken von Willi Millowitsch vor.

Der Willi Ostermann Brunnen

Tünnes und Schäl lassen Sie hinter sich und gehen wieder auf die Lintgasse. Wenn Sie durch den engen Durchgang auf der linken Seite gehen, dann kommen Sie auf einen Platz, der von Cafes "umzingelt" ist. Dort gibt es einen kleinen Brunnen, der dem Kölner Liedermacher Willi Ostermann gewidmet ist. "Ich mööch zo Foß no Kölle gon" war wohl sein bekanntestes Liedchen.

Auf den Alter Markt

Und wieder nutzen Sie die Lintgasse und kommen so auf den "Alter Markt". Im Mittelalter war hier eine ganze Menge los! Der Alter Markt war nämlich:

  • Wochenmarkt
  • Gerichtsstätte
  • Richtsstätte

Heute findet hier unter anderem die Eröffnung der Karnevalssession am 11. November statt! Dort gelangen Sie von unseren Fewos zu Fuß hin und schunkeln kräftig mit! Eine weitere Kölner Figur ist der sogenannte "Kallendresser", den Sie gegenüber des Rathauses am Giebel des Hauses "Em Hanen" finden können. Er verrichtet sein Geschäft aus Rache gegen des Stadtrat in die (ist nicht mehr vorhanden) Dachrinne! In der Mitte des Platzes steht der Jan-von-Werth-Brunnen und dieser ist (wieder mal) von einigen Brauhäusern umzingelt. Der Brunnen steht für die unglückliche Liebe zwischen dem Soldaten Jan und der Kölner Magd mit dem Namen Gried.

Das Rathhaus

Wenn Sie jetzt an dem Jan-von-Werth-Brunnen vorbeigehen, dann steuern Sie bitte die "Kleine Budengasse" an und wenn Sie dort abbiegen, dann sehen Sie schon das historische Rathaus von Köln. Schon im Jahre 1153 wurde es erstmalig geschichtlich erwähnt, ist also schon "verdammt" alt! Auf dem Rathausturm sehen Sie 124 Steinfiguren, die wichtige Kölner darstellen. Über den Tag genau viermal ertönt ein schönes Glockenspiel. Ab ins Rathaus.

Der Gürzenich

Und wenn Sie jetzt noch nicht Müde sind und Zeit haben, dann geht es weiter bei unserer Quick Tour durch Köln Richtung Gürzenich. Dazu folgen Sie wieder der Judengasse und biegen rechts ab auf die "Obenmarspforten". Links sehen Sie schon wieder ein tolles Museum, was Sie ja vielleicht an einem Folgetag nochmals besuchen können oder wollen. es ist das Wallraf-Richartz-Museum. Wenn Sie am Museum auf der rechten Seite vorbeigehen, dann gelangen Sie zum Gürzenich. Folgen Sie dazu der Straße "Quatermarkt". Der Gürzenich war im Mittelalter eher ein Kauf- und Warenhaus, heutzutage ist es ein Event- bzw. Festhaus. Sicherlich haben Sie schon einmal eine Karnevalsveranstaltung im Fernsehen gesehen, welche im Gürzenich stattgefunden hat!

Der Heumarkt

Immer noch fit? Weiter geht’s! Nutzen Sie die Gürzenichstraße und gehen Sie Richtung Heumarkt. Dort wurden früher viele wichtige Dinge gehandelt:

  • Heu
  • Fleisch
  • Käse
  • Salz
  • Leder
  • und vieles mehr

Es war also ein zentraler Umschlagsplatz für die wichtigsten Waren im Mittelalter. Natürlich (was sonst) finden sich auch hier wieder einige Brauhäuser, die Sie unbedingt besuchen sollten. Daneben gibt es auch zahlreiche Restaurants und natürlich auch Souvenirgeschäfte.

Der Heinzelmännchenbrunnen

Wenn Sie noch Zeit haben und fit sind, dann nehmen Sie noch die nächste Station mit! Direkt vor dem (ja, schon wieder) Brauhaus Früh findet sich der beliebte und bekannte "Heinzelmännchenbrunnen". Um dorthin zu gelangen, müssen Sie erst einmal wieder auf die Rheinpromenade schlendern um dann die Straße "Große Neugasse" (links) zu wählen. Wenn Sie diese Straße immer weiter geradeaus laufen, dann gelangen Sie direkt zum Heinzelmännchenbrunnnen. Die Geschichte von dem Brunnen erläutern wir auf unserer Seite hier.



So, und wenn Sie dies alles geschafft haben, dann gehört Ihnen unser größter Respekt! Vormittags gestartet und am Abend im Brauhaus erholt. So würde man diesen Crash-Walk wohl am besten gestalten. Wenn Sie nicht gut zu Fuß unterwegs sind, dann können Sie alternativ auch den Hop-on Hop-off Bus nutzen. Egal, wie Sie sich entscheiden, wir wünschen viel Spaß dabei!