Ferienwohnung-Koeln.com stellt vor: Finkenberg

Finkenberg: ein Stadtteil von Köln, gehört zum Stadtbezirk Porz. Es hat eine Fläche von 0,637,83 km² und circa 6871 Einwohner.

Koeln Finkenberg

Lage des Stadtteils

Finkenberg grenzt nordwestlich an Gremberghoven und östlich an Eil sowie südlich an Porz.

Geschichtliches

Finkenberg ist eine Großwohnsiedlung und Ende der 1960er Jahre gebaut. Bis zum heutigen Tag wird das Gebiet von Porzern als "Demo-Gebiet" bezeichnet. Die Siedlung sollte ein "menschenfreundliches Wohnen" ermöglichen. Finkenberg war ein Wohnraumprojekt. Es besteht aus vielen Hochhäusern und Geschäftspassagen. Auch Schulzentren und Bungalows entstanden. So kam es zur Kombination von Eigenheimen und Wohnblocks mit Sozialwohnungen. Die Planer wollten eine ausgewogene Sozialstruktur. Die Eigeninitiative der Menschen sollte gestärkt werden. Dieses Konzept gilt heute als gescheitert. Durch Konkurs von "Neue Heimat", dem Bauträger, wurden Grünanlagen und Bausubstanz vernachlässigt. Viele Bewohner zogen wieder weg. Es kam zu Leerständen, die man mit Migranten ansiedelte. Auch eine Belegung mit "sozial problematischen Mietern" gab es in weiterer Folge. Bis heute gibt es eine soziale Segregation. Am 9. Dezember 2004 wollte die Bezirksvertretung von Porz, dass die Siedlung ein Stadtteil wird. Die Bezirksvertreter erhofften sich dadurch stärkere Identifikation der Bewohner. So kam am 25. August 2007 Finkenberg als 86. Stadtteil von Köln dazu.

Erscheinungsbild von Finkenberg

Auf der einen Seite gibt es hier gepflegte Hochhäuser mit Eigentumswohnungen. Auch deren Außenanlagen sind sehr gepflegt, wie zum Beispiel in der Stresemannstraße. Auf der anderen Seite gibt es Miet-Wohnblöcke mit bis zu zwanzig Etagen im Süden. Dort sind die Fassaden verwittert und teils beschädigt. Treppenhäuser, Aufzüge, Garagen, Keller, Sport- und Freizeitanlagen und auch die freien Flächen, die zwischen den Blocks liegen, haben Missstände. Verwahrlosung bis hin zu Vandalismus herrscht dort vor. Es gibt eine eigene S-Bahn-Station, die in zehn Minuten den Dom erreichen kann. Einige Eigentümer kommen den Pflichten nach Pflege, Ordnung sowie Sauberkeit nicht nach. Das sieht man sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wohnanlagen. 2012 kam es zur Bildung einer Mieterinitiative. Grobe Mängel an den Wohnungen und überhöhte Mieten gehören zu ihren Anliegen. Die Fußgängerzone wurde 2013 saniert und aufgewertet.

Sozialer Brennpunkt in Finkenberg

Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind hier besonders stark vertreten. Es handelt sich um einkommensschwache Haushalte, kinderreiche Familien, Arbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Jugendarbeitslosigkeit ist auch sehr hoch. Ebenso die Jugendkriminalität. 2004 kam es zu einer umstrittenen Artikelserie, die unrühmlich endete. Der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichte "Die harten Kinder von Köln". Der Alltag von Kindern und Jugendlichen, die gewalttätig waren sollte beschrieben werden. Dadurch wurden die Betroffenen allerdings nur noch weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die Kriminalität in Finkenberg geht von jugendlichen Migranten aus. Dies besagt das "Integrierte Handlungskonzept" der Stadt Köln aus 2001. Kinder und Jugendliche werden Opfer von Gewalt. KFZ-Delikte und Einbrüche sind stark vertreten. Geltungssucht, Sozialneid und Langeweile sind die Motive für die Delikte. Das subjektive Sicherheitsempfinden in dem Bereich von Finkenberg ist sehr niedrig. Eine Arbeitsgemeinschaft von Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen, Jugend- und Senioreneinrichtungen und Polizei, bilden in Zusammenarbeit mit Immobilieneigentümern Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnbedingungen. Sanierungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Als einer der ersten Maßnahmen entstand ein Basketballplatz. Hausmeisterkonferenzen entstanden ebenso. Aufgrund von Finanzknappheit sind die Sanierungsmaßnahmen aber unzureichend. Verbesserungen für die Finkenberger Bürger sind bis dato nicht eingetreten.