Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt

Zunächst einmal ein paar wichtige Fakten zu der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt: Erwähnenswert ist, dass die Gründung bereits am 11. Juni 1826 war. Des Weiteren dürfte interessant sein, dass die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt oftmals nur mit den Buchstaben KD abgekürzt wird. Der Sitz ist in Düsseldorf und die Rechtsform ist die einer Aktiengesellschaft. Die Leitung haben aktuell Thomas Günther sowie Achim Schloemer inne und die Mitarbeiterzahl liegt bei über 200. Darüber hinaus liegt der jährliche Umsatz der KD bei momentan über 25 Millionen Euro.

Die Vorgeschichte

Wissenswert ist, dass die KD ein sogenanntes Traditionsunternehmen ist. Sie ist der Nachfolger der Betriebsgemeinschaft Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt. Diese wurde im Jahr 1853 im Zusammenschluss von zwei Reedereien gegründet. Hier spielen die im Jahr 1826 in Köln sowie die im Jahr 1836 in Düsseldorf gegründete Reedereien eine wichtige Rolle.

Ebenso wichtig ist die Tatsache, dass es einen sogenannten Verschmelzungsvertrag gab, welcher am 16. Mai 1967 unterschrieben wurde und somit die Düsseldorfer Reederei in die Kölner Reederei über. Hierauf bezieht sich auch der aktuelle Namen, der voll ausgeschrieben wie folgt lautet: Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt Aktiengesellschaft. Aktuell besitzt die KD eine Flotte von zwölf RheinSchiffen und ist somit der Marktführer in der Branche Vergnügungs- sowie Linienfahrten auf dem Rhein, dem Main sowie der Mosel.

KD Schiffe

KD Schiffe

Wichtige Info zur Unternehmensform

Bis zum Juli 2017, als ein Delisting stattfand, war die KD im übrigen die älteste börsenorientierte Aktiengesellschaft auf der gesamten Welt.

Die Lage

Die Anlegestelle ist direkt bei der Kölner Altstadt und gegenüber von dem Traumstadtteil Deutz ! Dort befindet sich auch die Ferienwohnung Köln mit ihren Unterkünften. Sie können eine Besichtigung also gut mit einer Städtereise verbinden.

Weitere Geschichte

Bereits im Oktober des Jahres 1825 und unter der Geschäftsführung von Peter Heinrich Merkens, welcher ein hervorragender Kaufmann war, wurde die Preußisch-Rheinische Dampfschiffahrt-Gesellschaft, kurz PRDG, gegründet. Das Grab von Herrn Merkens finden Sie übrigens auf dem Melatenfriedhof . Am 11. Juni im Jahr 1826 wurden dann durch den damaligen preußischen Innenminister, Friedrich von Schuckmann, auch die Statuten der in Köln befindenden Gesellschaft genehmigt. Wissenswert dürfte sein, dass die PRDG bereits im Januar im Jahr 1826 ein Dampfschiff für den Personen- wie auch für den Güterverkehr, bei der Nederlandsche Stommboot Maatschappij bestellt hatte, welches in der Mitte des Kalenderjahres 1827 geliefert werden sollte. Dieses Schiff war im übrigen baugleich dem aus Holz gebauten Raddampfer Concordia, welche im Besitz der Dampfschiffahrt-Gesellschaft für Rhein und Main, kurz DGRM, war.

Leider wurde bei einer Probefahrt klar, dass dieser Schiffstyp leider nicht für Fahrten auf dem sogenannte Oberrhein geeignet war. Aus diesem Grund bot die DGRM der PRDG an, dass dieses Schiff in einer Betriebsgemeinschaft auf dem Mittelrhein genutzt werden kann. Die PRDG ging darauf ein, sodass am 1. Mai im Jahr 1827 dieser Dampfer in Betrieb genommen wurde und der Personenbeförderung und auch der Eilgüterbeförderung diente. Vor allem auf der Fahrtstrecke von Mainz bis nach Köln verkehrte dieser Dampfer. Kurz darauf, nämlich am 8 Juni im Jahr 1827 wurde ein zweiter Dampfer, nämlich der Friedrich Wilhelm, seinen Betrieb aufnehmen. Im Jahr 1823 ging dann das Unternehmen an die Börse und wurde in Köln notiert.

Im Jahr 1836, genau am 18. Mai, wurde durch Kaufleute aus Mainz, Düsseldorf sowie Elberfeld-Barmer (Wuppertal) die Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein, kurz DGNM, gegründet. Die Regierung unter den Preußen erteilte hierzu am 22. September des Jahres 1836 die Genehmigung zum Fahrbetrieb auf dem Gebiet zwischen Köln sowie Mannheim. Dieses Gebiet war identisch dem der PRDG. Wissenswert ist, dass im Jahr 1838 bereits fünf Dampfschiffe durch die DGNM in Betrieb genommen wurden. Ein erbarmungsloser Konkurrenzkampf entstand. Hier war auch die Nederlandsche Stoomboot Maatschappij beteiligt. Die Folge waren viele Preissenkungen und ein Kampf um jeden einzelnen Kunden.

KD Schiffe

KD Schiffe

Gründung der Kölnischen und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt

Es war schnell klar, dass weder die Kölner noch die Düsseldorfer Reederei wirtschaftlich gesehen in der Lage war, diesen Kampf stand zu halten. Somit wurde am 9. Juni 1853 die Kölnische und Düsseldorfer Gesellschaft für Rhein-Dampfschiffahrt gegründet. Beide Reedereien waren jedoch selbstständig und erarbeiteten einen gemeinsamen Fahrplan zwischen Rotterdam sowie Straßburg. Erwähnenswert ist, dass dieser Vertrag zunächst für sechs Jahre geschossen wurde. Der Vertrag wurde jedoch am 15. April des Jahres 1859 entfristet und es darüber hinaus auch noch beschlossen, dass die Fahrtstrecke von Mannheim bis nach Straßburg nicht mehr bedient wird.

Der Grund hierfür war, dass die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben war, da eine Eisenbahnstrecke errichtet werden sollte, der sich vor allem auf den Güterverkehr spezialisieren sollte. Ein weiterer Punkt im Vertrag war, dass die Reedereien abwechselnd neue Schiffe anschaffen würden, sodass die Flott stets auf dem modernsten Stand sein würde. Im Jahr 1860 zählten beide Reedereien 14 Dampfschiffe und ein Volumen von 1,2 Millionen Fahrgästen.

Kampf gegen die Eisenbahn

Durch die Eisenbahn, welche natürlich viel schneller als so ein Dampfer war, stagnierte die Zahl der Personen, welche befördert wurden. So zählte man in den Jahren 1861 bis einschließlich 1899 nur rund eine Millionen Gäste pro Jahr. Der Transport von Güter nahm stetig ab und verlor sogar völlig an Bedeutung. Im Jahr 1867, als sogenannte Erholungsfahrten auf dem Rhein in Mode waren, wurden die Schnelldampfschiffe Humboldt sowie Friede in die Flotte aufgenommen. Beide dienten ausschließlich als Fahrgastschiff. Ab dem Jahr 1885 wurden durch beide Reedereien jedes Jahr ein neues Schiff in die Flotte aufgenommen, sodass man im Jahr 1914 über 32 Schiffe zählte.

Aber auch die Zahl der Fahrgäste nahm zu, sodass man von 1900 bis 1913 jährlich über 1,9 Millionen Gäste zählte. Am 4. August im Jahr 1913 wurde durch die PRDG und dem Dampfer Goethe der letzte sogenannte Glattdeckdampfer in den Dienst gestellt. Dieser Dampfer war für den Personen- sowie dem Güterverkehr ausgelegt.

KD Schiffe

KD Schiffe

Der Erste Weltkrieg

Im ersten Weltkrieg wurde aufgrund des Mangels an Brennstoff sowie auch an Personal der Linienverkehr komplett eingeschränkt. Ein paar Schiffe wurden zu Lazarettschiffe umgebaut, sowie beispielsweise die Kronprinzessin Cecilie. Diese konnte im übrigen bis zu 500 Verwundete aufnehmen. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs wurde der Transport von Personen auf dem Rhein durch die französischen Alliierten verboten. In dieser Zeit und bis zum Sommer 1919 wurden einige der Schiffe als sogenannte Truppentransporter eingesetzt. Einige Schiffe wurden sogar durch die Marine National Flottille de Rhin enteignet. Hierzu zählen unter anderem die Loreley sowie die Rheinstein. Diese wurden zu Flusskanonenbooten umgebaut. Im Zuge eines Streiks der Eisenbahner wurde vom 11. März bis zum 17. Dezember des Jahres 1923 die Beförderung der Post übernommen.

Jetzt wurde die Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrts GmbH geboren

Am 2. Januar 1925 war es dann soweit und die PRDG sowie die DGNM gründeten die Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrts GmbH. Nun wurde die Verwaltung der zwei Reedereien zusammengefasst und eine juristische Person geschaffen. Die logistischen Aufgaben wurde durch die Kölner Betriebsstätte abgedeckt und die Verwaltung übernahm die Düsseldorfer Betriebsstätte. Erwähnenswert ist, dass durch die Gesellschaft drei Schiffe der sogenannten Muttergesellschaft übernommen wurde. Hiervon wurden jedoch zwei innerhalb kürzester Zeit wieder verkauf.

In den 1920er Jahre wollten die Fahrgäste luxuriösere Fahrgastschiffe und somit wurden einige kombinierte Schiffe in reine Fahrgastschiffe umgebaut. Die ersten Neubauten nach dem Krieg waren unter die Raddampfer Vaterland sowie Rheinland, welche im Jahr 1926 in Betrieb genommen wurden. Im gleichen Jahr wurde ein dieselbetriebenes Motorschiff in Auftrag gegeben. Die Freiherr von Stein, welche von der Schiffswerft Christof Ruthof gebaut wurde, wurde im Mai 1927 eingesetzt.

Aufnahme der Nederlandsche Stommboot Reederij

Im Jahr 1928 wurde die Nederlandsche Stommboot Reederij, kurz NSR, in die Gemeinschaft aufgenommen. Damit wurde die Flotte um zehn Dampfschiffe erweitert. Für dieses Jahr steigte die Zahl der beförderten Passagiere auf über 2,65 Millionen und somit konnte auch ein neuer Rekord verzeichnet werden. Ab dem Jahr 1929 übernahm die NSR die letzten vier noch nicht umgebauten Kombischiffe und übernahm somit gleichzeitig den Güterverkehr. Im selben Jahr wurde durch die KD mit der Mainz der letzte Schaufelraddampfer in Betrieb genommen. In Folge der großen Wirtschaftskrise sanken die Zahl der zu transportierten Gäste und Güter. Ein Aufschwung konnte erst durch die Organisation Kraft durch Freude und weitere NS-Massenorganisationen verzeichnet werden.

Der zweite Weltkrieg

Die KD verlor im Zweiten Weltkrieg im übrigen beinahe die gesamte Flotte. Lediglich die Mainz war das Überbleibsel von 22 Schiffen.

Im Jahr 1946, nämlich dem 19. Mai, wurde der Personenverkehr wieder aufgenommen. Hierfür standen zwei Schiffe und die Strecke Köln und Königswinter zur Verfügung. Bis zum Jahr 1953 wurden dann 18 Schiffe in Betrieb genommen. Darunter vierzehn Raddampfer. Am 16. Mai 1967 wurde durch Verschmelzung der PRDG und der DGNM die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt Aktiengesellschaft ins Leben gerufen. Leider folgten sinkende Fahrgastzahlen und die KD machte enorme Verluste.

Rheinkreuzfahrten

Im Zuge dessen wurde zwischen den Jahren 1960 bis 1995 Rheinkreuzfahrten angeboten. Das erste Schiff für Flusskreuzfahrten war die Europa und weitere folgten.

Ende des Jahres 1993 wurde das Unternehmen, welches immer mehr Verluste einfuhr, an die Stadtsparkasse Düsseldorf, Sal. Oppenheim jr. & Cie. sowie Henkel & Co. und die WestLB AG verkauft. Vor allem die WestLB nahm umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Schiffen vor. So wurde die völlig veraltete Flotte unter anderem originalgetreu restauriert. Am 26. August 1996 war es die Goethe, welche wieder ihren Dienst aufnehmen durfte. Generell wurde die KD aufgespalten. Zum einen in den Bereich Tagesausflugsgeschäft und zum anderen Flusskreuzfahrtgesellschaft. Anfang des Jahres 2000 wurde die KD dann an die Viking River Cruises und die Premicon verkauft. Erst genannte übernahm dabei das Flusskreuzfahrtgeschäft und letztgenannte das Tagesausflugsgeschäft. Besonders hervorgehoben werden muss, dass in beiden Gebieten Gewinne erzielt wurden.

Veranstaltungen auf dem Wasser

Heute setzt man auf Schifffahrtsveranstaltungen. Dabei spielt der Katamaran Rheinenergie eine sehr wichtige Rolle. Er ist der größte Veranstaltungskatamaran in ganz Europa und besitzt eine 35 qm große Bühne, welche von überall aus auf dem Schiff einzusehen ist. Dieses Schiff wurde im übrigen zum Weltjungendtag im Jahr 2005 von Papst Benedikt XVI. für seine Pilgerfahrt auf dem Rhein genutzt.

Die KD bietet gegenwärtig das ganze Jahr Rundfahrten in Köln, Düsseldorf sowie Frankfurt und auf dem Rhein sowie der Mosel an. Dazu kommen noch einzigartige Panoramarundfahrten. Während der Saison finden täglich über 400 Abfahrten statt. Diese natürlich über den ganzen Rhein zwischen Mainz und Köln verteilt. Aber auch die sogenannte Vercharterung ist ein inzwischen sehr wichtiges Geschäftsfeld der KD.

Umrüstung auf Dieselantrieb

Im Jahr 2008 vergab die KD den Auftrag zum Umbau des Raddampfers Goethe auf Dieselantrieb. Somit endete am 5. Oktober 2008 die Geschichte der Dampfschifffahrt, zumindest auf dem deutschen Teil des Rheins. Die ausgebaute Dampfmaschine wurde im übrigen unter Denkmalschutz gestellt. Diese ist heute noch im Kölner Stadtmuseum zu bestaunen.

Gründung einer Tochtergesellschaft

Die KD gründete zudem am 1. Januar 2009 eine Tochtergesellschaft mit Sitz in Luxemburg. Ziel war es, das internationale Geschäft auszubauen und die Verlagerung der operativen Steuerung der Schiffe. Die insgesamt zehn Ausflugsschiffe der KD wechselten somit nach Luxemburg. Die Schiffe fahren seitdem unter der maltesischen Flagge und haben Valletta als Heimathafen. Der Grund hierfür liegt darin, da die Flotte des Hauptaktionärs Premicon ebenso dort liegt und unter dieser Flagge fährt. Die Kreuzfahrtschiffe werden hingegen durch die KD Niederlassung in Zypern betreut.

Eine weitere Tochter ist die KD-Bereederung GmbH mit Sitz in Bremen. Diese wurde im Jahr 2010 gegründet und betreute die Astor der Transocean Kreuzfahrten GmbH. Das Tochterunternehmen wurde jedoch im April 2013 an die Global Maritime Group veräußert.

Der Millionenauftrag

Im Juli 2010 wurde für 9,3 Millionen Euro ein multifunktionales Passagierschiff in Auftrag gegeben. Dieses sollte 1000 Personen fassen und in der Werft De Hoop Niederlande gebaut werden. Die Auslieferung an die Reederei erfolgte am 27. April 2011. Bereits am 5. Mai des gleichen Jahres wurde das Schiff in Köln getauft. Es wurde RheinFantasie genannt.

Börsengeschichte

Die Premicon Beteiligung GmbH und deren nahestehenden Aktionäre haben am 31. August 2016 ihre Anteile an die KD River Invest GmbH verkauft. Die Aktion wurden zum 30. September 2016 überschrieben.

Im Dezember des selben Jahres leitete die River-Advice-Gruppe ein sogenanntes Squeeze-Out-Verfahren ein, damit diese der alleinige Aktionär wird. Der Ausschluss der 2,68 Prozent der anderen Aktionäre wurde am 31. Juli 2017 wirksam und somit wurde auch die Aktie aus der Börse genommen.

Aktuelle Schiffe

Und hier noch eine kleine Auflistung der aktuellen Flotte:

  • RheinEnergie
  • RheinFantasie
  • Stolzenfels
  • Jan von Werth
  • Loreley
  • Asbach
  • Goethe
  • Godesburg
  • Warsteiner
  • Boppard
  • Palladium
  • Rheinpfeil

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