Herzlich Willkommen zum ColognePride in Köln!

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Der ColognePride ist seit 2003 Auftakt und Rahmen für ein zweiwöchiges Programm zum Kölner Christopher-Street-Day (CSD) mit über 100 verschiedenen Veranstaltungen, z.B. Bühnenauftritte, politische Veranstaltungen, Vorträge, Lesungen und Partys. Jedes Jahr steht unter einem bestimmten politischen Motto.

ColognePride

Der CSD ist die gemeinsame Demonstration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen (LGBTQI), sowie deren Freundinnen, Freunden und allen, die sie unterstützen. Ziel ist die vollständige rechtliche Gleichstellung und die uneingeschränkte gesellschaftliche Anerkennung.

ColognePride

Der ColognePride soll aber auch Selbstbewusstsein und Lebensfreude ausdrücken. Dass gemeinsame Auftreten und Demonstrieren soll die politische und gesellschaftliche Wirkung des CSD stärken. Den Kölner CSD gibt es schon seit 1991 und seitdem wird er vom Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST e.V.) veranstaltet und hauptsächlich ehrenamtlich verantwortet.
Der CSD Köln wird traditionell am ersten vollständigen Wochenende im Juli veranstaltet. Mit dem Beginn des Wochenendes am Freitag wird das Straßenfest eröffnet, das sein Zentrum rund um Heumarkt, Alter Markt und Gürzenich hat. Hier gibt es zahlreiche Stände und Bühnen mit ganztägigem Programm, sowie Freiluft-Discos. Ebenfalls an diesem Abend findet die ColognePride Gala im Palladium, früher im Maritim Hotel, statt. Höhepunkt des Abends ist seit 2016 die Verleihung des ColognePride Tribute Preises, der für Inklusion und Integration steht.

Am letzten Juni Wochenende findet im Rahmen des Cologne Pride auch das Schaafenstraßenfest in der Nähe des Rudolfplatzes statt und am vorletzten Juni Wochenende findet eine weitere wichtige Veranstaltung statt: der WomenPride mit zahlreichen Veranstaltungen, die sich ausschließlich an Frauen richten.



Höhepunkt und Abschluss des ColognePride und des CSD ist sonntags die mehrstündige Demonstration, die durch die Kölner Innenstadt führt, mit abendlicher Abschlusskundgebung. Einerseits im Gedenken an die Ereignisse in der Christopher-Street 1969, andererseits mit Blick nach vorn, um weiterhin für Gleichberechtigung und Akzeptanz zu kämpfen. Mit bis zu 140 Wagen, unzähligen Fußgruppen, mehreren tausend Teilnehmern und zwischen 650.000 und 950.000 Besuchern. Damit ist der ColognePride nicht nur die zweitgrößte Veranstaltung in der schönen Stadt am Rhein sondern auch eine der größten Pride-Veranstaltungen in Europa und wichtiges internationales Szene-Event.

WomenPride

Zum ColognePride gehört auch als fester Bestandteil das seit 2005 ins Leben gerufene WomenPride Festival. Ebenfalls zwei Wochen lang richtet sich das ehrenamtlich organisierte Eventprogramm explizit an lesbische Frauen. Die Teilnehmerinnen demonstrieren zum Abschluss des Prides ebenfalls auf der CSD-Parade des ColognePride für Gleichstellung und gleiche Rechte.

CSD-Straßenfest

  • Heumarkt-Bühne (Hauptbühne): Programmbeginn Freitagabend. Moderatoren führen durch das vielfältige Programm. Mit Musik, Reden, ausgefallenen Bühnenauftritten und emotionalen Momenten.
  • Politur-Bühne: Buntes Programm aus Politik und Kultur auf dem Alter Markt.
  • Tanzbühne: Elektro Musik von diversen DJs aufgelegt, auf dem Gürzenich-Vorplatz.
  • Info- und Meetingpoint: auf dem Heumarkt, neben der Hauptbühne.
  • Kultur- und Regenbogenfest: auf dem Eisenmarkt (zwischen Heumarkt und Rhein), hier finden am CSD-Wochenende ruhigere Veranstaltungen für Familien mit Kindern statt.
  • Kerzenlichter gegen das Vergessen: besinnliche Aktion zur Erinnerung an die im vorangegangenen Jahr an Aids Gestorbenen. Abschluss des Straßenfestes am Samstagabend.

Das Outreach-Programm

2012 wurde vom Kölner Lesben und Schwulen Tag e.V. dieses Programm ins Leben gerufen. Das Programm ermöglicht es zum CSD-Wochenende Menschen einzuladen, die in ihren Heimatländern unter schwierigen politischen Verhältnissen leben und sich für die Anerkennung lesbisch-schwuler Rechte engagieren. So ermöglicht das Programm den AktivistInnen den Kölner CSD mitzuerleben, Kontakte zu knüpfen, das Programm mitzugestalten, voneinander zu lernen, Brücken zu bauen, Mut zu machen und Anerkennung und Unterstützung zu erfahren.

Die Gäste treten auch am CSD-Wochenende auf der Politur-Bühne am Altermarkt auf und erzählen von der jeweiligen politischen Situation in ihren Heimatländern, von ihrem Leben und ihrer Arbeit.

FantasyPride

Im bekannten Freizeitpark Phantasialand in Brühl bei Köln findet seit 2004 der Fantasypride statt. Mit Live-Programm und Party und seit Neuestem erst nach der CSD Saison an einem Samstag im September.

Geschichte

Am 28. Juni 1969 erlebten Trans- und Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten zum wiederholten Mal willkürliche und gewalttätige Razzien der New Yorker Polizei in der Bar Stonewall Inn in der Christopher Street. Diese Razzien führten an diesem Tag zu dem sogenannten Stonewall-Aufstand. Es gab tagelange Straßenschlachten mit der Polizei. Im Gedenken an diese Aufstände wurden ein Jahr später in New York der Christopher Street Liberation Day als Straßenumzug eingeführt. Aus diesem Protest- und Gedenkzug wurde eine weltweite politische Massenbewegung, die unter den Namen „Pride“ oder „Christopher Street Day“ oder „Stonewall Memorial“ diese Tradition weiterführt und sich für gleiche Rechte für Lesben und Schwule einsetzt. Meistens finden die Demonstrationen im Sommer statt.

In Deutschland begannen die ersten Straßenumzüge in den späten 70er Jahren und trugen bereits den Namen „CSD“ (Christopher Street Day). In den 80er Jahren gab es abwechselnd in verschiedenen Städten in Nordrhein-Westfalen die ersten lesbisch-schwulen Demonstrationen unter dem Namen „Gay Freedom Day“. Köln bewarb sich 1991 wiederholt um die Ausrichtung und der „Kölner Lesben- und Schwulentag“ entstand. Die TeilnehmerInnen- und BesucherInnenzahlen zum Kölner CSD stiegen in den folgenden Jahren rasant an. Mitte der 90er Jahre war der CSD bereits die drittgrößte Veranstaltung in Köln nach Karneval und Ringfest und etablierte sich in Europa zu einer der größten Demonstrationen dieser Art. Im Jahr 2002 wurde Köln erstmals Ausrichter des Europride, der wiederum 1992 erstmals in London stattfand. Zum ersten Mal waren über eine Millionen BesucherInnen bei einem Europride, mit Teilnehmern sogar 1,2 Millionen Menschen. In der Folge entschieden sich die Kölner Veranstalter das Programm um den ColognePride zu erweitern. Heute fasst das Rahmenprogramm über 100 Veranstaltungen.

Motto

Jedes Jahr wird zudem der ColognePride unter einem bestimmten politischen Motto ausgerichtet. Dieses Motto orientiert sich an aktuell drängenden Themen zur Verbesserung der Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen.

Geschichte des Namens

Der Name „Christopher Street Day“ findet sich häufig in Deutschland, teilweise Österreich und der Schweiz. In den englischsprachigen und romanischen Ländern spricht man eher von „Gay Pride“ oder „Pride Parades“. Die erste größere Lesben- und Schwulen-Demonstration fand 1972 in Münster statt. 1978 fand in Zürich der „Christopher Street Liberation Memorial Day“ statt. 1979 richteten Berlin und Bremen „CSDs“ aus. Seit 1996 gibt es die „Regenbogenparade“ in Wien. Durch den „Europride“ und zunehmender Europäisierung setzt sich mittlerweile der Name „Pride“ durch. 2017 findet der „Europride“ und gleichzeitig der „WorldPride“ in Madrid statt.

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