Das Bundesland Nordrhein Westfalen

Unsere wunderschöne Stadt Köln befindet sich im Bundesland Nordrhein Westfalen. Wir liegen im Westen von Deutschland (Bundesrepublik Deutschland) und dieses Bundesland ist somit Teil einer parlamentarischen Republik. Die Landeshauptstadt von NRW (Nordrhein Westfalen) ist Düsseldorf und unsere schöne Stadt Köln ist die Stadt mit den meisten Einwohnern in Nordrhein Westfalen.

Die Lage von NRW

Das Bundesland NRW grenzt im Westen an Lüttich (belgische Provinz), Limburg, Overijssel und Gelderland (niederländische Provinz), Hessen grenzt in Südosten an, Rheinland Pfalz im Süden und im Norden bzw. im Nordosten dann an Niedersachsen.

Einwohner und Fläche

Auf ca. 34.100 m² Fläche wohnen zur Zeit rund 18 Millionen Menschen. Die Tendenz ist stark steigend, da gerade Städte wie Köln oder Düsseldorf stark und schnell wachsen. Immer mehr Menschen zieht es in diese imposanten Großstädte. Damit ist NRW das bevölkerungsreichste Land in der Bundesrepublik. Flächenmäßig belegt es aber nur den vierten Platz. Fast die Hälfte der vorhandenen Großstädte liegen in einem sehr stark, städtisch ausgebautem Gebiet. Das bedeutet, es sind Gegenden, die durch die Urbanisierung (starker Ausbau von Infrastruktur, typischer städtischer Architektur und auch Veränderung des Sozialverhaltens der Bewohner) sich in Ballungszentren von Menschen verwandelt haben.

Die Rhein Ruhr Region

Die Rhein Ruhr Region liegt im Zentrum von Nordrhein Westfalen und versteht sich als „Metropolregion“. In ihr wohnen ca. 10 Millionen Menschen und deshalb zählt sie zu einer der größten Ballungsräume (in der Top 30) der gesamten Welt.

Das bekannte Ruhrgebiet

Für viele Menschen ist die Begrifflichkeit „Ruhrgebiet“ geläufig. Dieser nördlich liegende Teil der Rhein Ruhr Region ist ein absolutes Stadtgebiet, welches durch die Städte Bochum, Duisburg, Essen oder Dortmund seinen typischen Charakter erhält.

Der Erz- und Kohlebergbau führt in den Anfängen des 19. Jahrhunderts zu einem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg der ganzen Region. Daneben gab es deutlich positive Effekte durch die Montanindustrie und die Industrialisierung. Diese Zeit kann man sicherlich als Blüte- und Hochzeit des Ruhrgebiets verstehen.

In den 60er Jahren gab es dann einen deutlichen Wandel, da der Bergbau immer mehr zurück ging. Seit dieser Zeit wandelte sich die Gegend von einem Bergbaugebiet in eine Ansammlung von Technologie- bzw. Dienstleistungswirtschaft. Unterstützt wurde dies durch einige subventionierte Projekte, wie zum Beispiel das Großprojekt „RUHR 2010 – Kulturhauptstadt Europa“.

Die Wirtschaftsregion in Nordrhein Westfalen ist immer noch durch viele alte Schlüsselindustrien zu charakterisieren, hat sich aber zu einem (inhaltlich) ausgewogenen Wirtschaftsstandort gewandelt. Das Bundesland Nordrhein Westfalen erreicht sogar die höchste Wirtschaftsleistung in ganz Deutschland! Wir tragen 22 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt von Deutschland bei!

Entstehung durch die britische Besatzungsmacht

Im Jahre 1946 bildete die britische Besatzungsmacht aus der preußischen Rheinprovinz (Nordrhein) und der preußischen Provinz Westfalen, das Land Nordrhein-Westfalen. Dieses wurde dann im Jahre 1947 erweitert, indem die Besatzer das Land Lippe ergänzten. Zu der Bundesrepublik Deutschland gehörte es dann seit 1949.

Der alte Regierungssitz

Die Stadt Bonn erhielt die große Ehre, bis zum Jahre 1999 der offizielle Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland gewesen zu sein. Danach erfolgte eine Verlagerung nach Berlin. Für viele Bundesministerien verblieb der Dienstsitz jedoch durch das „Berlin/Bonn Gesetz“ am alten Regierungssitz. Die Bundesstadt Bonn verfügt weiterhin über diverse Regierungsfunktionen, die eben das oben genannte Gesetz garantiert wurden. Als negativen Punkt wollen wir jedoch die zahlreichen Bewegungen (Flugverkehr) zwischen Bonn und Berlin erwähnen, die durch diese Trennung natürlich notwendig werden. Sie belasten somit die Staatskasse und auch die Umwelt!

Die Kulturlandschaft in NRW

Durch die große Fläche und die Zusammenführung von mehreren Provinzen finden sich in Nordrhein Westfalen deutliche Unterschiede im Bereich von Kultur und Brauchtum. Gerade die Landesteile Westfalen und Lippe und natürlich das Rheinland verzeichnen hier große Unterschiede in Tradition und Brauchtum. Wir als Kölner lieben den Karneval, den man in Dortmund in dieser Form jedoch nicht erleben kann!

Bildung und Forschung

In NRW finden sich viele Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Ganz genau gibt es: fünf Verwaltungshochschulen, starke 28 private und kirchliche Hochschulen, sieben staatliche Musik- und Kunsthochschulen, 16 öffentliche Fachhochschulen und sogar 14 öffentliche Universitäten! Bei soviel Bildung ist die Forschung natürlich auch nicht weit und deshalb gibt es: das „Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt“, die sogenannten „NRW graduate schools und das Forschungszentrum in Jülich bei Aachen.

Die Geographie von Nordrhein Westfalen

Das Bundesland NRW befindet sich im Westen von Deutschland. Zu den anderen angrenzenden Bundesländern gehören: Rheinland Pfalz, Hessen und Niedersachsen. Angrenzende Nationalstaaten sind: die Niederlande und Belgien. Vom Nordosten bis hin in den Südwesten beträgt die Ausdehnung von Nordrhein Westfalen ca. 260 Kilometer. Der nördliche Teil von NRW liegt in der sogenannten Norddeutschen Tiefebene. Dazu gehören das „Niederrheinische Tiefland“ (auf beiden Seiten unseres geliebten Rheins, welcher der größte Fluss von NRW und auch von Deutschland ist) und die sogenannte „Westfälische Bucht“, durch die die Flüsse Ruhr, Ems und die Lippe fließen.

Als tiefster Punkt von NRW ist eine Stelle im Nordwesten vermerkt und diese liegt bei ca. 9,2 Meter über Normalhöhennull. Höhere Punkte finden sich natürlich in den Gebirgsregionen. Zu diesen zählen zum Beispiel: das Rothaargebirge im Sauerland, das Weserbergland, die Rheinischen Schiefergebirge und das Bergische Land. Im Sauerland befindet sich der Langenberg, welcher mit seinen 843,2 Metern über Normalnull als höchster Berg und somit auch höchster Punkt in Nordrhein Westfalen verzeichnet ist.

Die Aplerbecker Mark (in Dortmund gelegen) ist der geographische Mittelpunkt des Bundeslandes. Als besonderen Punkt erwähnen wir noch Selfkant, weil es nicht nur der westlichste Punkt von NRW, sondern auch von ganz Deutschland ist!

Die Temperaturen

Durch die unterschiedliche Höhenlage, gibt es geringfügige Unterschiede bei den Temperaturen und den Niederschlägen. (zum Beispiel die Kölner Bucht) So gibt es Jahrestemperaturen mit einem Mittelwert der sich zwischen 5 Grad und 10 Grad bewegt (je nach Höhenlage eben) und bei dem Temperaturen gibt es eine Bandbreite von rund 600 Millimetern in der Tieflandebene und bis zu 1400 Millimetern in den oben erwähnten Mittelgebirgen.

Die Geschichte von NRW

Wie bereits oben erwähnt, hat die Besatzungsmacht in Form von Großbritanien das Besatzungsrecht angewendet und unser wunderschönes Bundesland genau am 23.08.1946 gegründet. Es war ein Zusammenschluss von der preußischen Rheinprovinz Nordrhein und der Provinz Westfalen, welche ebenfalls preußisch war. Dieser Zusammenschluss bzw. die Aktion wurde auf politischer Ebene „Operation Marriage“ genannt. Im darauf folgenden Jahr 1947 wurde dann das Land Lippe eingegliedert in NRW.

Offiziell ist Nordrhein Westfalen mit seinem Staatsgebiet in die direkte Rechtsnachfolge des damaligen Freistaates Preußen und ebenfalls des Landes Lippe eingetreten. Als das heutige Bundesland Nordrhein Westfalen von der britischen Regierung als Staat gegründet wurde, gab es also keine besondere Identifikation mit einem Vorgängerstaat. Die Zusammenschließung von diesen vorher so unterschiedlichen Gegenden, führte eher zu einer Vermischung von Kultur- und Gedankengut. Für die britische Regierung war besonders die Integrierung des Ruhrgebiets, mit seinen wertvollen Ressourcen, ausschlaggebend und wichtig.

Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland

Erst im Jahre 1949 gründeten die restlichen Bundesländer und das Land Nordrhein Westfalen, die heutige Bundesrepublik Deutschland.

In der Nachkriegszeit gingen Kraft und Energie natürlich erst einmal in den Wiederaufbau von Deutschland, welches nach dem Krieg in Schutt und Asche lag. Weitere Probleme und Aufgaben waren dann Kohle- und Stahlkrisen und die Notwendigkeit, sich von einer Industriegesellschaft in eine Dienstleistungsgesellschaft zu entwickeln.

Die Gebiete wurden durch Regierungsbezirke verwaltet, die für die kreisfreien Städte zuständig waren. Die Anzahl dieser Regierungsbezirke wurde von 6 Bezirken auf 5 Bezirke reduziert, weil der Regierungsbezirk Aachen einfach mit dem Bezirk Köln zusammengelegt wurde. Diese Gebietsreformen fanden in der Zeit 1966 bis 1976 statt.

In der Zeit von 1949 bis in das Jahr 1990 war die Stadt Bonn sogar die Hauptstadt von Deutschland. Bis 1999 war sie ebenfalls Regierungssitz unserer Bundesrepublik Deutschland.

Die Verwaltung und die Politik

Die Verfassung des Landes Nordrhein Westfalen und das Grundgesetz von Deutschland, geben für NRW die Begrifflichkeit Land der Bundesrepublik Deutschland vor. Die erwähnte Verfassung regelt und organisiert das Leben in NRW als ein demokratischer, sozialer und republikanischer Rechtsstaat. Die Gesetzgebung liegt letztlich nur bei dem gewählten Landtag, welcher vom Wahlvolk immer für eine Dauer von fünf Jahren gewählt wird. Durch diese gewählte Form, gibt es also keine direkte Einflussmöglichkeit der Bürger bzw. des Wahlvolkes auf die Gesetze oder politischen Entscheidungen. Es liegt somit eindeutig keine direkte Demokratie vor, da der Wähler ganz bewusst keine Entscheidungen treffen soll bzw. kann.

Die Landesregierung und somit die politischen Entscheidungen werden seit dem Jahre 2017 von der FDP und der CDU verantwortet. Sie stellen die Landesregierung.

Die Exekutive des Landes (Staatsanwaltschaft, Polizei, Stadtverwaltungen etc.) werden von dem zuständigen Ministerpräsidenten verantwortet und geleitet. Für Nordrhein Westfalen zeichnet sich seit 2017 Armin Laschet von der CDU dafür verantwortlich. Auch die Landesverwaltung ist der Landesregierung disziplinarisch zugeordnet.

Die Bezirksregierungen in NRW

Alle Regierungsbezirke in unserem Bundesland (Arnsberg, Detmold, Münster, Köln und Düsseldorf) gehören der Landesverwaltung an. Der Verfassungsgerichtshof für unser Land NRW verwaltet die Landesverfassungsgerichtsbarkeit.

Da Nordrhein Westfalen sogar ein (beschränktes) staatliches Völkerrechtssubjekt ist, kann es auf ausgewählten und besonderen Gebieten eigene völkerrechtliche Verträge für sich abschließen.

Einflussmöglichkeiten auf die bundesstaatliche Gesetzgebung

Das Land kann sogar auf die bundesstaatliche Gesetzgebung Einfluss nehmen. Möglich ist dies über den Bundesrat. Ebenfalls auch an Entscheidungen der EU (Europäische Union). Bonn war als politische Stadt immer wichtig. Das ist vermutlich auch der Grund, warum die Stadt Bonn auch Sitz für diverse Organisationen der Vereinten Nationen ist.

Die kommunale Selbstverwaltung

Gemeinden und Städte in NRW üben das Recht der kommunalen Selbstverwaltung aus. Das bedeutet, sie führen Aufgaben für die Landesverwaltung aus, die sie im direkten Auftrag erhalten haben oder welche durch die sogenannte Organleihe übergeben wurden.

Die kommunale Ebene von Nordrhein Westfalen ist in eine Städteregion und 30 Kreise aufgegliedert. Diese Kreise beinhalten dann wiederrum 374 kreisangehörige Städte und Gemeinden. Weiterhin gibt es in NRW 22 Städte, welche kreisfrei sind. Folgendes Beispiel: die Stadt Aachen ist sowohl ein Teil der Städteregion Aachen, genauso, wie sie auch als kreisfrei gilt.

Im Bundesland gibt es rund 29 definierte Großstädte und 396 Gemeinden. Einen großen Teil der Arbeit und Verantwortung im Bereich der Kultur, wie auch im sozialen Bereich der Kommunalverwaltung leisten der Regionalverband Ruhr, der Landesverband Lippe und die zwei Landschaftsverbände in Nordrhein Westfalen.

Regierungsbezirke und die zugeordneten Städte und Regionen

Zu dem Regierungsbezirk Arnsberg gehören die Städte: Unna, Soest, Siegen-Wittgenstein, Olpe, Märkischer Kreis, Hochsauerland Kreis, Herne, Hamm, Hagen, Ennepe Ruhr Kreis, Dortmund und Bochum. In diesem Bezirk wohnen fast 3,6 Millionen Menschen auf einer Fläche von 8011 Quadratkilometern.

Der Regierungsbezirk Detmold beinhaltet: Paderborn, Minden-Lübbecke, Lippe, Höxter, Herford, Gütersloh und Bielefeld. Auf einer Fläche von 6525 Quadratkilometern wohnen dort etwas mehr als 2 Millionen Menschen.

In dem Regierungsbezirk Düsseldorf befinden sich die Regionen, Städte etc.: Wuppertal, Wesel, Viersen, Solingen, Neuss, der Rhein Kreis, Remscheid, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Mönchengladbach, Mettmann, Krefeld, Kleve, Essen, Düsseldorf und Duisburg. Fast 5,2 Millionen Menschen wohnen dort auf genau 5292 Quadratmetern Fläche.

In unserem Lieblingsregierungsbezirk Köln finden sich die Städte, Kreise oder Regionen: Rheinisch Bergischer Kreis, Rhein Sieg Kreis, Rhein Erft Kreis, der Oberbergische Kreis, Leverkusen, Köln, Heinsberg, Euskirchen, Düren, die Stadt Bonn und Aachen (sowohl als Stadt wie auch als Städteregion). In dem Regierungsbezirk Köln leben fast 4,5 Millionen Menschen auf 7364 Quadratmetern Fläche.

Der Regierungsbezirk Münster besteht aus: Warendorf, Steinfurt, Recklinghausen, Münster, Gelsenkirchen, Coesfeld, Bottrop und Borken. Hier leben mehr als 2,6 Millionen Einwohner auf 6917 Quadratkilometern.

Die Bevölkerungsanzahl und die Demografie

Welches sind die bevölkerungsreichsten Städte in Nordrhein Westfalen? Die Stadt Köln führt diese Aufstellung an. In Köln wohnen nämlich mehr als eine Millionen Menschen. Da die letzten Zahlen aus dem Jahre 2018 sind, dürften hier nun bereits ca. 1,1 Millionen Menschen leben. Der Zuzug ist enorm hoch und die Zahl steigt stetig! Auf Platz zwei folgt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit rund 620.000 Einwohnern (Zahl aus dem Jahre 2018). Auch diese Stadt zieht immer mehr Menschen an und vermutlich wohnen dort aktuell schon rund 630.000 Bürger. Die Stadt Dortmund folgt dann mit rund 590.000 Einwohnern, die Stadt Essen mit ca. 590.000 und dann folgt noch Duisburg mit ca. 500.000 Einwohnern. Im Ruhrgebiet ist die Einwohneranzahl aber leicht rückläufig, da der Zuzug den Wegzug und die Sterberate nicht ausgleicht.

In Nordrhein Westfalen wohnten Ende 2018 rund 18 Millionen Menschen! Wir sind das Bundesland mit den meisten Einwohnern in ganz Deutschland! Die Verteilung der Einwohner ist nicht gleichmäßig, sondern eher sehr an den Großstädten orientiert. Diese bündeln die Menschen (zum Beispiel leben in der Rhein Ruhr Metropolregion sagenhafte 10 Millionen Menschen!) und in weiten (teilweise auch ländlichen) Gebieten, wie dem Münsterland, wohnen viel weniger Menschen.

Die Anzahl der Einwohner ist in den Jahren seit 1930 bis 2018 fast konstant gestiegen. Lediglich in den Jahren 2006 bis 2017 gab es einen leichten Rückgang bzw. eine Stagnation. Im Jahre 1930 sind wir bei etwas mehr als 11 Millionen Einwohnern gestartet und die Zahl stieg bis in das Jahr 2006 konstant auf über 18 Millionen an. Danach gab es eine Stagnation bzw. einen leichten Rückgang, der sich nun im Jahre 2018 wieder der Marke von fast 18 Millionen Einwohnern genähert hat.

Die Wissenschaftler stellten für das Jahr 2006 fest, dass der Anteil der alten Menschen (über 65 Jahre alt) bei fast 20 Prozent liegt. Hingegen sind die jungen Menschen (unter 15 Jahren) zum gleichen Zeitpunkt bei nur noch ca. 15 Prozent.

Die Haushalte in NRW

Ebenfalls im Jahre 2006 wurde die Anzahl der Haushalte ermittelt. Diese lag bei etwas mehr als 8,5 Millionen Haushalten. Im Durchschnitt bestand ein Haushalt (statistisch) aus 2,12 Personen. Erschreckenderweise lebten aber 37 Prozent der Personen in Single Haushalten, dass bedeutet alleine. Im Jahre 1950 wurde die Haushaltsgröße noch mit mehr als 3 Personen ermittelt, was an der typischen Familienstruktur liegen dürfte. Es war ganz normal, dass man eine Familie gründet und dann vielleicht zwei Kinder hatte. Logischerweise war der Anteil an Single Haushalten deutlich geringer, nämlich nur bei knapp 17 Prozent.

Es gab im Jahre 2006 die Erkenntnis, dass eine Frau genau 1,36 Kinder hatte, was die dritte Position im Hinblick auf die Fertilitätsrate in ganz Deutschland bedeutete (im Vergleich mit den anderen Bundesländern). Natürlich gibt es innerhalb von Nordrhein Westfalen noch deutliche Unterschiede, was durch die Mentalität und die Urbanisierung bedingt ist. Auf diese Unterschiede wollen wir hier jedoch nicht weiter eingehen.

Die Lebenserwartung in diesen Haushalten lag im Jahre bzw. im Zeitraum 2015 bis 2017 für Männer bei 78, 1 Jahren und bei Frauen bei 82,7 Jahren. Innerhalb von Nordrhein Westfalen, hat man in Münster die höchste Lebenserwartung. Sie liegt dort bei 82,43 Jahren!

Migration und Bevölkerungsgruppen in NRW

In Nordrhein Westfalen finden sich viele unterschiedliche Nationalitäten. Die größten Ausländergruppen zählen wir hier in der passenden Reihenfolge auf: Türken mit über 500.000 Menschen, gefolgt von den Polen mit 210.000, 174.000 Syrer, 140.000 Italiener, 98.000 Griechen, 72.000 Iraker, 71.000 Holländer, 65.000 Menschen aus Serbien, 60.000 Bulgaren, 55.000 Menschen aus dem Kosovo und rund 52.000 Menschen aus Russland.

Ausblick auf die Bevölkerungsanzahl

Viele Wissenschaftler sagen für das Bundesland Nordrhein Westfalen eine schrumpfende Bevölkerungsanzahl voraus. Diese soll dann im Jahre 2050 nur noch bei ca. 16 Millionen liegen. Hinzu kommt die Rahmenbedingung, dass der Anteil der über 65 Jährigen auf ca. 30 Prozent steigen wird.

Die Kultur und die Identifikation der Einwohner

Wie wir im oberen geschichtlichen Teil schon gelernt haben, wurde das Bundesland Nordrhein Westfalen durch die Entscheidung der Besatzungsmacht Großbritannien „zusammengebastelt“. Und zwar aus drei sehr unterschiedlichen Landesteilen. Unterschiedlich in Kultur und Mentalität. Den Briten ging es bei der Zusammenführung überhaupt gar nicht um den Verbund von bestimmten Bevölkerungsgruppen oder passenden Kulturen, sondern lediglich um eine ganze Einbettung des Ruhrgebietes mit seinen Bodenschätzen. Es war also eine rein geopolitische Überlegung, die im Vordergrund stand.

Die Landesteile Lippe, Westfalen und das Rheinland konnten im Laufe der Jahre eine gewisse Identifikation als Bürger eines Bundeslandes entwickeln. Allerdings sind die Unterschiede und Zugehörigkeiten immer noch deutlich zu erkennen, wenn das Brauchtum, die Sprache und die Mentalität eine Rolle spielen. Denken Sie hier ganz besonders an den Karneval oder anderes Brauchtum. Ebenfalls entscheidet der alte Wirkungskreis von alten Herrscherhäusern und den damit vielleicht verbundenen konfessionellen Bindungen.



Die rheinisch-westfälische Binnengrenze (rund 285 Kilometer lang) welche zwischen den alten preußischen Provinzen verläuft, kann immer noch als alte Kulturgrenze erkannt werden. Stammesgrenzen können so bis in das 8. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Besonders hervorgehoben werden soll auch das ausgeprägte Regionalbewusstsein der sogenannten Lipper, welches sich durch die lange Eigenständigkeit erklären lässt. Ganz klassisch und auch in ganz Deutschland bekannt, ist die sogenannte rheinländische Mentalität, die mit Freude und Frohsinn in Verbindung gebracht wird. Der Rheinländer als solcher, wird natürlich besonders mit Köln in Verbindung gebracht, entfaltet seinen Wirkungskreis aber den ganzen Rhein entlang. Denn der damaligen Rheinprovinz, gehörten zum Beispiel auch Abschnitte von Rheinland-Pfalz oder gar Teile bzw. Randgebiete von Ostbelgien an!

In diesen preußischen Staat, fügten sich viele Territorien aber nur wiederwillig ein. So fühlten sich die Grafschaft Mark, der Bereich Minden-Ravenberg oder das Herzogentum Kleve nur bedingt in dieses preußische Verbündnis zugehörig. Ebenfalls hatten die geistlichen Territorien wie zum Beispiel das Fürstenbist Münster oder Paderborn oder Kurköln ein großes gedankliches Problem damit. Diese gezwungen „Musspreußen“ fühlten sich nicht zugehörig zum preußischen Staat. Ganz besonders konnte man dies in der Geschichte der „Kölner Wirren“ erkennen, wo der damalige Kölner Erzbischof Clemens August Droste zu Vischering verhaftet wurde! Die Situation war sogar so intensiv, sodass die Kölner und die Düsseldorfer sich im Rahmen eines „Köln Düsseldorfer Verbrüderungsfestes“ zusammen getan haben. Und das muss schon was bedeuten! Im Jahre 1843 kämpfte man gemeinsam für das Rheinische Recht.

Die Rheinländer fühlten sich dann auch immer mehr zusammengehörig, weil die Preußen die einzelnen Herrschaftsgebiete zu der sogenannten Rheinprovinz zusammenführten. Daneben förderte natürlich auch die Lage am Rhein und die vorhandene Rheinromantik zur verstärkten Entwicklung und Bildung einer gemeinsamen Identität.

Andere Bevölkerungsgruppen

Gerade in den stark industrialisierten Gegenden von Nordrhein Westfalen, kam es zu einem großen Zuzug von ausländischen Mitmenschen. Diese wurde aufgrund der vielen Arbeit „importiert“ und als Gastarbeiter feiernd in Empfang genommen. So kamen viele Türken, Ruhrpolen oder andere Spätaussiedler in unser Bundesland um dort zu arbeiten. Ebenfalls kam es zu einem Zuzug von Heimatvertriebenen Deutschen aus anderen Bundesländern, die mit den Gastarbeitern eine völlig neue Mischung an Kultur und Identität entwickelten. Man lebte und arbeitete zusammen und schuf so eine wunderbare neue Welt. Der Schriftsteller Carl Zuckmayer erkannte bereits im Jahre 1946 die Situation und deren Auswirkungen, als er den Rhein in einer Metapher als „Völkermühle Europas“ bezeichnete.

Die Identität

Bedingt durch die regionale Kulturpflege und auch durch die Trennung der beiden Landschaftsverbände entsteht nur sehr langsam eine gemeinsame Identität innerhalb des Bundeslandes. Insgesamt entfaltet aber das Ruhrgebiet und auch die Region Ostwestfalen Lippe eine landesteilübergreifende Identität über die alten Grenzen hinaus. Daneben führt die Durchführung von großen gemeinsamen Veranstaltungen, die Nutzung von Staatssymbolen und Hoheitszeichen, aber auch die Verleihung von gemeinsamen Auszeichnungen zu einem starken Landesbewusstsein. Daneben gibt es repräsentative staatliche Gebäude und auch den Einfluss von Institutionen wie dem WDR (Westdeutscher Rundfunk), die die Menschen gedanklich immer mehr zusammenführen. Nach mehr als 60 Jahren NRW entwickelt sich also eine gemeinsame Identität.

Der Einfluss der Ministerpräsidenten

Jeder Ministerpräsident hat für sich auf seine Art versucht, die Identität und der Bürger in NRW zu verändern und zu beeinflussen. Franz Meyers hat zum Beispiel die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen ins Leben gerufen und die Herren Johannes Rau oder Jürgen Rüttgers versuchten die Bewohner mit einem Slogan zu erreichen („Wir in NRW“ oder „Wir im Westen“). Alle Aktionen haben aber bisher noch keine besonders starke Zugehörigkeit bzw. das Gefühl dazu ausgelöst. Man lebt wohl in NRW, aber der Rheinländer fühlt sich nicht unbedingt gleich wie ein Bewohner in Dortmund.

Sind wir tolerant und weltoffen in NRW?

Im Jahre 2015 wurde eine Studie mit dem Namen „Mitte Studie“ durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurde die Zustimmung oder die Ablehnung zu ausländerfeindlichen Aussagen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass fast 80 Prozent der Einwohner in NRW eine ausländerfeindliche Aussage ablehnt. Dies ist nur logisch, da wir in Nordrhein Westfalen immer gerne mit freundlichen und sich einbringenden Ausländern zusammengelebt und auch zusammen gearbeitet haben. Mit diesem Ergebnis lagen wir auf Platz eins im Bundesvergleich und sogar deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 75,7 Prozent.

Die Religionsgemeinschaften

Die christlichen Religionsgemeinschaften haben den deutlich größten Anteil in Nordrhein Westfalen. Dabei belegen die römisch katholischen Christen mit ca. 37,5 Prozent den größten Teil, gefolgt von den evangelischen Bürgern, die auf rund 23,8 Prozent kommen. Weiterhin sind ca. 1,1 Prozent evangelische Freikirchen und ca. 1,5 Prozent Orthodoxe vorhanden. Zu den größten nichtchristlichen Bevölkerungsruppen zählen die Muslime mit ungefähr einem Anteil von 8 Prozent. Sie gehören meist der sunnitischen Glaubensbewegung des Islams an. Einen eher kleineren Anteil an den religiösen Gruppierungen haben die Juden mit ca. 0,1 Prozent. Es gibt einen Anteil von rund 28 Prozent an nicht gläubigen Menschen in unserem Bundesland. Die Kirchen (egal welcher Religion) erhalten durch die Landesverfassung eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und deshalb erhalten sie auch ausdrücklich das Recht zur freien Ausübung ihrer Religion.

Vorhandene Sprachen und Dialekte

Natürlich spricht man auch bei uns Deutsch. Innerhalb der Landesgrenzen gibt es aber eine Vielzahl von weiteren Sprachen und Dialekten, die aufgrund der Zusammenlegung der Provinzen und Regionen vorhanden sind. Die kulturräumlichen Unterschiede kann man daran noch sehr deutlich erkennen. Sogenannte fränkische Dialekte finden sich hauptsächlich in rheinischen Regionen und die westfälischen Regiolekte finden sich natürlich in Lippe oder Westfalen. Die Ursprünge kommen hier auch in den westfälischen Dialekten aus dem Niederdeutschen.

Selbstverständlich hat auch die damalige Arbeitsmigration einen Einfluss auf die Sprache vor Ort gehabt. So entstand zum Beispiel im Ruhrgebiet das sogenannte Ruhrdeutsch.

Wichtige Menschen aus NRW

Wir sind stolz darauf, dass viele wichtige Menschen und Persönlichkeiten in Nordrhein Westfalen geboren wurden oder dort einen Großteil ihres Lebens verbracht haben. Besonders hervorheben möchte ich deshalb: Ludwig van Beethoven, Alfred Krupp, Wilhelm Conrad Röntgen, Heinrich Heine, Annette von Droste Hülshoff, Heinrich Böll, Joseph Beuys, Friedrich Engels, Otto III. oder Michael Schumacher und Peter Paul Rubens. Auch die Politik ist voll mit wichtigen Menschen, die ihre Wurzeln in Nordrhein Westfalen gehabt haben! Dazu zählen: Gerhard Schröder, Konrad Adenauer, Frank Walter Steinmeier, Walter Scheel, Johannes Rau, Heinrich Lübke oder Gustav Heinemann.

Die Forschung und die Bildung

Vor der Forschung steht die Bildung und deshalb wollen wir kurz auf die Schullaufbahn in NRW hinweisen. Das nordrhein-westfälische Schulsystem verlangt eine Regelzeit von vier Jahren in der Grundschule. Erst dann sind die Kinder in der Lage eine sogenannte weiterführende Schulform zu besuchen. Zu diesen Schulformen zählen: Sekundarschule, Gesamtschule, Realschule, Hauptschule oder das Gymnasium. Der höchste Abschluss, welcher auf einer Schulform in unserem Bundesland erreicht werden kann ist die „Allgemeine Hochschulreife“, welche durch den Schluss der gymnasialen Oberstufe erreicht werden kann. Die Schüler erhalten dann das Zentralabitur bzw. legen dieses ab.

Hat man dann die Allgemeine Hochschulreife erlangt, so besteht die Möglichkeit eines Studiums auf einer der Universitäten.

Zu Beginn (in den 50er Jahren) gab es bei uns nur recht wenige Universitäten. Zum Beispiel gab es die Universität zu Köln, die Friedrich Wilhelms Uni in Bonn oder die Westfälische Wilhelms Universität in der Stadt Münster. Aber bereits in den 60er Jahren wurden viele Hochschulen neu gegründet. Heutzutage haben wir fast eine Millionen Studenten (im Jahre 2015 waren es nämlich mehr als 700.000!). Zu den „Hot-Spots“ der Studienwelt gehören die Hochschulen in: Aachen, Münster, Köln, Hagen, Duisburg/Essen und in Bochum. Diese Standorte gehören im bundesweiten Vergleich sogar zu den zehn größten Universitätsstandorten von Deutschland! In NRW verfügen wir jedoch nicht nur über zahlreiche Bildungseinrichtungen, sondern auch vermehr über Forschungseinrichtungen und sonstige Einrichtungen wie zum Beispiel: die NRW Graduate Schools, das Forschungszentrum Jülich (innerhalb von Europa eines der größten!), der Frauenhofer Gesellschaft und den damit verbundenen Einrichtungen, der Max Planck Gesellschaft und den damit verbundenen Einrichtungen und der Helmholtz Gemeinschaft.

Universität zu Köln

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Der Verkehr und die Wirtschaft

Der europäische Wirtschaftsraum ist für die Weltwirtschaft von Bedeutung und das Bundesland Nordrhein Westfalen natürlich wegen seiner sehr zentralen Lage darin, sehr wichtig! Wir verstehen uns wegen der zahlreichen wirtschaftlich gesehenen Ballungsräume und auch wegen der hohen Bevölkerungsdichte als ein wichtiger Knotenpunkt für alle wichtigen Wirtschaftsabläufe in Europa. Die hohe Verdichtung an Unternehmen und auch an der Bevölkerung führte natürlich auch zu einem sehr notwendigen Ausbau der Verkehrsnetze. Wie hoch die Belastung und die Bewegung in unserer Region ist, kann man daran erkennen, dass zum Beispiel fast jede dritte Staumeldung in der Bundesrepublik Deutschland das Bundesland Nordrhein Westfalen betraf!

Der Verkehr wird aber nicht nur über die Straßen geleitet, sondern auch über ein sehr großes Schienennetz. Der größte Containerumschlagbahnhof von Deutschland befindet sich nämlich auch in NRW (es ist der Bahnhof Köln Eifeltor) und auch im Güterverkehr haben wir den größten Rangierbahnhof von ganz Deutschland (es ist der Bahnhof Hagen-Vorhalle)!

Neben dem Straßen- und dem Schienenverkehr ist auch der Wasserweg in NRW von großer Bedeutung. So ist der Duisburger Hafen eine wichtige Anlaufstelle für die deutsche Binnenschifffahrt und der Rhein natürlich die wichtigeste Binnenwasserstraße in unserem Bundesland. Nicht unerwähnt lassen wollen, wir diverse Kanäle wie zum Beispiel: den Dortmund-Ems-Kanal, den Datteln-Hamm-Kanal, den Wesel-Datteln Kanal oder den Rhein Herne Kanal.

Nachdem wir nun bereits alles zu Land und zu Wasser durchleuchtet haben, wollen wir noch einen Blick in die Luft werfen! Denn auch hier haben wir in Nordrhein Westfalen viel im Angebot. Sogar international wichtig und relevant sind die Flughäfen Köln/Bonn (im Bereich des Frachtaufkommens der drittgrößte deutsche Flughafen) und der Flughafen „Düsseldorf“ (im Bereich der Passagierzahlen der drittgrößte deutsche Flughafen). Daneben gibt es noch viele weitere schöne Flughäfen wie zum Beispiel: der Flughafen in Paderborn/Lippstadt, in Münster/Osnabrück, am Niederrhein oder in Dortmund.

Wie bereits weiter oben im Text beschrieben, definierte sich besonders das Ruhrgebiet und somit ein großer Teil unseres Landes als Kohle und Stahl Land. In den Jahren 1950 bis 1968 hat wohl ein großer Teil der Bevölkerung dies so selbst beschrieben und wurde auch von Außenstehenden so bestätigt. Es hatte sich ein richtiges Selbstbild ergeben. Dieser Wirtschaftsraum, welcher durch die Montanindustrie geprägt war und sich in den Gegenden um Rhein und Ruhr definierte, zählte in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Regionen für die Industrie in Europa! Die Rhein-Ruhr Region trug so mit ihrer Wirtschaftsleistung einen großen und entscheidenden Teil zu dem bekannten Wirtschaftswunder von Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bei.

Diese absolute Spezialisierung und Monostruktur der ganzen Region machte sie aber auch besonders anfällig bei Krisen, die diesen Wirtschaftssektor betrafen. Die Montanindustrie litt natürlich immens (und somit auch das ganze Ruhrgebiet), wenn es zu Kohle- oder Stahlkrisen kam. Dies führte dann besonders in den 60er Jahren zu Problemen und zu einer Umwandlung und Veränderung im montanindustriellen Sektor. Unternehmungen die sich während dieser Zeit auf die Produktion, nämlich den Maschinenbau, spezialisierten erlebten einen großen Aufschwung. Auch die metall- und eisenverarbeitende Industriebereiche (denken Sie zum Beispiel an die Klingenstadt Solingen) konnte sich gut entwickeln.

Durch die laufende Veränderung der Gesellschaft und den wirtschaftlichen Anforderungen musste sich aber gerade das Ruhrgebiet stark verändern. So war ein Strukturwandel unbedingt notwendig und die Gegend entwickelte sich hin von dem einzigen Steinkohlelieferanten bzw. Dem Stahlproduzenten hin zu einer Wissensgesellschaft bzw. zu einem Dienstleistungssektor.

Obwohl die starken Strukturprobleme und die notwendigen Veränderungen vorlagen, konnte sich Nordrhein Westfalen wieder zu einem Leistungsträger im bundesweiten Vergleich des Bruttoinlandsproduktes entwickeln. NRW war zum Beispiel im Jahre 2014 mit einem Bruttoinlandsprodukt von 624,7 Milliarden Euro das stärkste Bundesland von ganz Deutschland! Es wurde sogar im internationalen Vergleich als eines der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Welt festgestellt. Die Menschen in Nordrhein Westfalen trugen ganze 21,5 Prozent (Jahr 2014) an der gesamten Wirtschaftsleistung von Deutschland bei! Darauf können wir stolz sein. Dies erreichen wir trotz einer relativ hohen Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent (Stand 11/2019).

Zu den größten und umsatzstärksten Unternehmen in NRW zählen: die Bayer AG (Chemie und Pharma), die Deutsche BP, der Maschinen- und Anlagebau ThyssenKrupp, die Deutsche Post AG, RWE (Versorger), die REWE Group (Einzelhandel), die Aldi Nord und Süd Firmierung, die Deutsche Telekom, die Metro Goup, und der Versorger E.ON.

Im deutschlandweiten Vergleich liegen wir mit einer Investition von ca. 135 Milliarden Euro (ausländische Direktinvestitionen) auf dem ersten Platz!

Die Kultur und die Freizeit

Beide Themengebiete sind uns in NRW besonders wichtig und deshalb sind sie sogar in der Landesverfassung verankert und als Staatsziel festgelegt! Dies ist eine gewichtige Aussage. Dies ist auch der Grund, warum es hier so viele Institutionen und kulturelle oder künstlerische Projekte gibt, welche durch das Bundesland gefördert werden. Dazu zählen zum Beispiel: das Goethe Institut, die Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, die bekannte Kulturstiftung der Länder, die Stiftung für den preußischen Kulturbesitz (sogar auf Bundesebene) oder die Kunststiftung NRW und die Film- und Medienstiftung für Nordrhein Westfalen. Wir verstehen uns als künstlerische Region und sind stolz auf über 30.000 Künstler, die hier bei uns wohnen!

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Diese Kultur- und Künstlerszene ist durch die starken kulturellen Unterschied innerhalb von NRW sehr unterschiedlich und „bunt“. Gerade das macht sie so interessant und wichtig. Zum einen hat hier das Ruhrgebiet mit seiner Industriekultur einen starken Einfluss, zum anderen aber auch die Gegend im Rheinland, mit seinen zahlreichen Kunstevents. Die größte Kunstmesse in ganz Deutschland, findet zum Beispiel in Köln statt und ist als „Art Cologne“ weltbekannt! Neben der Stadt Köln (auch zum Beispiel mit der „Cologne fine art“) ist auch gerade die Stadt Düsseldorf besonders bekannt für ihre Attraktivität im Bereich der Kunst. Denken wir hier an die „Art Düsseldorf“, die „Kunstausstellung NRW Düsseldorf“ oder die „Kunstakademie Düsseldorf“. Generell gelten die Standorte Düsseldorf und Köln als wichtige Standorte für Kunstsammlungen oder den Kunsthandel.

So finden sich zum Beispiel: die Kunsthalle Düsseldorf, die Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, die Gemäldegalerie des Wallraff Richartz Museums & der Fondation Corboud, das NRW Forum oder das Museum Ludwig im Rheinland. In der Stadt Bonn finden sich die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und das Kunstmuseum Bonn wieder. Aber auch in Münster gilt es das LWL Museum für Kunst und Kultur zu erwähnen.

Neben der malerischen Kunst gilt auch die Schauspielkunst im Rheinland als besonders wichtig deshalb verblüfft es nicht, dass hier große und wichtige Theaterbühnen von Deutschland zu finden sind. Wir sprechen hier zum Beispiel von dem „Schauspiel Köln“ oder dem Staatstheater Nordrhein Westfalen, welches sich in der Form des Düsseldorfer Schauspielhauses wiederfindet. Auch aufführen wollen wir die „Deutsche Oper am Rhein“, die Tonhalle Düsseldorf oder die berühmte „Kölner Philharmonie“.

Berühmte Architektur

Die sicherlich berühmteste Touristenattraktion in Nordrhein Westfalen ist unser geliebter Kölner Dom. Er lockt jährlich mehr als sechs Millionen Besucher in die Stadt und sorgt für volle Kassen im Bereich der Gastronomie und des Gaststätten- und Hotelgewerbes. Der Kölner Dom wurde offiziell zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Daneben auch noch weitere Bauwerke in NRW: das Kloster Corvey, der Aachener Dom, die Zeche und Kokerei Zollverein, das Schloss Augustusburg oder das Schloss Falkenlust. Die Zeche stellt natürlich ein wichtiges Industriedenkmal für die Städte an Rhein und Ruhr dar. Neben den historischen Gebäuden verfügt das Land auch über zahlreiche, markante, staatliche Gebäude. So sind dies zum Beispiel: der Landtag von Nordrhein Westfalen, das Regierungsviertel von Düsseldorf mit seiner Landesregierung oder die Regierungsgebäude in Bonn. Als bekannter Architekt darf hier Herr Ludwig Mies von der Rohe erwähnt werden.

Koelner Dom
Der berühmte Kölner Dom

Die Natur und ihre Arten

Da sich das Bundesland im mitteleuropäischen Naturraum befindet, sind natürlich auch die Erscheinungen und Eindrücke in der Natur typisch dafür. Hier sind besonders Arten zu erwähnen, die in waldigen Mittelgebirgslandschaften oft anzutreffen sind. Leider hat die hohe Siedlungsdichte und die zunehmende Industrialisierung dazu geführt, dass die vorhandene und sehr artenreiche Fauna und Flora immer mehr zurück gedrängt wird und stark bedroht ist. Die hohe Flächennutzung durch starke Landwirtschaft und Forstwirtschaft trägt ihren eigenen, negativen Beitrag dazu bei. Deshalb wurden auch sehr viele Umweltschutzmaßnahmen ins Leben gerufen, die eine Verbesserung der Wasser- und aber auch der Luftqualität erreichen konnten. Dazu zählten auch der Schutz und die Erhaltung der Waldregionen in Nordrhein Westfalen. Diese sind nicht nur für den Erhalt der Natur im Allgemeinen wichtig, sondern auch für die Naherholung der Menschen vor Ort. Rund 25 Prozent von NRW sind bewaldet und spielen eine bedeutende Rolle für die Fauna und die Flora. So hat NRW zum Beispiel einen sagenhaften Anteil an vierzehn Naturparks von Deutschland! Zu diesen Parks gehören zum Beispiel der Naturpark Teuteburger Wald / Eggengebirge (dies ist der größte Park von allen) oder der Nationalpark Eifel, welcher seit dem Jahre 2004 offiziell sogar Nationalpark ist.

Der so wichtige Tourismus

In dem Kalenderjahr 2012 hatten wir sagenhafte 20 Millionen Gäste in NRW, welche ca. 45,4 Millionen Mal eine Übernachtung vornahmen. Der Teutoburger Wald bzw. das dazugehörige Reisegebiet hatte daran den größten Anteil (mit 6,5 Millionen Übernachtungen). Dann folgt auch schon das Reisegebiet „Köln / Rhein Erft Kreis“ und das Sauerland mit 6,2 Millionen Übernachtungen. Von den rund 9,2 Millionen ausländischen Gästen sind mit ca. 25,2 Prozent unsere holländischen Nachbarn, die wichtigsten. Auf den folgenden Plätzen kommen dann: Großbritannien (mit fast 8 Prozent), Belgien (mit 6,3 Prozent), die USA (mit 5,2 Prozent) und die Franzosen (mit ca. 4,1 Prozent).

Die Kulinarische Vielfalt

Natürlich findet sich die Teilung der Kultur und des Brauchtums, durch die starken, regionalen Unterschiede auch in der Küche wieder. Ganz besonders in der Unterschiedlichkeit der nordrhein-westfälischen Küche und der westfälisch-lippischen Küche. Der Niederrhein und das Bergische Land, gehören auch zu der sogenannten Rheinischen Küche. Wo liegen hier die markanten Unterschiede? Nun, die Lippische und die Westfälische Küche sind vor allen Dingen einmal eine sehr deftige Küche, die an die norddeutsche Küche erinnert. Beispiele dazu sind: ein Pumpernickel mit einem Westfälischen Schinken. Daneben spielen viele, weitere Brot- und Fleisch- und Wurstspezialitäten eine sehr große Rolle. Wo ist nun der Unterschied zu der Rheinischen Küche? Nun, die Rheinische Küche ist endlich bodenständig, unterscheidet sich aber von der Westfälischen Küche durch ihre Raffinesse. Das wohl bekannteste Beispiel der Rheinischen Küche ist der sogenannte „Rheinische Sauerbraten“, welcher mit viel Liebe und Raffinesse zubereitet wird. Sein Fleisch ist besonders zart und bekömmlich. Daneben bietet unser Land noch viele Weingebiete und zahlreiche Biere an. Man kann es sehr wohl als Bierland bezeichnen, da es sehr viele Biersorten produziert. Beispielhaft genannt wird hier das Pils, das Altbier oder natürlich das beliebte Kölsch, welches hier bei uns in Köln gebraut wird.

Sport wird groß geschrieben

Als beliebteste Sportart in Nordrhein Westfalen darf sicherlich der Fußball genannt werden. Er feierte große Erfolge und erklärt deshalb auch die Hohe Anzahl an Vereinen und Stadien. Gerade die Bevölkerung im Ruhrgebiet, mit ihren Bergarbeitern, war schon fast traditionell Fußballfan!

Erkennen kann man die Liebe und den Erfolg im Fußball auch an der großen Anzahl an Fußballvereinen aus Nordrhein Westfalen in der ersten Fußball Bundesliga.

Bekannte Vereine sind zum Beispiel: der Der 1. FC Köln (erster Bundesligameister), SC Paderborn, Bayer 04 Leverkusen, Fortuna Düsseldorf, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach oder natürlich Borussia Dortmund. Dort in Dortmund findet sich auch das größte Fußballstadion von Deutschland wieder: es ist das Westfalenstadion, was sagenhafte 80.000 Plätze bietet und somit ein unglaubliches Fußballfeeling garantiert. Neben der Hauptsportart Fußball, sind auch die Sportarten: Basketball, Eishockey oder Handball sehr beliebt und erfolgreich.

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Die Feiertage in NRW

Zusätzlich zu den Feiertagen, welche in ganz Deutschland gelten (Weihnachten, Tag der Deutschen Einheit, Pfingsten, Christi Himmelfahrt, Tag der Arbeit, Ostern, Karfreitag und Neujahr) gibt es noch zwei weitere Feiertage in Nordrhein Westfalen: Allerheiligen und Fronleichnam.

Welche Auszeichnungen werden verliehen?

Das Bundesland Nordrhein Westfalen honoriert besondere Leistungen und zeichnet diese auch aus! Folgende Auszeichnungen sind möglich: Fahnenband des Landes Nordrhein Westfalen, die Rettungsmedaille des Landes, das Katastrophenschutz Ehrenzeichen, der Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung in NRW, der Kinderbuchpreis von NRW, die Sportplakette des Landes, der Rheinisch Westfälische Staatspreis für die Denkmalpflege, der Grafikpreis, der Förderpreis für junge Künstler und Künstlerinnen in NRW, der Staatspreis und der Verdienstorden. Neben diesen offiziellen Preise und Auszeichnungen die vom Land vergeben werden, gibt es noch Preise, die von rein privaten (und auch sehr bekannten) Organisationen verliehen werden. Diese haben Ihren Sitz ebenfalls in NRW und sind zum Beispiel: der Karlspreis oder der „internationale Preis des Westfälischen Friedens“.

Ihr Ausflug nach NRW

Wenn Sie sich das Bundesland einmal anschauen wollen, dann sollten Sie auf jeden Fall einmal Halt machen in der wunderschönen Stadt Köln am Rhein. Dort verfügen wir über drei zentrale Ferienwohnungen, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Senden Sie uns einfach eine Email und Sie erhalten ein kostenloses und unverbindliches Angebot! Herzlich Willkommen bei der Ferienwohnung Köln!

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